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| Eine Kasse – und das funktioniert? | |
| Entscheidungen treffen ohne ChefIn und Abstimmungen? | |
| Geht im Kollektiv nix oder alles schief? | |
| Die Kleinfamilie – Hort des letzten Glücks oder Beziehungssackgasse? |
Wir haben zwar keine fertigen Antworten, aber mittlerweile viele Erfahrungen
im kommunitären Miteinander gesammelt und richten uns mit diesem Seminar an
Leute, die Anregungen für ihre eigene weitere Lebensgestaltung suchen und Lust
haben, sich mit alternativen Lebensformen auseinander zusetzen.
Termin: 30.4.-2.5.2010
Information & Anmeldung:
Tagungs- und Begegnungshaus Niederkaufungen, Kirchweg 1, D-34260 Kaufungen
Tel.: (0 56 05) 80 07 30, Fax 80 07 40
E-Mail: tagungshaus(a)t-online.de
www.kommune-niederkaufungen.de
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In angespannten Konfliktsituationen konstruktiv im Gespräch zu bleiben und aufrichtig und gelassen zu reagieren, ist für viele Menschen ein wichtiges Ziel. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – entwickelt von Marshall Rosenberg – ist ein sehr wirksamer Ansatz, genau dies zu lernen. Sie fördert und entwickelt Fähigkeiten und Haltungen, die es ermöglichen:
| potenzielle Konflikte in friedliche Gespräche umzuwandeln; | |
| sich über Interessen und Bedürfnisse auszutauschen, ohne Abwehr und Feindseligkeiten; | |
| Kritik so zu äußern, dass sie nicht verletzt; | |
| Beziehungen zu gestalten, die auf Verständnis und Wertschätzung beruhen; | |
| Lösungen zu finden, bei denen möglichst die Bedürfnisse aller berücksichtigt werden. |
In der Kommune Niederkaufungen gibt es ein eigenes Kollektiv, das ganz verschiedene Veranstaltungen zur Gewaltfreien Kommunikation anbietet: Einführungs- und Vertiefungsseminare, Bildungsurlaube, Jahrestrainings, Tagungen, Beratung und Mediation. Die meisten davon finden in unserem Tagungshaus statt, wir kommen aber auch mit unseren Angeboten zu Euch.
Die nächsten Termine hier bei uns sind: 9.-14.3.:
Intensivseminar für Fortgeschrittene 18.-21.3. :
GFK und Gefängnisarbeit 27.4.-2.5.:
Vertiefungsseminar 9.-13.6.: GFK als kreativer
Prozess 18.-20.6. Einführungsseminar
Weitere Infos auf unserer Homepage: www.gewaltfrei-niederkaufungen.de
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In diesem Permakultur-Einführungsseminar legen wir einen Schwerpunkt auf das
Thema Lebensraumgestaltung, mit Blick auf die spezifischen Gegebenheiten
Schleswig-Holsteins und der Kommune Hof Rossee. Schutz vor Wind und neugierigen
Blicken sind dabei genauso erwünscht, wie ein Beitrag zur Selbstversorgung der
Kommune. Das Seminar beinhaltet sowohl eine allgemeine Einführung in
Hintergründe und Grundsätze der Permakultur und die Arbeit mit diesem
Gestaltungsansatz, als auch eine Vorstellung der Kommune Hof Rossee.
Termin: 12.-14.3.2010 Kommune Hof Rossee bei Kiel
Info: www.hof-rossee.de
www.permakultur-akademie.net
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Der BUKO33 wird vom 13.-16.5.2010 in Tübingen stattfinden und es haben sich zwei Schwerpunktideen herauskristallisiert:
1. Wir in Europa, die EU in der Welt:
Oder: Der innere und äußere Kolonialismus Europas. Das Wissen über die EU, über ihre Funktions- und Herrschaftsweise ist lückenhaft. Und das Verhältnis einer internationalistischen, herrschaftskritischen Linken zur EU ist unklar. Vielleicht weil wir die Utopie einer »postnationalen Konstellation«, eines Europas von unten in einer Welt von unten nicht weitergedacht haben?
