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Nr. 38/2002 - 11. September 2002
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Im Web werden oft innovative Einfälle zum 11. September präsentiert, das virtuelle Kerzenanzünden für die Opfer (www.webshots.com/sp/peace_candle/) etwa oder die Sammlung der Titelseiten aller Zeitungen von diesem Tag (www.interactivepublishing.net/september/). Bloß der Konzern Springer muss diesen Eindruck zerstören. Unter der Überschrift »Wie Prominente den 11. September erlebten« sind auf der Internetseite www.bild.t-online am 30. August die Antworten der Befragten etwas durcheinandergeraten. Und so heißt es dort nach einem Klick auf die Berichterstattung zum 11. September:

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld (53): »Ich war in Helsinki, zu einem Staatsbesuch in Finnland. Sofort brach ich diesen Besuch ab und kehrte nach Berlin zurück. Ich war erschüttert - wie sicher alle.«

Schauspielerin Franka Potente (28): »Wir waren beim Spiel gegen Feyenoord Rotterdam. Ich saß gerade im Hotel und gab ein Interview. Man hat sofort das Gefühl bekommen, nicht mehr sicher zu sein.«

Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (60, CSU): »Ich war selbst in den USA. Ich wurde nach der ersten Flugzeugattacke von einem Freund angerufen und habe dann wenige Sekunden später den zweiten Anschlag im TV verfolgt. Es war ein Schock, ich habe geweint.«

Kanzler Gerhard Schröder (58, SPD): »Ich war am Nachmittag des 11. September zufällig in Berlin. In der Bayerischen Landesvertretung sah ich im Fernsehen die entsetzlichen Bilder aus New York.«

Backunternehmer Heiner Kamps (47): »Ich gab damals gerade in meinem Büro im Thomas-Dehler-Haus ein Zeitungsinterview. Ein Mitarbeiter stürzte herein. Wir schalteten CNN ein.«

Designerin Jette Joop (34): »Am 11. September 2001 war ich auf einer internationalen Tagung in Peking. Ich erfuhr von dem Anschlag während eines Gesprächs mit dem früheren US-Sicherheitsberater Brzezinsky.«

Altkanzler Helmut Kohl (72, CDU): »Ich schrieb gerade meine Rede für das grüne Sommerfest. Dann die entsetzliche Nachricht. Das Fest haben wir sofort abgesagt. Meine Lehre aus dem 11. September: Lasst uns für eine gerechtere Globalisierung kämpfen.«

elke wittich



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