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Nr. 46/2002 - 6. November 2002
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Alles wird besser, weil ...

... bald jeder seinen eigenen Roboter hat. Und zwar von Dr. Robot Inc. Die Firma aus dem kanadischen Markham hat in der letzten Woche den ersten erschwinglichen zweibeinigen Haushaltsroboter vorgestellt. Er soll weniger als 2 000 Euro kosten, Anfang des nächsten Jahres lieferbar sein und mit seinem Herrchen sprechen, Kinder hüten, Zahnarzttermine vereinbaren und bald auch den Staubsauger bedienen können.

Manche werden sich fragen, was sie mit so einem Gerät anfangen sollen. Ganz falsch gedacht. Es geht nicht darum, ob Sie persönlich lieber selbst Staub saugen. Wenn sich diese Technik durchsetzt, wären die gesellschaftlichen Auswirkungen immens. Z.B. müsste niemand mehr illegale Einwandererinnen als Putzfrauen ausbeuten. Die freigesetzten Billigjobber hätten das Zeug zum revolutionären Subjekt. Und das Recht auf ein menschenwürdiges Dasein, unabhängig von der Lohnarbeit, wäre unabweisbar. All die lästigen Tätigkeiten, die den Alltag beschwerlich machen, Putzen, Wäschewaschen, Aufräumen, alles könnten Roboter erledigen. Für die Menschen bliebe Zeit für wirklich menschenwürdige Beschäftigungen wie Essen, Lesen, Vögeln, Angeln, Musikhören ...

Allein, die Menschen scheinen wieder mal nicht reif für die Revolution. Schon bei der Entwicklung des Roboters musste der Chefingenieur Haipeng Xie Kompromisse machen. Es wäre viel einfacher gewesen, sagt er, eine Maschine mit sechs Beinen zu bauen, aber die Menschen wollen von etwas bedient werden, das wenigstens ansatzweise menschlich aussieht. Und statt des Rechts auf Faulheit werden sie das Recht auf Putzjobs fordern. Aber vielleicht lässt sich da ja noch was umprogrammieren.

ferdinand muggenthaler



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