21. Februar 2001, Ausgabe 09/2001

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Wenn ein Jungle World-Redakteur sich auf einer Party als solcher vorstellt, um sich in der Bewunderung der Gäste zu sonnen, dann heißt es zumeist: »Dschangel was? (...)


Naomi Klein, Autorin von »No Logo«
»Hipness heißt Angst haben«
Das moderne Subjekt traut spießigen Gewissheiten nicht mehr und geht lieber shoppen als in die Kirche. Der Kick des distinguierten Konsums erneuert die Individualität des einkaufenden Subjekts. Naomi Klein erklärt, was man dagegen machen kann, was De-branding ist und wie der Kampf gegen den Glamour der Markenwaren funktioniert.


Ein Jahr Widerstand gegen die blau-schwarze Regierung in Wien
Who killed Ostarrichi? Von Ljubomir Bratic


Landwirtschaftliche Gentechnologie und Prozesse gegen José Bové
Schmeißfliegen über Montpellier. Von Bernhard Schmid
See You Later, Terminator. Von Werner Rätz


Gentechnologie in Deutschland
Das Gen ist die Botschaft. Von Stephan Geene

Neue Volkszählung geplant
Daten auf Raten. Von Ivo Bozic.
Der Staat will heimlich zählen. Nach den Massenprotesten gegen die letzte Volkszählung sollen diesmal Daten zwischen Ämtern abgeglichen werden. Denn Bürger lügen, Behörden nicht. Ein Gesetzentwurf liegt bereits dem Bundesrat vor. Und Einwohnermeldeamt, Bundesanstalt für Arbeit und Gebäudeeigentümer warten schon auf den Tag, an dem sie ihre Datensätze tauschen werden.

Urteil im Opec-Prozess
Hauptsache RZ. Von Christoph Villinger

Repressionsversuch in Leipzig
Bermuda-Dreieck Ost. Von Andreas Zieger


Ein halbes Jahr nach dem Blood & Honour-Verbot
Rechtsrock für alle. Von Heike Kleffner

Deutsches Haus


Großbritannien für verschärftes Asylrecht
Von Fritz lernen. Von Alex Veit
Die britische Regierung gesellt sich zu den asylpolitischen Hardlinern in der EU. Wenn es nach Innenminister Jack Straw geht, werden künftig Asylanträge nur noch im Herkunftsland gestellt, in Krisengebieten entstehen Internierungslager und die Bahnstrecke Paris-Dover wird schärfer kontrolliert.

Kroatien: Ehemaliger General auf der Flucht
Auf Nummer sicher. Von Martin Schwarz

Anschläge im Kosovo
Aufstand der Randständigen. Von Markus Bickel

Spanien: Ein Jahr nach dem Pogrom von El Ejido
Leere Versprechen. Von Gaston Kirsche


Die Erlösung der Nation II
Die Konstruktion von Gemeinschaft durch die Abwehr eines imaginierten internationalen jüdischen Kollektivs ist eine in der Entschädigungsdebatte wieder aktualisierte deutsche Tradition. Norman Finkelstein dient dabei als Kronzeuge und erfüllt ein altes Muster antisemitischer Propaganda. Von Lars Rensmann



Nach den Wahlen in Israel

Aufrüsten und mürbe machen. Von André Anchuelo
Gewehre und Granaten statt Steine - die »zweite Intifada« ist ein Zermürbungskrieg. Doch derzeit scheint eher die palästinensische Seite mürbe zu werden. Arafats Macht verfällt, Sharon dagegen ist bei der Regierungsbildung erfolgreicher, als vor den Wahlen vermutet wurde.

Bushs Antrittsbesuch in Mexiko
Die Tex-Mex-Connection. Von Tim Blömeke

Anschlag in Israel
Tradition statt Revolution. Von Thomas v. der Osten-Sacken

Chinas Einfluss in Afrika
Umweg nach Westen. Von Martin Stolk

Machtkampf auf den Philippinen
Comeback der Trapos. Von Dorothy Guerrero


Philipp Oswalts »Berlin - Stadt ohne Form«
Bauen in Instant City. Von Maria Benning

Alternative Lebensformen
Affären zum Gähnen. Von Frank Lorentz


Kulturkampf der Spontis in Frankfurt am Main
Punk kam nicht bis Stalingrad. Von Klaus Walter

Kino: Berlinale
Wie man stirbt. Von Axel Grumbach und Elke Wittich
Vor der »Hannibal«-Vorführung gibt es Rangeleien. In mehreren Filmen werden mörderische Reality-TV-Szenarien vorgestellt. Obwohl die meisten wirklichen Menschen ganz bescheiden im Bett sterben. Auch darüber gibt es einen Film. »Wit« erzählt vom Sterben einer an Krebs erkrankten Literaturprofessorin.

Kino: Zanzibar Film Festival
Miss Smith wird nicht vermisst. Von Annette Weber


Das Scheitern des IWF im Senegal
Arbeiten und nicht an die Schulden denken. Von Lars Wisotzki


Migranten im deutschen Fernsehen
Der ganz große Coup. Von Heike Runge
Der erste türkische Kommissar auf RTL, der erste türkisch-arabische Comedy-Star auf Sat.1. Ausländer kommen nicht mehr nur in der »Tagesschau« oder in Sozialreportagen vor, sondern auch in der Unterhaltung. Den Anfang machte die »Lindenstraße«: Es gab eine polnische Friseuse, einen Junggesellen aus Vietnam, einen italienischen Pizzabäcker. Und die griechischce Familie Sarikakis; sie aber wollte vor allem heim. Erst im »Marienhof« durften sich die Kinder der Migranten den praktischen Fragen des Lebens in Deutschland zuwenden.

»TV Total« als Zeitschrift
Das Raab-Syndrom. Von Jürgen Kiontke


Der italienische Boxer Tiberio Mitri ist tot
Wie ein müder Stier. Von Martin Krauß

Überwachung bei Olympia
Salt Lake Stasi. Von Dirk Franke


Working Class Hero Spezial
Nürnberger Kindl. Von Jürgen Kiontke

Ein Denkmal für die Exekutive III
Marmor und Eisen. Von Peter Pompino

Öde Ödeme I Aknemittel.
Von Ivo Bozic


 


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