Frau Plavsic hat Beschützer"Während des Krieges habe ich meine Befehle von Präsident Karadzÿic« erhalten, der zu dieser Zeit legitimer Präsident gewesen ist. Ich habe sie widerspruchslos ausgeführt, gemeinsam mit meinen Leuten, auch wenn ich bei der Ausführung dieser Befehle oft mein eigenes Leben und das Leben meiner Leute riskiert habe. Jetzt werde ich die Befehle der legitimen Präsidentin ausführen, die vom Volk gewählt wurde. Und das ist Biljana Plavsÿic«."Dragan Lukac«, Kommandant der sechsten Brigade für antiterroristische
Aktionen des Innenministeriums der Republika Srpska (Vreme, 12. Juli 1997)
Frau Pesic macht sich Sorgen"Eine Sezession Kosovos könnte zu einem neuen Krieg führen, und Kriege bringen, wie sich gezeigt hat, keine Ergebnisse. Es hat auch keinen Sinn, ein Referendum für das Kosovo auszuschreiben, weil man schon von vorneherein weiß, welche Resultate es haben würde. Das haben auch die bisherigen Referenden gezeigt, zum Beispiel jenes, das auf die Schnelle in Bosnien ausgeschrieben und durchgeführt wurde. Die internationale Politik muß ihre Standpunkte deutlich festlegen. Es muß klar sein, was man will: das Erhalten der neuentstandenen Staaten in den bestehenden Grenzen oder die Veränderung von Grenzen. Es geht nicht, daß man auf der einen Seite die bestehenden Grenzen schützt, auf der anderen jedoch neue schafft. Da alle neuenstandenen jugoslawischen Nachfolgestaaten in ihren Grenzen bewahrt worden sind, sehe ich keinen Grund, warum das nicht auch mit Serbien der Fall sein sollte. Eine mögliche Abtrennung des Kosovo würde auch die Integrität Mazedoniens in Frage stellen, an dessen Aufteilung vier Nachbarstaaten interessiert sind."Vesna Pesic«, serbische Oppositionsführerin (Vecernje
Novosti, 21. Juni 1997)
Herrn Tudjmans beste Freunde"Das Gespräch mündete in stürmische Gewässer, als ich Tudjman nach seiner oft zitierten Aussage im Wahlkampf fragte, nämlich daß er gesagt hätte, er sei froh, keine Jüdin und keine Serbin zur Frau zu haben. Daraufhin brach er in eine zehnminütige Verteidigung seines ethnischen Humanismus aus, die in der mit unbewegter Mine ausgesprochenen Behauptung gipfelte, daß einige seiner besten Freunde Serben seien."Warren Zimmermann, letzter US-Botschafter in Ex-Jugoslawien (Globus, 17. Januar 1997) |