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Das SVZ online Archiv
Nachrichten aus Deutschland und der Welt vom 14. Oktober 1996


Zeugenaussagen widersprüchlich

Lübecker Prozeß gegen Libanesen Safwan Eid fortgesetzt

Lübeck (dpa) Im Prozeß um den Brand in einem Lübecker Asylbewerberheim haben gestern Zeugen widersprüchliche Angaben zum Verlauf des Feuers gemacht. Dabei ging es vor allem darum, in welchem Teil des Hauses sie Flammen und Rauch bemerkten. Angeklagt vor der Jugendstrafkammer des Lübecker Landgerichts ist der Libanese Safwan Eid. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Feuer gelegt zu haben, bei dem am 18. Januar zehn Menschen starben und 38 verletzt wurden. Acht Zeugen wurden gestern befragt. Ein BGS-Beamter, der als erster nach eigener Aussage bei dem brennenden Haus eintraf, berichtete, er habe Flammen aus zwei Fenstern des ersten Stockwerks schlagen sehen. ähnliche Beobachtungen schilderten zwei Putzfrauen, die auf ihrem Weg zur Arbeit an dem Haus vorbeikamen. Ein Bewohner eines benachbarten Internats dagegen sagte aus, er sei noch vor der BGS-Streife an dem Haus eingetroffen. Da habe der hölzerne Vorbau bereits vollständig in Flammen gestanden. Auch eine Studentin sagte aus, sie habe sowohl im zweiten Stock als auch im Vorbau Flammen gesehen.

Am Ende des Verhandlungstages legte der Frankfurter Brandsachverständige Achilles dem Gericht einen Zwischenbericht zu seinem Gutachten zum Brandausbruchsort vor. Achilles hatte bereits mehrfach erklärt, der Brand sei wahrscheinlich im Erdgeschoß des Hauses ausgebrochen. Er schloß eine Brandstiftung von außen nicht aus.


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