Gedichtet VII
Der Nikolaus
Jedes Jahr zur selben Stunde
dreht der Niklaus seine Runde
schaut - die Rute in der Hand -
auch auf unser deutsches Land.
Draus' vom Walde kommt er her
und es erschüttert ihn gar sehr.
Schaut er die Regierung an,
wütet er, der heilge Mann:
»Mit Arbeit und Wirtschaft wird es öder,
doch der tut nix, dieser Schröder!«
Und so dröhnt es durch die Lüfte:
»Schröder-Gerd komm aus der Hüfte!«
Dieser doch mit schlaffer Hand
liegt wie Mehltau überm Land,
schröpft, das ist ja ungeheuer,
die Menschen mit erhöhter Steuer.
Allein drei Steuern im nächsten Jahr
peitscht er hoch wie ein Barbar.
Ob die Menschen ächzen, stöhnen,
sie müssen Schröder Steuern löhnen. (...)
So resümiert der heilge Wächter:
»Mit Schröder wird ja alles schlechter!
Jedermann hat jetzt gecheckt,
der lebt ja nur vom Show-Effekt. (...)«
Ja, so sprach der Nikolaus
und packt sogleich die Rute aus.
Rot-Grün hat mich genug verdrossen,
mit denen hab ich abgeschlossen.
So sieht's der heilge Klaus
und schaut dabei nicht glücklich aus:
»Der Schröder hat 'ne Chance gehabt
doch das hat wirklich nicht geklappt.
Ein echter Staatsmann muss was tun,
darf nicht auf den Lorbeern ruhn.
Und so regiert ab nächstes Jahr
die Union, das ist doch klar.
Denn Merkel, Stoiber und dem Merz
liegen die Menschen echt am Herz.
Denen wünsch ich alles Gute
und Rot-Grün bekommt die Rute.«
Wer klug ist, wählt wie Nikolaus,
die CDU macht mehr daraus.
Denn sie wird nebst anderen Sachen
gemeinsam mehr aus Deutschland machen.
laurenz meyer