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Nr. 17/2001 - 18. April 2001
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Zwei Männer haben am 8. April in Potsdam (Brandenburg) einen pakistanischen Wirt bedroht und mit rassistischen Parolen beleidigt. Der Pakistani wehrte sich und verletzte dabei einen der Angreifer mit einem Messer am Arm. Mehrere Polizisten überwältigten den Pakistani und nahmen ihn fest. Am 9. April prügelten vier junge Männer einen 19jährigen Afrikaner in Erfurt (Thüringen) krankenhausreif. Einer der Angreifer schlug dem 19jährigen aus Sierra Leone mit einer Gaspistole auf den Kopf. Ein zweiter Mann konnte den rechten Schlägern entkommen. Bei ihrer Festnahme griffen die vier Männer die Polizisten an. Sie gehörten zu einer 14köpfigen Gruppe von Frauen und Männern aus der rechten Szene, die ebenfalls festgenommen wurden. Wie die Frankfurter Rundschau am 9. April berichtete, wird am Flughafen in Frankfurt a.M. (Hessen) immer mehr Reisenden aus Süd-und Mittelamerika die Einreise nach Deutschland verweigert. 3 633 Menschen, größtenteils aus Kolumbien und Ecuador, wurden 2 000 im Transitbereich des Flughafens interniert und mit dem nächsten Flugzeug zurückgeschickt, weil sie zu wenig Geld für einen Aufenthalt in Deutschland besaßen oder keine Hotelbuchung vorweisen konnten. Der Bundesgrenzschutz (BGS) hat letztes Jahr in Frankfurt eine 18köpfige Arbeitsgruppe gegründet, die ausschließlich für die Überprüfung von Fluggästen aus Süd- und Mittelamerika zuständig ist. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl rechtsextremer und fremdenfeindlicher Straftaten im letzten Jahr dramatisch angestiegen. Laut Verfassungsschutzbericht, der am 11. April vorgestellt wurde, erhöhte sich die Zahl um 74,1 Prozent auf 2 223 Fälle. Die Zahl der Gewalttaten stieg um 76 Prozent auf 128 Fälle. Die meisten Straftaten wurden kurz nach dem Sprengstoffanschlag auf einen Düsseldorfer S-Bahnhof am 27. Juni 2000 verübt. Bei dem noch immer ungeklärten Verbrechen wurden zehn jüdische Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das Landgericht in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) verurteilte am 12. April einen 25- und einen 30jährigen wegen des Überfalls auf ausländische Fahrgäste in einer Rostocker S-Bahn zu zwölf beziehungsweise 16 Monaten Haft. Eine 18jährige muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Die Verurteilten hatten im September 2000 zusammen mit sieben weiteren rechten Schlägern sechs Iraker und Türken durch Schläge und Tritte erheblich verletzt.

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