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Nr. 06/2001 - 31. Januar 2001
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Am 25. Januar wurde eine malaysische Frau in einem Schuppen in ihrem Garten in Schildow (Brandenburg) gefesselt und geknebelt aufgefunden. Der ermittelnde Staatsanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), hat eine Zuwanderungsquote für die Hauptstadt gefordert. »Wir wollen die Eliten aus aller Welt hier haben«, sagte Diepgen vorige Woche. Es gehe aber nicht darum, »die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger« weiter zu erhöhen, Berlin müsse »zum eigenen Nutzen« Zuwanderer in die Stadt holen. Zwei Skinheads haben in der Nacht zum 22. Januar ein Asylbewerberheim in Bad Aibling (Bayern) überfallen. Die beiden Männer im Alter von 21 und 25 Jahren versuchten, mit einem Messer auf einen Mann einzustechen, der den Angriff aber abwehren konnte. Die beiden Angreifer wurden in ihren Wohnungen festgenommen, wo auch CDs mit rechten Texten sichergestellt wurden. Deutsche und polnische Grenzschützer haben in der letzten Woche bei Podelzig (Brandenburg) die Einreise von neun Russen verhindert und zwei polnische Fluchthelfer festgenommen. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen, die Russen, darunter vier Kinder, nach Polen zurückgebracht. Der Gedenkstein für den in Guben (Brandenburg) zu Tode gehetzten Algerier Omar Ben Noui soll verlegt werden. Der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung sprach sich vorige Woche für einen »würdigen Standort« aus, die Entscheidung darüber soll jedoch erst im Februar gefällt werden. Einige Stadträte hatten dafür plädiert, den Gedenkstein im Rathaus aufzustellen. Drei der vier rechten Täter, die nach Weihnachten in Guben einen asiatisch aussehenden Deutschen verprügelt haben, sind wieder auf freiem Fuß. Im Prozess um die Ermordung eines Obdachlosen im Ostseebad Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) hat einer der wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagten Tatverdächtigen den Überfall vom Juli vergangenen Jahres gestanden. Der Angeklagte sagte, er habe zwar nicht mit so schweren Verletzungen gerechnet, dass der Mann sterben würde, im Prinzip aber sei es ihm egal gewesen, was mit dem Opfer geschehe. In Hessen sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Asylbewerber registriert worden als 1999. Wie das Regierungspräsidium Darmstadt letzte Woche mitteilte, stellten in Hessens zentraler Erstaufnahmeeinrichtung 5 704 Männer und Frauen einen Asylantrag. Das waren 1 215 oder 17,5 Prozent weniger als 1999. In Stuttgart (Baden-Württemberg) sind am vorletzten Wochenende zwei Ausländer angegriffen und geschlagen worden. Bereits am 19. Januar wurde ein 20 Jahre alter irakischer Asylbewerber von vier jungen Männern an einer Straßenbahnhaltestelle brutal zusammengeschlagen. Am Abend des 20. Januar bespuckte und schlug ein junger Deutscher einen 40 Jahre alten Inder. Unbekannte Täter haben am 18. Januar einen Elfjährigen in Lauchhammer (Brandenburg) krankenhausreif geschlagen. Der farbige Junge erlitt bei dem Überfall ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Polizei hat bei der Zwangsräumung eines Asylbewerberheimes in Radeberg (Sachsen) am 17. Januar 13 Ausländer wegen Widerstandes vorübergehend festgenommen.

mrb



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