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Nr. 41/2002 - 02. Oktober 2002
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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. Zuschriften bitte an: briefe@jungle-world.com


Jungle World, 40/02: »Titel«

Schroib!

Dass Schröder auch zu stoppen ist, und nicht nur Stoiber, fällt Euch ja früh ein. Die »Stoib«-Aufkleber-Kampagne der Jungle World hat objektiv ihren Anteil am Erhalt der angeblichen Rot-Grün-Regierung, angeführt vom Genossen der Bosse.

jens remark



Jungle World, 39/02: »So viel Friede war noch nie«

Deutscher Weg

In Alfred Sohn-Rethels Aufzeichnungen zu »Industrie und Nationalsozialismus« gibt es das Kapitel »Von der Sozialdemokratie zum Nationalsozialismus«. Gewissermaßen ging es schon damals um die Frage, wer den »deutschen Weg« besser und effektiver zu gestalten vermochte. Diese Frage wird sich erneut stellen, sollte sich die von Stefan Wirner dokumentierte Drohung Gerhard Schröders bewahrheiten. Der parteipolitische Liberalismus dürfte sich in einen demokratischen und einen autoritär-antisemitischen Flügel aufspalten. Siehe den Zerfall der Deutschen Demokratischen Partei zu Beginn der dreißiger Jahre und die Gründung der Deutschen Staatspartei (DStP). Vertreter der DStP formulierten das »Führerprinzip«, ehe es von den Nationalsozialisten in die Praxis umgesetzt wurde.

m. w. miller



Jungle World, 40/02: »Mitleid der Bratenaugen«

Keine Ironie

Arno Schmidt ist vor allem wegen der Landschaft und der Weite des Himmels nach Bargfeld gezogen. Da ist kaum verständlich, dass der Bau einer Putenmastanlage in der Nähe des Wohnhauses von Alice und Arno Schmidt ein »ironischer Kommentar« sein soll, wie Ihr Autor Jan Süselbeck behauptet.

karl-hermann gautzke



Jungle World, 38/02: »Kampf in den Köpfen«

Querfront

Der Autor verharmlost die Kalaschnikow etwas leichtfertig. Im Kalaschnikow-Forum schreiben Nazis, wie der bekannte Faschist Rouhs. Zudem druckte Kalaschnikow eine Werbung für die Zeitschrift wir-selbst ab. Reklame für das Schriftgut von Nazikriegsverbrechern wie Dönitz und Keitel hat ebenfalls dort Platz. Öffentlich zugängliche Publikationen der PDS-Abgeordneten Ulla Jelpke werden auf die Hauptseite gestellt, neben Artikeln von Pseudomarxisten wie Dieter Elken oder Heiner Karuscheit, die den Antisemitismus in Deutschland leugneten und sich auf die Seite von Möllemann schlugen. Ich, ein ehemaliger Autor des Organs, hatte immer eine andere Position, sprach mich stets gegen den Antisemitismus aus und verteidigte das Existenzrecht Israels. Auch die ehemalige Redakteurin Gudrun Eussener protestierte gegen die braune Soße. Nach meiner Meinung hätte man in dem Artikel andere angreifen sollen. Bei der Kalaschnikow hat man es mit einem strasseristisch-nazistischen Querfrontorgan zu tun, das als solches zu brandmarken ist.

max brym



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