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Ohne daß irgend jemand das Wort "Kanzlerkandidat" gebraucht hätte, ist seit Mitte "Kanzlerkandidat" gebrauchthätte, ist seit Mitte September klar, wer im Oktober nächsten Jahres für die SPD ins Rennen gehen wird. Zwei Papiere waren dazu nötig. Das eine heißt "Innovationen für Deutschland" und wurde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder formuliert und am 15. September als Leitantrag des 45köpfigen SPD-Vorstandes für den Parteitag im Dezember mit nur drei Gegenstimmen angenommen. Der Titel des Leitantrags ist nur der gekürzte Titel eines weiteren Papiers, das von Schröder selbst in Umlauf gebracht wurde: "Mit Mut und neuer Kraft für Innovationen und Wachstum in Deutschland". Beide Papiere vermitteln das Bild einer technizistischen Standortpolitik, die sich an bekannten Forderungen der Unternehmerverbände orientiert - der mittelständischen, aber auch der großindustriellen. Vom Gedanken einer Interessendivergenz zwischen Arbeit und Kapital verabschiedet sich die SPD mit dem Programmentwurf. |