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Nr. 52/2002 - 18. Dezember 2002
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Es ist nicht gerade schön, was unseren KollegInnen in der Bundesrepublik momentan so widerfährt. So wurde in der vorigen Woche die vollständige Auflage der Antifa-Zeitschrift Phase 2 vom bayerischen Zoll konfisziert. Was bis Redaktionsschluss darüber bekannt wurde, lesen Sie auf der Seite 10.

Und auch in Hamburg geht die Repression linker Journalisten weiter. Vor kurzem wurden bereits zwei Redakteure des Radios Freies Sender Kombinat (FSK) während einer Sendung verhaftet, in der sie gerade live von einer Demonstration im Schanzenviertel berichteten. (Jungle World, 51/02) Nun erreichte uns die Kunde, dass Ähnliches am vergangenen Samstag noch einmal passierte.

Das FSK hatte zu einem öffentlichen Radiohören in der Hamburger Innenstadt aufgerufen, an dem ungefähr 500 Leute teilnahmen. Dabei wurde wieder ein Radioreporter von der Polizei verhaftet. Der Kollege vom Querfunk Karlsruhe hatte für das FSK und den Querfunk vom Protest berichtet. Obwohl er sich als Journalist zu erkennen gab, wurde er in Gewahrsam genommen. Erst nach einer guten Stunde wurde er wieder freigelassen.

Auch viele als weihnachtliche Engel verkleidete Gegner des rechten Senats wurden an diesem Nachmittag festgenommen. Deshalb sei auch an dieser Stelle noch einmal an die Demonstration in Hamburg am kommenden Samstag erinnert. Ab 12 Uhr soll vom S-Bahnhof Sternschanze aus demonstriert werden. Das Motto lautet: »Die Regierung stürzen - Gegen Rechtspopulismus, Ausgrenzung und Vertreibung. Den Widerstand in die City tragen«.

In Berlin wurden dagegen in der vorigen Woche immerhin zwei Polizisten verurteilt, die im November des Jahres 2000 einen japanischen Journalisten am Rande einer Kundgebung der NPD verprügelt hatten. (Seite 11) Seltsame Zeiten, in denen so eine Nachricht die gute zum Schluss ist.



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