31. Oktober 2001, Ausgabe 45/2001

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Die Taliban behaupten, mit den Anthrax-Briefen nichts zu tun zu haben. Man wisse ja nicht mal, was das überhaupt sein soll, dieses komische Anthrax. Sehr komisch, das geht uns genauso, und trotzdem haben wir damit zu tun, weil irgendwelche Idioten dieses Zeug verschicken und damit eine riesige Postparanoia auslösen und das schöne unschuldige Medium Brief wahrscheinlich für alle Zeiten diskreditieren ...

Kreuzworträtsel


Faruq Tariq, Generalsekretär der Labour Party Pakistan
»Die Islamisten haben freie Hand«
Die Pakistanische Armee und die Islamisten sind natürliche Verbündete, meint Faruq Tariq. Eine Chance, das Militärregime durch Straßenproteste zu stürzen, hätten die Islamisten nicht. Doch ihre Demonstrationen werden, anders als säkulare Proteste, geduldet. Die nichtreligiöse Antikriegsbewegung müsse sich auch gegen das Taliban-Regime und die pakistanische Oligarchie wenden.


Die Folgen der Anschläge auf die USA
Schwärzer als schwarz. Von Felix Klopotek


Innere Sicherheit in Europa
Politik ist Terror. Von Danièle Weber
Ermittlungen ins Blaue. Von Uwe R. Samoah
Große und kleine Brüder. Von Ivo Bozic


Sicherheit und Atomkraft
Sicher ist nur das Kraftwerk. Von Bert Danne

Verhaftung eines Mitglieds der Kaplan-Gruppe in Frankfurt
Schläfer des Kaplans. Von Pascal Beucker
Harun Aydin saß schon im Flugzeug, als ihn der Bundesgrenzschutz verhaftete. Die Beamten hatten verdächtige Materialien im Gepäck des Mannes gefunden: CDs für Gotteskrieger, Tarnkleidung und eine Sturmmaske. Aydin ist den Fahndungsbehörden nicht unbekannt. Er ist ein führendes Mitglied des »Kalifatstaates« von Metin Kaplan. Die islamistische Vereinigung soll Kontakte zu Ussama bin Laden haben.

Schäuble zeigt Schreiber an
Danke, Danckert. Von Markus Bickel

Politische Konzepte der CDU/CSU
Konservativ mit Herz. Von Paul Wellsow


Absturz rechtsextremer Parteien bei den Wahlen in Berlin
Zu junge Kameraden. Von Heike Kleffner

Deutsches Haus


Bosnien: Selbstmordanschläge auf Sfor-Camps vereitelt
Ein Bosnier namens Laden. Von Martin Schwarz

Tschechien: Sorgen um Aktivitäten des irakischen Geheimdienstes
Senden für Saddam. Von Kerstin Eschrich

Nordirland: Waffenabgabe der IRA
Trimbles Stunde. Von Benjamin Dierks

Niederlande: Anti-Kriegs-Proteste
Brood en Bommen. Von Udo van Lengen
Vor dem Konsulat in Amsterdam regnet es Brot von Himmel. Mit spektakulären Aktionen macht derzeit die niederländische Antikriegsbewegung auf sich aufmerksam. Doch während einige linke Gruppen gegen den imperialistischen Krieg der USA protestieren, warnen andere vor einem plumpen Antiamerikanismus und dem faschistischen Potenzial des Islamismus.


Terror, Thesen, Temperamente
McDjihad als Kulturkonzern. Von Udo Wolter
Das Außen wird zum innen. Von Katja Dieffenbach

Die Debatte um die Anschläge in den USA und den US-Militäreinsatz in Afghanistan geht weiter. Udo Wolter untersucht das ideologische Potenzial des Terrorkonzerns al-Qaida. Katja Diefenbach kritisiert den Ausbau des Kontrollregimes.


Krieg in Afghanistan
Hungrige Wölfe im Hinterhalt. Von Jörn Schulz
Der Bombenkrieg hat nicht zu der von den USA erhofften Spaltung des Taliban-Regimes geführt. Die oppositionelle Nordallianz kann keine bedeutenden Erfolge vorweisen, bei einem Vormarsch ihrer Truppen fürchten viele Afghanen einen neuen Bürgerkrieg. Und auch mit ihren pakistanischen Verbündeten haben die USA Probleme.

Kolumbien: USA gegen Guerillas
Taliban im Caguán. Von Dario Azzellini

Anti-Terror-Kampagne der USA
Freunde mit Tradition. Von Thomas von der Osten-Sacken

Ägypten: Umgang mit Islamisten
Die Karawane kehrt zurück. Von Arian Fariborz

US-Feindschaft in Lateinamerika
Ladens Latin Lovers. Von Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger


Welche Partei ist überflüssig?
Fragen! Antworten?


Die Schlüsseltechnologie der Kontrollgesellschaft
Anst essen Seele auf. Von Tom Holert

Kino: »Passwort Swordfish«
Mittendrin statt nur dabei. Von Jan Diestelmeyer
Einsatzbefehl für Hollywood: Auch nach dem 11. September muss es Actionfilme aus der Traumfabrik geben. Ein erster mit John Travolta ist nun am Start. »Passwort Swordfish« nimmt die Zuschauer mit in die Katastrophe. In Superzeitlupe fliegen wir mit der Kamera durch eine Explosion. Eintauchen in das Ereignis - mit diesem Verfahren könnte das Big-Loud-Action Movie trotz seiner Stumpfheit für Verunsicherung sorgen.

Buch: Stewart O'Nans »Das Glück der anderen«
Vom Du-Erzähler zum Ich-Leser. Von Leo Gärtner


Retrospektive des syrischen Films in Leipzig
Repression und Depression. Von Stefan Pethke


Hexenserien im TV
Das N-Waffen-Abkommen. Von Bettina Klix
Sie sind weiblich, weiß und jung und treten als Ehefrauen, Teenager oder Twens auf. Sie dürfen sich bei ihrer Lieblingstätigkeit nicht erwischen lassen, weder von der Mutter noch vom FBI. Ihre natürlichen Feinde sind reaktionäre Vizedirektoren oder Cheerleader. Seit Pompeji werden sie regelmäßig überprüft. Die Hexen kommen. Auf dem Bildschirm.


Ewald Lienen, Bilanz einer Karriere
Zettels Albtraum. Von Martin Krauß

Reiseverweigerung von Fußballern
Nicht nach Israel. Von Daniel Goldstein


 


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