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Nr. 33/2002 - 07. August 2002
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Die inoffizielle kleine Geburtstagsfeier ist vorbei, das Bier alle, der Rausch ausgeschlafen. Nun ist die Jungle World fünf Jahre alt, auch wenn die große Party noch bevorsteht. Wir haben die Geschenke ausgepackt, z.B. den Black Bush Whiskey aus Irland, die Glückwünsche entgegengenommen, alle Huldigungen und Schmähreden gelesen, uns gefreut und die Stirn gerunzelt. Jetzt rätseln wir und diskutieren uns die Köpfe heiß, ob unsere Zeitung der »schillernde Paradiesvogel im marxistischen Blätterwald«, das »Zentralorgan der linken Jugendszene« oder eine »Bleiwüste, aufgelockert mit je einem Schwarzweißbildchen pro Seite« ist. Das alles hat zumindest die taz behauptet.

Wie wichtig uns die Kritik ist, haben ja einige RedakteurInnen in der Jubelausgabe erklärt. Erste Konsequenzen wurden bereits gezogen. Natürlich wollten wir diese Woche eigentlich berichten, was 18- bis 28jährige PoliteinsteigerInnen über Gregor Gysi und seinen Rücktritt denken bzw. zu denken haben. Wir wollten wie immer irgendwelche AutorInnen die Seiten vollschreiben lassen und briefmarkengroße Bildchen von Gysi dazupacken. Er hatte uns bereits ein Passfoto zugeschickt, auf dem seine Frisur ein bisschen punkig ausssieht, weil er wusste, dass das unsere Berichterstattung enorm zu seinen Gunsten beeinflussen würde.

Aber dann haben wir doch alles anders gemacht. Renommierte Starautoren wurden beauftragt, ganz neue, exklusive Details über die Hintergründe des Rücktritts zu einem lustvollen Artikel zu komponieren. Dem stellten wir messerscharfe Analysen zur Seite. Über die Bilder haben wir auch noch mal nachgedacht. Nur konnten wir leider wegen logistischer Probleme nicht alle halbseitigen Gysi-Fotos per Hand kolorieren. Nicht traurig sein, falls Sie die Seiten 8 und 9 in schwarzweiß vor sich sehen. Bestaunen Sie die Jungle World ihres Nachbarn, der vielleicht mehr Glück hatte als Sie.

Und auf den Thema-Seiten beschäftigen wir uns mit der militanten Gruppierung 17. November, wurde ja allerhöchste Zeit, wie uns die taz zu Recht ermahnte. Unser Griechenlandkorrespondent musste sich ganz schön ins Zeug legen. Die Ansprüche steigen und steigen. Den vorläufigen Höhepunkt unserer kontinuierlichen Produktverbesserung finden Sie auf den Thema-Seiten 6 und 7. Die Vertazung schreitet fröhlich voran.



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