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Sat Nov 25 09:19:08 1995
 

Nazis aus Roskilde vertrieben

Im folgenden folgt ein Bericht, den wir zu dem Nazi- Aufmarsch in Roskilde und der Gegendemonstration am 20.08.95 bekommen haben:

Um 12.00 Uhr morgens fangen hauptsaechlich daenische AntifaschisInnen mit hilfe einiger deutscher AntifaschistInnen damit an, drei Punkte auf der geplanten und genehmigten Route der Nazi Demonstration zu besetzen. Zwei der besetzten Punkte werden von der Polizei im Vorfelde der Nazi- Demonstration geraumt, ein dritter, vor dem Gefaengniss in Roskilde, in dem bis vor kurzem der Nazi Gary Lauck ( NSDAP AO ) sass, wird nicht geraeumt, da die Nazi Demonstration auf eine andere Route gelegt worden war. Faschisten, die in der Innenstadt auftauchten oder am Bahnhof ankammen, hatten arge Probleme, diese Orte heil wieder zu verlassen. Ausser der jetzt nur noch einen Blokade begann eine Gege Kundgebung die hauptsaechlich aus dem Gewerkschaftsspektrum bestand. Kurz nach 14 Uhr bekamen wir dann die Meldung, dass 1 daenischer Bus und 20 Wagen ( hauptsaechlich Kleinbusse ) mit Nazis hauptsaechlisch aus Daenemark, Schweden und Deutschland stammend vor dem Wikingermusseum, dem Startpunkt der Faschodemo zum Todestag von Rudolph Hess, angekommen waren. Kurz darauf begannen diese mit ihrem Aufmarsch. Ca. 200 Nazis marschierten mit Hakenkreuzfahnen und SS- Tischerts durch den Ort. An dem Ort der dritten Blockade war eine ziemlich gedrueckte Stimmung, da mensch hier nur noch mit ca. 40 Personen war und nichts machen konnte. Kurz darauf aenderte sich hier aber alles, da ploetzlich um eine Ecke viele TeilnehmerInnen der Gegendemonstration kamen. Jetzt begann mensch sich auf der Strasse zu sammeln und in Richtung Faschoaufmarsch zu gehen. Leider wurde dieser Vorstoss von der Polizei verhindert, die die Strasse absperte. Einigen Personen gelang es aber, an den Bullen vorbei zu kommen und diese fingen damit an, die Nazis mit Steinen, Flaschen und Leuchtspu munition zu bewerfen/schiessen. Auch diese wurde nach kurzer Zeit von den Bulle unterbunden, hatte aber den Erfolg, dass die Nazis beschlossen Ihren Aufmarsch abzubrechen. Dieses wurde lautstark von den EinwohnerInnen begruesst. Es begann ein zweiter Versuch der GegendemonstrantInnen die Faschodemo zu erreichen und anzugreifen. Dieser versuch wurde von der Polizei mit massiven Einstatz von CS- Gas verhindert. Es gab einige verletzte. In der zwischen Zeit hatten die Nazis Ihre Autos und den Buss erreicht. An diesem wurden sie von einigen GegendemonstrantInnen und BuergerInnen empfangen. Nach einer kuerzen woertlichen Auseinandersetzung flogen zwei Flasschen aus der Nazigruppe. Erwiedert wurden dies von einem Massiven Hagel von Steinen und Flaschen der BuergerInnen und GegendemonstrantInnen. Die Faschos zogen sich darauf hin zurueck, mit Ihnen die Bullen, die versuchten sie zu schuetzten. Das war aber ein Fehler, den hierauf wurde begonnen, die nun alleinstehenden Autos und den Buss auseinanderzunehmen, was auch etwas erfolg hatte. Nun brachen die Nazis durch die Polizei um ihre Autos zu schuetzen. So schnell es ging, versuchten Sie in die Autos und den Bus zu gelangen und wegzukommen. Neben der Strasse, auf der die Nazis wegfahren mussten, standen noch viele Menschen, die die Autos massiv mit Flaschen und Steinen bei ihrer abfahrt bewarfen. Parralel zur Demonstration in Roskilde wurde von AntifaschistInnen ein Nazizentrum in der Naehe von Kopenhagen angegriffen, indem sich die Nazis vor und nach dem Aufmarsch sammelten. Spaeter kam noch das Geruecht auf, dass Christian Worch ( NL und NSDAP ) mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde. Auch kamen viele der Autos nicht sehr weit aus Roskilde Rausgefahren, da sie kapput waren. Beim Bus funktionierten die Tueren nicht mehr, so dass die Nazis aus den Fenstern steigen mussten.
Unter den 50 - 60 deutschen Nazis befanden sich fuehrende Personen aus dem Umfeld der NSDAP- AO. Z.b. Friedhelm Busse ( FAP ), Christian Worch (NL ), Thorsten de Vries, Thomas " Steiner " Wulf ( NL ). Allen im allen kann mensch sagen, dass es sich hierbei um einen vollen Erfolg handelte, da hier den Nazis gezeigt wurde, dass sie unerwuenscht sind und es nicht noch einmal versuchen sollten, wiederzukommen !

Keinen Fussbreit den Faschisten !

Infogruppe Hamburg (ifghh@krabat.nadir.org) c/o Schwarzmarkt Kleiner Schaeferkamp 46 20357 Hamburg