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Jungle World 3. April 1998

action 

Donnerstag, 2. April 

Stuttgart. Im Rahmen der Kampagne "Kein Mensch ist illegal" findet eine Veranstaltung über Medizinprojekte zur Unterstützung illegalisierter Menschen mit Dr. Vorbrodt vom Berliner "Büro für medizinische Flüchtlingshilfe" statt. Beginn: 20 Uhr, Awo-Begegnungsstätte, Ostendstraße 77 

Freitag, 3. April 

Hamburg. Das 3. konkret-Kaderfrühstück: "Die Generallinie - 100 Jahre Eisenstein". Zunächst wird anläßlich des 100. Geburtstages des sowjetischen Filmemachers sein Film "Die Generallinie" gezeigt. Danach gibt konkret-Autor Kay Sokolowsky eine kurze Einführung in das Werk des Regisseurs. Anschließend hält Jungle World-Autor Günther Jacob einen Vortrag über die Rezeption und Ikonisierung Eisensteins in der Geschichte der deutschen Linken. Beginn: 19 Uhr in der Werkstatt 3, Nernstweg 32, Altona 

Samstag, 4. April 

Bad Hersfeld. "Kein Fußbreit den Faschisten! Kampf der NPD/JN auch in Bad Hersfeld!" Die NPD/JN hat für diesen Tag in der osthessischen Stadt eine Demonstration unter dem Motto "Gegen Ausländerkriminalität - Arbeit zuerst für Deutsche" angemeldet. Geplanter Start um 11 Uhr am Bahnhof. Gegen diese Aktion mobilisiert ein breites Bündnis vom DGB, den Grünen bis zu "unabhängigen Antifas aus der Region" zur Demonstration. Treffpunkt 11 Uhr am Landratsamt 

Leisnig. "Die Menschenrechte wahren - Neonazis den Nährboden entziehen!" Unter diesem Motto rufen Antifa-, PDS-, und BDA-Gruppen zur antifaschistischen Demonstration auf. Leisnig im Landkreis Döbeln "ist in den letzten Jahren zu einem Zentrum organisierter Plattformen aus dem rechten Spektrum geworden", schreiben die OrganisatorInnen. Da die Stadt Leisnig das Problem des Neofaschismus seit 1990 nicht in den Griff kriege, soll die Aktion auf das Problem der faschistischen Szene und die anderen rassistischen Mißstände aufmerksam machen: "Lassen wir die Faschisten nach dieser Demonstration mit ihrer Unsicherheit zurück!" Beginn: 15 Uhr ab Bahnhof Leisnig. Nach dem Saalfelder Vorbild reagierten die Rechtsradikalen auch in Leisnig: Für denselben Tag hat Frank Schwerdt, Berliner Nazikader und Mitglied im NPD-Bundesvorstand, einen Naziaufmarsch gegen "roten Terror" angemeldet. 

Klötze. Das Magdeburger Antifa-Plenum ruft zu einer Kundgebung gegen einen von der Kameradschaft Klötze geplanten Aufmarsch "Klötzer gegen Drogen" auf. Die rund 20köpfige Kameradschaft Klötze wird sowohl von Steffen Hupka, dem jetzigen NPD-Landesvorsitzenden Sachsen-Anhalts und ehemaligen NF-Kader, und dem FAP-Kader Thorsten Heise betreut. Bahnhof Klötze 11 Uhr. 

Berlin. "Provinzparty - Tanzen für Magdeburg". Soli-Party für die Magdeburger AntifaschistInnen. Ab 21 Uhr Infos zur Situation in Sachsen-Anhalt, ab 23 Uhr Konzert mit der Band Milch und Blut, außerdem Tombola, Cocktails und Quiz, im Ex, Gneisenaustraße 2a 

Montag, 6. April 

Berlin. "1937 - Jahr des Terrors", Veranstaltung der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) - Sektion der Vierten Internationale zu "60 Jahre seit den Moskauer Prozessen" mit dem russischen Historiker Wadim S. Rogowin. Beginn 18 Uhr, Humboldt-Universität 

Dienstag, 7. April 

Berlin. "Die Lumpenlüge von Humana". Roland Walter vom Sektenarchiv der Umweltbibliothek Berlin informiert darüber, wie unter dem Second-Hand-Deckmäntelchen der Entwicklungshilfe hohe Profite mit Altkleidern gemacht werden. Beginn 19.30 Uhr im Infoladen Baobab, Christburger Straße 3 

Berlin. "Stalin verfolgt deutschen Antifaschisten", Veranstaltung der PSG. Das ehemalige KPD-Mitglied Nathan Steinberger berichtet aus eigener Erfahrung über das Schicksal deutscher Emigranten in der SU Beginn 18 Uhr, Humboldt-Universität 

Mittwoch, 8. April 

Berlin. "Ursachen und Folgen der Moskauer Prozesse", Veranstaltung der PSG (s.o.), 18 Uhr, Humboldt-Uni 


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