2. Oktober 2001, Ausgabe 41/2001

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Nanu, wird sich der geneigte Leser fragen, was ist denn jetzt schon wieder los? Noch eine Katastrophe? Schon wieder ein Anschlag? Oder warum kommt die Jungle World in dieser Woche einen Tag früher? (...)

Kreuzworträtsel


Jürgen Grässlin, Sprecher der DFG-VK, über Militärschläge der Nato
»Kriege werden bewusst inszeniert«
Die USA treten das Völkerrecht mit Füßen, behauptet der Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft, Jürgen Grässlin, weil sie Ussama bin Laden verfolgten, ohne Beweise für seine Schuld vorzulegen. Schon in Hiroshima und während des Kampfes der Roten Armee gegen Hitler habe man gesehen, dass die Opfer immer unschuldige Zivilisten sind. Jetzt sei Besonnenheit gefragt. »Care-Pakete statt Raketen«, müsse das Motto lauten.


Die Folgen der Anschläge auf die USA
Das Böse ist nicht das Böse. Von Gerhard Scheit


Warten auf den Krieg
Odyssee der Unerwünschten. Von Thomas Uwer
Waiting For the Marines. Von Jörn Schulz


Rasterfahndung trifft ausländische Studenten
Kalter Herbst auf dem Campus. Von Hito Steyerl
Die Rasterfahndung nach radikalen Islamisten an den deutschen Universitäten hat begonnen. Auf der Suche nach den »Schläfern« werden jene Kriterien angewendet, die noch vor kurzem einen Green Card-Ausländer kennzeichneten. Dabei geraten auch Migranten ins Visier, die einst vor den Islamisten geflohen sind.

Die deutsche Linke und die Anschläge, Teil II
Zweiter Erster Weltkrieg. Von Valentin Reichel

Scharping verärgert die Grünen
Wir dürfen nicht wegsehen. Von Peter Parker

Das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr
Unsere Besten. Von Peter Kleinert


Krise der extremen Rechten in Hamburg
Ab ins Nirwana. Von Andreas Speit

Deutsches Haus


Mazedonien: Operation »Amber Fox« unter deutscher Führung
Volle Deckung. Von Martin Schwarz

Nordirland: Karfreitagsabkommen vor dem Scheitern
Guns For Pigs. Von Benjamin Dierks
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die nordirische Selbstverwaltung sechs Wochen Zeit bekommen, um einen neuen Ersten Minister zu wählen. Doch der Graben zwischen den Loyalisten und den Republikanern im Regionalparlament wird tiefer, eine Einigung ist nicht in Sicht. In Nordbelfast eskalieren indessen gewalttätige Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten.

Kriegsverbrecher in Kroatien
Kritische Dokumente. Von Martin Schwarz

Polen: Sozialdemokraten gewinnen die Parlamentswahl
Marias größter Sieg. Von Lutz Eichler

Italien: Demonstration in Neapel
Dissens zeigen. Von Dario Azzellini

Europa will den USA beistehen
Flexible Response. Von Danièle Weber


Subtropen, Supplement #6/10

Das Universale auf die politische Bühne bringen Judith Butler | Anti-Amerikanismus von rechts Andreas Fanizadeh | Misere der Kritik Cornelia Eichhorn | Staatsterror | Brisas de Madre Diego Gómez | KanakAttack: Rebellion der Minderheiten Feridun Zaimoglu | Träum, so viel du willst Nanni Balestrini


Israel: Ein Jahr nach dem Beginn der Al-Aqsa-Intifada
Bombe am Ende des Tunnels. Von André Anchuelo

USA: Uneinigkeit über Militäreinsatz
Powell vs. Wolfowitz. Von Tim Blömeke
Ein großer Schlag oder lieber viele kleine? Die politische Elite der USA ist sich nicht einig, wie sie den »Krieg gegen den Terror« führen soll. Die Hardliner im Pentagon bevorzugen umfangreiche Militäraktionen, während Außenminister Powell seine neue Allianz zusammenhalten will.

Der Westen und der Iran
Wer wird Terrorist? Von Wahied Wahdathagh

Nicaraguanische Flüchtlinge in Costa Rica
Weg von Alemán. Von Gaston Kirsche


Videoüberwachung im Alltag
Bitte lächeln! Von Fabian Sänger

Welche Farbe soll das Brandenburger Tor haben?
Tor au lait. Von Regina Stötzel


Musik: »Schafott zum Fahrstuhl« von den Goldenen Zitronen
Raus aus wo oder rein worin. Von Jörg Sundermeier
Da markiert jemand den Abschied von den Illusionen und haut der Partygesellschaft eins aufs Dach. Ist es Peter Scholl-Latour? Nein, es sind die Goldenen Zitronen. Ihre neue CD »Schafott zum Fahrstuhl« hat viele Vorzüge und enthält die schönen Zeilen: »Wat solln die Nazis raus aus Deutschland, wat hät denn des für a Sinn - die Nazis könne doch net naus, denn hier gehörn se hin.«

Politisches Buch: Slavoj Zizeks »Die Tücke des Subjekts«
Einstürzende Phantasmen. Von Sebastian Weber
Auch wenn es bei Slavoj Zizek heißt: »Um die politische Ökonomie geht es, Dummkopf«, kommt sie nur am Rande vor. Zentral bleibt das Drama der bürgerlichen Subjektivität, und das letzte Wort behält nicht Marx, sondern Lacan. Trotzdem weiß der Leser am Ende des Buches, dass es wichtig ist, weiterhin auf dem Antagonismus zu bestehen, aber nicht genau, warum.

Film: Ken Loachs »Bread and Roses«
Brot und Staubsauger. Von Beate Willms und Jürgen Kiontke

Philosophie: Zum 400. Geburtstag von Baltasar Gracián
Barock für Manager. Von Anselm Jappe und Maria Teresa Ricci


Boomtown München
Die Hungrigen und die Satten. Von Rudolf Sturmberger


Frankreich diskutiert über die Anschläge
Die Teilzeit-Amerikaner. Von Bernhard Schmid


Die Tennisspielerin Anna Kournikowa
Schöner schmettern. Von Elke Wittich


Was hätte Flaubert getan? IX
Von OL

Lilli & Poldi
Nr. 263 Von Naatz (der)


 


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