Gibt es eine europäische Linke und welche Rolle spielt diese in Europa? Wie tragen wir zu Diskursen um Entwicklung, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Klimawandel usw. bei, die der EU zur Durchsetzung eigener Interessen nutzen? Um das herauszufinden, müssen wir zunächst in Erfahrung bringen, wie die EU im Rest der Welt, von den Bewegungen des globalen Südens, wahrgenommen wird, was dort an der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, der Entwicklungs-, Umwelt/ Klima- und Migrationspolitik kritisiert wird. 125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz bietet sich hierfür als Anlass an.
2. Commons, Allmende, Gemeingüter
– Gemeingüter, das kann vieles sein: Boden, Wasser, Luft, Wissen,
Geschichten, die Räume der Städte, die soziale Infrastruktur für Gesundheit,
Materielles und Immaterielles, sehr altes oder ganz neu geschaffenes. Wo liegt
überhaupt das emanzipatorische Potential einer DiskussionumGemeingüter? Wie
kann das neoliberale Dogma entzaubert werden, Wissen und Wohlstand entfalte sich
dort am besten, wo jeder frei vor sich hin programmiert? Viele Fragen – all
das wollen wir weiter gemeinsam diskutieren. Ein Einstieg in den
Vorbereitungsprozess ist jederzeit möglich und erwünscht.
Kontakt: mail(at)buko.info
Tel. (0 40) 39 31 56
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Letzten Februar in Winterthur, nächsten Mai in Biel: Zum zweiten Mal findet in der Schweiz die Libertäre Buchmesse statt. Nicht mehr im beschaulichen Osten des Landes, sondern mitten auf der deutschfranzösischen Sprachgrenze wird sie diesmal über die Bühne gehen. Und Bühne ist im wortwörtlichen Sinne gemeint: Am Wochenende vom 14. bis 16. Mai 2010 soll nicht nur wieder das Programm von Dutzenden anarchistischen Verlagen, Bibliotheken, Vertrieben und Organisationen zu bestaunen sein, sondern auch Platz geboten werden für zahlreiche kulturelle und politische Veranstaltungen an verschiedenen idyllischen Orten in der Stadt zwischen grünem Jura und blauem See.
Was letztes Mal in Winterthur erst angedacht werden konnte, soll nun in Biel
Realität werden: Eine vielsprachige Buchmesse als Treffpunkt von Anarchistinnen
und Anarchisten aus ganz Mitteleuropa, und, wer weiß, möglicherweise darüber
hinaus. Und damit noch nicht genug: Beinahe in den Stammlanden der legendären
Fédération Jurassienne gelegen, lebt auch heute noch in Biel die libertäre
Tradition fort: Trotz der lediglich 50.000 EinwohnerInnen gibt es hier besetzte
Häuser, ein autonomes Jugendzentrum mit mehr als vierzigjähriger Geschichte,
den »Chat Noir« als einer der ganz wenigen anarchistischen Infoläden in der
Schweiz, eine selbstverwaltete Gassenküche mit täglichen warmen Mahlzeiten,
eine autonome Druckerei... Darüber hinaus ist die Stadt dank ihrer günstigen
geographischen Lage schon seit langem beliebter Treffpunkt für Anarch@s aus dem
ganzen Land.
Info: www.buechermesse.ch
Vom 3. bis 5. September 2010 wird in Oberhausen im westlichen Ruhrgebiet die erste libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum stattfinden. Im größten europäischen Ballungsgebiet mit mehr als 8 Millionen Menschen im näheren Umkreis, werden drei Tage lang libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vorstellen und dafür sorgen, dass den BesucherInnen Hören und Sehen inmitten der globalen kapitalistischen Krise nicht vergeht. 2010 wird das Ruhrgebiet europäische Kulturhauptstadt sein. Die LiMesse sieht sich in diesem Rahmen als Teil einer widerständigen Kultur gegen die industriegesponserte Kommerz und Schönwetterkultur des offiziellen Kulturhauptstadtprojektes.
