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NachrichtenZum Geburtstag Den bislang umfangreichsten Dokumentarfilm über Bertolt Brecht zeigt arte in den nächsten Tagen unter dem pädagogischen Titel "Denken heißt Verändern". Zu sehen sind unter anderem bislang unentdeckte filmische Dokumente aus verschiedenen Archiven und auch unbekannte Privataufnahmen aus Brechts eigenem filmischen Nachlaß. Die üblichen Zeitzeugen kommen zu Wort, Dokumente, Manuskripte und Ausschnitte aus den großen Inszenierungen werden in die Kamera gehalten. Jeweils um 23.15 Uhr berichtet Joachim Lang am 4. und 11. Februar über Brechts Leben und Werk, am 18. Februar dann Christina Brecht-Benze (weder verwandt noch verschwägert) über den Umgang mit dem Stückeschreiber von seinem Tod 1956 bis heute. Eine leicht gekürzte Fassung ist in der ARD am 5. und am 13. Februar, jeweils 23.00 Uhr, zu sehen. SW 3 hängt am 11. und 16. Februar noch zwei Folgen "Erinnerungen von Zeitzeugen" (wiederum von Joachim Lang) dran. "Alles, was Brecht ist", wie die Fernsehleute jetzt sagen. Jäger und Sammler Unter Androhung einer "sehr hohen Geldstrafe" hat der Chef des Suhrkamp-Verlages, Siegfried Unseld, dem österreichischen Residenz-Verlag verboten, die fünf autobiographischen Werke des verstorbenen Thomas Bernhard als Sammelband herauszubringen. Der Residenz-Verlag hatte die Sammelausgabe, die wesentlich kostengünstiger gewesen wäre als die dtv-Ausgabe, für März unter dem Titel "Neunzehn Jahre" angekündigt. Bernhards Nachlaßverwalter Unseld begründete seinen Schritt mit dem Wunsch des Verstorbenen, der sich gegen Sammelausgaben ausgesprochen haben soll. Der Residenz-Verlag erklärte hingegen: "Als Nachlaßverwalter sollte er eigentlich an der Verbreitung von Bernhards Werken interessiert sein." Brot und Kasten Als im Frühjahr 1994 der Hersteller des C-64 Konkurs anmelden mußte, ging gleich eine ganze Computer-Ära zu Ende. Ungefähr 20 Millionen hatte Commodore International, 1954 als Reparaturservice für Schreibmaschinen von Jack Tamiel gegründet, von dem nur 1300 Mark teuren legendären "Brotkasten" mit dem für damalige Verhältnisse riesigen Speicher von 64 K seit 1982 verkauft. Experten hatten damals schon vor der Dominanz des Unternehmens auf dem Computermarkt gewarnt. Doch die firmeneigene Kombination aus Mißmanagement, Überheblichkeit und schlechtem Marketing führte zum raschen Niedergang von Commodore, nur noch mit dem Modell Amiga wurde ein kleinerer Erfolg erreicht, der allerdings nicht mit dem des Vorgängermodells zu vergleichen war. Vergessen wurde der Brotkasten von seinen treuen Fans, für die er in der Regel der erste Computer war, jedoch nicht: Im Internet gibt es z.B. Webpages, auf denen traurige User ihre schönsten Erinnerungen an den C-64 veröffentlichen, findige Nostalgiker haben Programme entworfen, die C-64-Oberflächen auch für den Mac simulieren, und selbst auf dem Zeitschriftenmarkt halten sich die Brotkasten-Fanzines hartnäckig. Aber nun ist der C-64 beinahe wieder da, jedenfalls in Einzelteilen: Die Firma CMD stellt die alte Hardware wieder her, neue Spiele werden angeboten, ebenso wie zahlreiche Erweiterungen, unter anderem kann der gute alte Kasten mit einem CD-Rom-Laufwerk oder einer Festplatte (der Speicher des C 64 befand sich in der Tastatur) aufgemotzt werden. Selbst ins Internet kann der Commodore nun gehen - Webseiten lesen schafft er allerdings nur offline. Wo bin ich "Imadoku - Wo bist Du?" heißt ein neuer Service, der ab Mai von der japanischen Telekom-Gesellschaft NTT angeboten werden soll. Die Handy-Nummer des Gesuchten wird, kombiniert mit einer NTT-Nummer, von einem Faxgerät aus angewählt, kurze Zeit später wird ein Stadtplan zurückgefaxt, auf dem der Aufenthaltsort der Person eingezeichnet ist. NTT erklärte, dieser Service sei nicht nur für ängstliche Eltern und eifersüchtige Partner gedacht, sondern auch für Unternehmen, die ihre Außendienstmitarbeiter kontrollieren wollen. Ein weiteres NTT-Projekt soll sich an Verirrte richten, die, Besitz eines Handys mit Faxanschluß vorausgesetzt, feststellen können, wo sie sich gerade befinden und welche Geschäfte und Einrichtungen in unmittelbarer Nähe zu finden sind. In Tokio, so begründete NTT, die weltweit größte Telekom-Gesellschaft, das Angebot, haben die Straßen kaum Namen, die Gebiete sind statt dessen numeriert, Ortsfremde finden sich nur schwer zurecht. Aber auch in Europa könnte der Service interessant sein, die Berliner Kulturbox ließ sich von NTT das System jetzt vorführen, das sich für Stadtfremde, so ein Sprecher, besonders gut eigne.
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