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Nr. 48/2002 - 20. November 2002
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Eine Familie, die in der Sammelunterkunft für Asylbewerber im niedersächsischen Syke untergebracht ist, hat am 13. November gegen die baulichen und hygienischen Zustände in der Waldstraße 69 protestiert. Feuchte Wände und Fußböden veranlassten die Familie dazu, ihre Möbel auf die Straße zu stellen und draußen zu schlafen. »Alles ist feucht hier und das stinkt«, sagte Lata Aradinovic dem Weser-Kurier. Trotz wiederholter Beschwerden war die Stadtverwaltung nicht auf die Forderung der Familie nach einem anderen Quartier eingegangen. Am Abend des 12. November brannte in Baiersbronn-Obertal (Baden-Württemberg) ein Gebäude, in dem Asylbewerber untergebracht werden sollen. Nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten fürchten die vorwiegend in der Tourismusbranche tätigen Dorfbewohner, der Ruf des Schwarzwaldkurortes könne wegen einer Asylbewerberunterkunft leiden. »Viele finden, dass das einem heilklimatischen Kurort nicht gut tut«, sagte ein Obertaler. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres brannte in Baiersbronn ein Gebäude, das für die Unterbringung von Asylbewerbern vorgesehen war. Der Polizei liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse über einen Brandanschlag vor. Nach einer tödlichen Messerattacke nahm die Polizei in Mannheim (Rheinland-Pfalz) am 12. November einen Tatverdächtigen fest. Dem Mann wird vorgeworfen, zwei 35jährige Bosnier mit einem Messer angegriffen zu haben. Einer der beiden Bosnier kam dabei ums Leben. Die beiden Opfer des Angriffs wurden in der Nacht zum 11. November in der Stadt aufgefunden. Die Polizei vermutet einen Streit als Anlass der Tat. Jedoch sollen die Männer zufällig aneinander geraten sein. Am 11. November teilte die Polizeidirektion in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) mit, dass am Wochenende zuvor an mehreren Orten der Region antisemitische Spruchbänder entdeckt worden seien. Auf dem jüdischen Friedhof in Ueckermünde sei ein Transparent gefunden worden, dass zum Kampf gegen die »jüdische Weltbolschewisierung« aufforderte. Bei Torgelow habe ein Transparent mit der Aufschrift gehangen: »Erwehrt Euch der jüdischen Weltpest!« Das jüdische Denkmal in Löcknitz sei mit der Parole geschändet worden: »Stoppt das Finanzjudentum!«. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizei in Oranienburg (Brandenburg) erklärte, hätten vier Jugendliche aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ein Hakenkreuz in ein Besucherbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen geschmiert. Einer der Jugendlichen habe einen Aufnäher einer verfassungswidrigen Organisation an seiner Jacke getragen. Das Besucherbuch lag in der Baracke 38 aus, die 1992 bei einem Brandanschlag teilweise zerstört worden war. In der Gemeinde Höchst i. Odw. (Hessen) wurden in der vergangenen Woche Flugblätter mit antisemitischem Inhalt verteilt. Unterzeichnet war das Papier: »Nationaler Widerstand Unterzent«. sw



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