An der Schnittstelle zu den Niederlanden und Belgien und in einer Region mit traditionell vielfältigen Communities wird es auch Kostproben libertärer Literatur in verschiedenen anderen Sprachen geben. Während der LiMesse wird es eine Vielzahl von Lesungen und Buchvorstellungen durch die beteiligten Verlage geben. Darüber hinaus werden Medienprojekte ihre Arbeit in Bild und Ton vorstellen. Im Rahmen der Libertären Medienmesse wollen wir auch über die zunehmend prekären Arbeitsbedingungen und das PraktikantInnen- Unwesen bei den Medien-ArbeiterInnen sprechen und werden dafür Möglichkeiten zum Austausch und zur (Selbst-)Organisation in Kooperation mit der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft »Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union« (FAU) anbieten.
Für die vielen auswärtigen BesucherInnen geben wir Hilfestellung bei der Suche nach günstigen Unterkünften. Für Essen, Kaffee und Getränke auf dem Messegelände sorgen libertäre Kollektive aus diesem Bereich.
Die Libertäre Medienmesse ist ein Non- Profit-Projekt, das von verschiedenen
Gruppen in der Region organisiert wird. Zur Deckung der Unkosten werden wir von
den AusstellerInnen eine kleine Standgebühr erheben. Der Eintritt zur Messe
selbst ist frei.
Info: Erste libertäre Medienmesse: www.limesse.de
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Die Auswirkungen der Finanzkrise auf Frauen. Vortrag Gisela Notz zum
Internationalen Frauentag. Termin: 8. 3. 2010, 16 Uhr,
Trier
Anmeldung: Stephanie.Hepper(at)fes.de
Vortrag von Gisela Notz
Termin: 26.3.2010, Frauenzentrum
Weitere Informationen: fz(at)frauenzentrum-mainz.de
»Der Mann soll zum Kriege erzogen werden und das Weib zur Erholung des
Kriegers: alles andere ist Torheit« (Friedrich Nietzsche). Dahinter steht eine
Vorstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit die Teil der Kriegslogik ist. Wir
wollen den Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen in Friedens- und
Kriegszeiten von der Zeit des Nationalsozialismus bis heute nachgehen. Wir
arbeiten vormittags und wandern nachmittags, Filme bereichern das
Programm.
Mit Gisela Notz und Monika Jarosch
Termin: 14. bis 21.8.2010 Ort: Stiftung Salecina (Majola
Schweiz)
Information: info(at)salecina.ch
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Tagesseminar zur Einführung in die Kapitalismuskritik
Vor einer unbewohnten Bleibe haust ein Obdachloser: Guckt man sich genauer
um, stößt man auf einen Haufen Reichtum in dieser Gesellschaft. Und auf noch
viel mehr Armut. Wie kommt es, dass es so viele Produktionsmittel und Produkte
gibt und trotzdem Leute hungern? Sind daran gierige ManagerInnen schuld, einfach
das ungerechte System oder alle, weil alle viel zu viel konsumieren wollen? Wir
wollen mit euch diskutieren, was diese Ökonomie am Laufen hält und welche
Rolle Menschen und ihre Bedürfnisse darin spielen und warum das Problem kein
»Zuviel« ist – weder an Produkten, noch an Bedürfnissen. Wir hielten
übrigens auch dann nichts vom Kapitalismus, wenn die Armen reicher und die
Reichen armer wären.
Termin: 13.3.2010, Salzburg
2-Tagesseminar zu Liebe, Sex und Lohnarbeit – Sexismus und Sexualität unter bürgerlich-kapitalistischen Verhältnissen
Wollen Menschen Kinder bekommen oder nicht bekommen, so ist ein Bezug auf ihre geschlechtsspezifischen biologischen Eigenschaften notwendig. Sexualität dagegen ist eine spezifisch gesellschaftlich geprägte Sache. Und um letztere soll es auf unserem Seminar gehen: Um die Sexualität in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, um romantische Liebe, »Frigidität«, Ehe, Orgien, Haushalt, »Perversionen«, Lohnarbeit, Affären, Pornos, das Strafgesetzbuch und wie um diesen ganzen Bereich eine geschweifte Klammer gesetzt ist, welche sie zur »Sexualität« zusammenfasst. Eine Sphäre, in der das bürgerliche Individuumeine Identität sucht und vielleicht findet, in der Autonomie und Freiheit staatlich garantiert und reglementiert werden und der trotz rasanten Wandels immer noch eine Aura des Ursprünglich-Natürlichen anhaftet. Und deren Praxis sich auch in ihren liberalsten Formen sexistisch reproduziert.
