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Proteste gegen geplante Rechtsradikalen-Kundgebung in Göttingen
Göttingen (dpa) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat gegen den
erneuten Versuch der rechtsradikalen Nationaldemokratischen Partei
Deutschlands (NPD) protestiert, in Göttingen eine Kundgebung zu
veranstalten.   

"Spätestens seit der Schändung des jüdischen Friedhofs in Göttingen 
vor einigen Tagen kann jeder sehen, wohin die Reise geht: gegen 
Ausländer, Linke und Juden", hieß es in einer Erklärung des DGB am 
Dienstag in Göttingen. Zuvor hatte die NPD bereits zwei Mal 
vergeblich versucht, in Göttingen (Niedersachsen) eine Kundgebung zu 
veranstalten.   

In dem Aufruf der NPD heißt es, 300 Teilnehmer wollten unter dem
Motto "Keine EU-Diktatur - Keine Unterdrückung Österreichs" in der
Universitätsstadt demonstrieren. Zwei Aufmärsche im November 1999 und
im Januar dieses Jahres waren am starken Widerstand der Göttinger
Bevölkerung gescheitert. Jeweils zwischen 2 000 und 5 000 Menschen
hatten friedlich gegen die geplanten NPD-Kundgebungen protestiert.   

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die für den 15. April 
vorgesehene NPD-Veranstaltung bisher noch nicht verboten worden. Es 
sei jedoch mit einem Verbot zu rechnen, weil die Sicherheit und 
Ordnung voraussichtlich nicht garantiert werden könne.
©dpa