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23. August 2000
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So geht's ja nicht: Erst gab es ein Sommerloch, aber keinen Sommer. Dann verschwand das Sommerloch, und der Sommer rückte doch noch ein - falls man die Tropen-Simulation mit ruckartigen Temperaturausschlägen und monsunartigen Einlagen jetzt, kurz vor Weihnachten, als Sommer bezeichnen kann. Jedenfalls hätte man sich nun ins Freibad legen können, aber stattdessen musste man im Schlick der Barentssee tauchen oder sich um die Nazis kümmern, die das Sommerloch gefüllt hatten.

Will wirklich niemand baden gehen? Doch! taz und Freitag kündigten an, genau das zu tun, falls die nächste Rettungsaktion erfolglos verlaufe. Aber keine Panik, noch gibt es ja Klopfzeichen. Und ein bisschen sehr laut klopfen & trommeln taz & friends, sie outen Nazis und nennen es Aktion Z. (siehe Seite 30). Besser wäre doch: Ruhe bewahren, flach hinlegen, vorsichtig atmen und bloß nicht zu viel Sauerstoff verbrauchen!

Was tun wir? Außer, uns keine Sorgen zu machen? Denn wir stehen ja richtig dicke da im dritten Jahr, sagt jedenfalls die Berliner Zeitung über uns (alle platt außer Jungle). Gut, dass man es mal schriftlich hat.

Allerdings, die Lage ändert sich täglich, insbesondere wenn es um den Lagebericht zur Popkritik geht. Kurzes Up-date: Schien es gestern noch so, als habe sich die Popkritik überlebt (Berliner Zeitung über Jungle World), kommt der Popredakteur heute mit ganz neuen Erkenntnissen aus Köln zurück. Das Zeitalter der conditio popana habe noch gar nicht begonnen (siehe Dschungel-Seiten 22/23), demnächst gehe es erst richtig los.

Und was kann man sonst noch tun diesen Sommer? Soll man die RZ gründen , die radikale Variante der Aktion Zivilcourage, soll man Rassisten bei der Polizei oder besser beim Wertkritiker anzeigen? »Ich melde einen Fall von verkürzter Kapitalismuskritik, Nazis prügeln Ausländer. Kann man eventuell nachschulen?«


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