AZADI Infodienst nr. 16
februar 2004


Nicht vergessen:

18. März —
Internationaler Tag der politischen Gefangenen

1922 wurde auf dem IV. Weltkongress der kommunistischen Internationale die Internationale Rote Hilfe (IRH) gegründet und u. a. die Durchführung eines internationalen Tages der politischen Gefangenen beschlossen, der am 18. März 1923 zum ersten Mal ausgerufen werden konnte. Mit diesem Tag sollte vor allem das Bewusstsein und die Solidarität für die Lage der politischen Gefangenen weltweit erzeugt und verankert werden und auf diese Weise auch praktisch zum Ausdruck kommen.

1933 wurde dieser Tag von den Nazis verboten. Seit 1996 wird der 18. März als Tag der Solidarität mit den politischen Gefangenen propagiert. Auf Initiative der Roten Hilfe und anderen Gruppen finden in vielen Städten und Regionen der BRD vielfältige Aktivitäten statt, um in der Öffentlichkeit auf staatliche Unterdrückung und Repression aufmerksam zu machen.

Zum 18. März wird – wie in den Vorjahren – der Tageszeitung junge welt eine Sonderzeitung der Roten Hilfe (RH) beiliegen mit Beiträgen über die politischen Hintergründe und die Situation politischer Gefangener. Weil es nicht möglich ist, über alle Gefangene weltweit zu berichten, stehen die dargestellten Fälle exemplarisch für die Vielzahl anderer Gefangener in ähnlicher Lage. Auch Azadi wird mit einem Beitrag auf die Kriminalisierung von Kurdinnen und Kurden in der BRD aufmerksam machen.

(z.T. aus der RH-Beilage vom 18.3.2001)

 

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