Bauer. Pause
Gabi Bauer. Populäre Moderatorin der ARD-»Tagesthemen«. Sie wird die Sendung Presseberichten zufolge demnächst verlassen. Die beliebte Nachfolgerin der unbeliebten Sabine Christiansen war ein Fan der Pause. Ein Wort, mal ein kurzer Satz, dann mal wieder Pause machen und dem Zuschauer freundlich zugrinsen. Diesmal wird's etwas länger dauern. Bauer, die im Juli Zwillinge erwartet, macht nämlich Babypause und kehrt danach nicht zu den »Tagesthemen« zurück. Dort sucht man inzwischen händeringend nach einer Nachfolgerin.
Geschlechtsumwandlung für Beamte
Amerika: Land der Widersprüche. Clinton ist eigentlich noch Präsident, kabeln Informanten herüber, seine Popularität ist ungebrochen, obwohl er von einem Skandal in den nächsten spaziert. Gewählt ist dagegen George W. Bush, der mit Richard Ashcroft einen christlichen Fundamentalisten zum Justizminister berufen hat, der das Recht auf Abtreibung und die staatliche Förderung von Minderheiten genauso strikt ablehnt, wie er die Todesstrafe befürwortet. Nun gab die Stadt San Francisco bekannt, dass Angestellte des Öffentlichen Dienstes sich Geschlechtsumwandlungen aus der Stadtkasse bezahlen lassen können. Die dazu notwendigen Operationen sollen künftig aus der städtischen Krankenversicherung gedeckt werden. Damit ist San Francisco die erste Kommune, die Geschlechtsumwandlungen finanziell unterstützt.
Napster versus Duet
Lange war an dieser Stelle nichts mehr über Napster und MP-3-Dateien zu lesen, obwohl sich die Ereignisse wie immer überstürzten. Doch nachdem Bertelsmann Napster gekauft hat und die Musiktauschbörse demnächst eine Gebühr kosten soll und sich Vivendi und Sony, die beiden großen Bertelsmann-Konkurrenten auf dem Musikmarkt, zusammengetan haben, um mit Duet eine Konkurenz zu Napster ins Netz zu bringen, geben wir folgendes zu bedenken: Die technische Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Damit sich diese kommerziellen Tauschbörsen lohnen, werden Leute bezahlen müssen. Damit sie bezahlen, werden die Musikstücke irgendwie verschlüsselt werden müssen, sonst bezahlt niemand. Und das hat bisher noch nie geklappt, sagen wir mal, klug geworden aus der historischen Erfahrung. Andy Müller-Maguhn findet das auch. Der Sprecher des Chaos Computer Club sagt: »Technisch ist das Blödsinn.« Schließlich habe das Kopieren von Software auch nicht verhindert werden können. Ein Song müsse trotz aller Sicherungsmaßnahmen irgendwo im System unverschlüsselt vorliegen, denn sonst könne man ihn nicht anhören. Wenn er da herumliege, dann komme man auch an ihn ran.
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