14. Februar 2001, Ausgabe 08/2001

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Also, lieber Leser, so geht es ja nicht. Neulich haben wir dich beobachtet. Zufällig sahen wir dich in der S-Bahn in Berlin. Du hattest eine graue New Energy-Winterjacke an und einen Strubbelkopf. Am Ostbahnhof bist du in eine andere S-Bahn umgestiegen. Aber bis dahin hast du die Jungle gelesen ...

Kreuzworträtsel


Ercan Kanar, Rechtsanwalt, zur Situation in türkischen Gefängnissen
»Die Radikalen sollen beseitigt werden«
Nachrichtensperre, Massenfestnahmen, Todesschüsse. Die Regierung in Ankara geht mit allen Mitteln gegen den Hungerstreik der politischen Gefangenen vor. Für die Linke ist es der schwerste Rückschlag seit dem Militärputsch vor zwanzig Jahren, sagt Ercan Kanar, ein ehemaliger Vorsitzender des Menschenrechtsvereins in Istanbul.


Ein Jahr Widerstand gegen die blau-schwarze Regierung in Wien
Für Proteste ohne Pathos. Von Ari Joskowicz


Norman Finkelstein und die Deutschen
Alle Fenster offen. Von Anton Landgraf
Autorität für Antiautoritäre.Von Alfred Schobert


Rassismus in Sachsen
Sensibilisiertes Völkchen. Von Kerstin Eschrich und Stefan Wirner

Neues Betriebsverfassungsgesetz
Die Riester-Rolle. Von Mag Wompel

Keine Ermittlungen wegen Regierungskriminalität
Tatort Kanzleramt. Von Markus Bickel

Deutsche Untersuchungen argentinischer Verbrechen
Von nix gewusst. Von Boris Kanzleiter
Unter der Diktatur folterten und mordeten sie. Nun will das Berliner Justizministerium argentinische Armeeangehörige zur Rechenschaft ziehen, die während der Militärherrschaft deutsche Staatsbürger verschwinden ließen.


Guben will antirassistisches Mahnmal entsorgen
Stein des Anstoßes. Von Korinna Klasen

Deutsches Haus


Spannungen zwischen Ungarn und der EU
Wunderbare Freunde. Von Martin Schwarz

Proteste in Österreich
Scheitern mit Stil. Von Hito Steyerl

Militarisierung der EU
Muskulöse Operationen. Von Lucien Maigret

Neue Rechtspartei in Polen
Revolte der ewigen Zweiten. Von Lutz Eichler
Dem Papst halten sie die Treue, aber vom Sozialstaat und von der stalinistischen Vergangenheit Polens wollen sie nichts wissen. Mit der Gründung der Bürgerplattform, in der sich die neoliberalen Transformationsgewinner sammeln, löst sich die polnische Rechte von der Gewerkschaftsbewegung Solidarnos´c´.


Die Erlösung der Nation I
Fast alle antisemitischen Stereotype tauchen in der deutschen Debatte um die Entschädigung der Zwangsarbeiter wieder auf. Juden werden als geldgierige, rachsüchtige Verfolger imaginiert, um die Erinnerung abzuwehren und die ungebrochene Identifikation mit der Nation der Täter zu ermöglichen. Von Lars Rensmann



Unruhen in Indonesien

Feuer und Flamme für Wahid. Von Jörn Schulz
Als dem Präsidenten Wahid die Amtsenthebung drohte, reagierten seine Anhänger mit militanten Protesten. Vom Machtkampf zwischen Wahid und seinen Gegnern im Parlament profitieren die Generäle des Ex-Diktators Suharto. Sie geben sich jetzt als Hüter der Verfassung.

Wahlen in Israel
Arafat sei Dank. Von Thomas Uwer
Auf ein Neues. Von Stefan Vogt

Zehn Jahre Irak-Embargo
Saddams Horrorshow. Von Sabine Küper-Basgöl

USA: Stromkrise an der Westküste
Californian Nights. Von Dirk Franke


Streit ums ICC
Bausünde ohne Signalwirkung. Von Jörg Sundermeier


Ausstellung: »Der (im-)perfekte Mensch«
Die Erfindung des Normalen. Von Jürgen Kiontke

Kino: Die 51. Berlinale
Schlangen auf der Bärenjagd. Von Holger Heiland

Musik: »No Angels«
Gecastete Engel. Von Heike Blümner


Politisches Buch: Naomi Kleins »No Logo«
Wie man Marken zu Sand macht. Von Jochen Becker
Die brutalen Arbeitsbedingungen in den Sweatshops, die von den USamerikanischen Gewerkschaften in den zwanziger Jahren erfolgreich bekämpft wurden, kehren im globalisierten Süden wieder. In Sonderwirtschaftszonen produzieren kaum bezahlte Arbeiterinnen die Markenklamotten für die Konsumenten im Norden. Oder nähen den »Girls Rule-«Schriftzug auf die T-Shirts. In ihrem Buch »No Logo« propagiert die kanadische Autorin Naomi Klein den glamourösen Widerstand gegen McJobs und Sweatshops. Motto: enjoy & destroy.


Journalisten bei der Bundeswehr
Im nächsten Krieg wird alles besser. Von Sven Hillenkamp


Kubas bester Boxer verlässt den Ring
Kampflos unglücklich. Von Knut Henkel
Jahrelang hat der kubanische Boxer Félix Savón im Ring für sich und den Sozialismus gekämpft. Jetzt sind die Hände kaputt, jüngere Boxer haben ihn schon geschlagen und der Verband will ihn nicht mehr. Knockout in der letzten Runde.


Sitten und Gebräuche XI
Ganslhaut. Von Martin Schwarz

Ein Denkmal für die Exekutive II
Bullen in Bronze. Von Torsten Schulz

Der letzte Linke Student X
Sammelt Informationen! Von Jörg Sundermeier


 


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