Wer mit uns darüber diskutieren möchte, warum Menschen unter
kapitalistischen Produktionsbedingungen eine solche Sphäre der Sexualität zur
Bestätigung der eigenen Autonomie brauchen, wo die Grenzen zwischen
»Normalität« und »Perversion« gesetzt werden und was sie bedeuten, wie
Pornographie und postmoderne Körperfeindlichkeit zusammenhängen, wieso
Sexualität und Gewalt so oft verknüpft sind, ob Heterosexuell- Monogame die
herrschenden Verhältnisse affirmieren oder ob eine kritische Sexualität
möglich ist, sollte sich anmelden.
Termin: 6./7.3.2010, Bremen
Information & Anmeldung:
junge linke, Postfach 91 24 09 30424 Hannover
info(at)junge-linke.de
www.junge-linke.de
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Die NPD und andere Rechtsextreme nutzen bei ihrem »Kampf um die Köpfe« ein vielfältiges Medienangebot als Transportmittel für ihre Ideologie, darunter auch Comics. Comics sind ein wichtiges Mittel der rechtsextremen und rassistischen Propaganda, aber auch ein Medium der schulischen wie außerschulischen politischen Bildung, um Rechtsextremismus und rassistische Vorurteile zu entlarven und historisches Wissen zu vermitteln, wie etwa der berühmte »Maus«-Comic von Art Spiegelman eindrucksvoll gezeigt hat. Doch beschränkt sich ihr Einsatz aktuell auf wenige Fälle. Und für einige »Comics gegen Rechts« gilt: Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht.
Generell herrscht ein großer Mangel an Wissen über die
gesellschaftspolitische Bedeutung, über die Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten
von Comics. Zum ersten Mal greift nun eine internationale Fachtagung das Thema
in seiner Gesamtheit auf. Das Berliner »Archiv der Jugendkulturen« organisiert
vom 29. bis 31. März 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Boll die Tagung
»Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics«, bei der über 20
hochkarätige ExpertInnen referieren werden. Im interdisziplinären Rahmen
werden dort Inhalte, Funktionen, Mechanismen und Wirkungen von entsprechenden
Comics vorgestellt und diskutiert sowie modellhaft Möglichkeiten für die
Bearbeitung des Themas und den Einsatz entsprechender Comics in Schule und
politischer Bildung erarbeitet. Parallel ist die Wanderausstellung »Holocaust
im Comic « zu sehen. Die Tagung richtet sich u. a. an LehrerInnen,
ErzieherInnen und Mitglieder von Aus- und Fortbildungsinstitutionen,
MedienmitarbeiterInnen und andere MultiplikatorInnen, WissenschaftlerInnen und
Studierende.
Detaillierte Programminfos und Anmeldemöglichkeiten findet ihr auf www.jugendkulturen.de
unter »Termine/Veranstaltungen«.
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Die 7. LiMA – Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz« findet vom 11. bis 14. März 2010 in Berlin statt. Der jährlich in Berlin stattfindende Medienkongress bietet spannende Workshops für Starter, Fortgeschrittene und Experten – zum Weiterbilden, Diskutieren und Netzwerken.
In entspannter Atmosphäre direkt an der Spree teilen über 100 Dozenten und
Referenten in den Räumen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
ihr Wissen mit Medienmachern und -interessierten. Von Onlinejournalismus über
modernes Zeitungslayout und Schreibwerkstätten bis hin zur
Öffentlichkeitsarbeit widmen sich die Kurse allen Mediengattungen und
individuellen Zielgruppen.
Informationen: www.lima-akademie.de
Ohne das Web 2.0 geht in der Jugend- und in der Medienarbeit nicht mehr viel.
Deshalb bietet das Pressenetzwerk für Jugendthemen vom
16.-18. April 2010 in Berlin eine »Web 2.0 Werkstatt« an, die vor allem
(aber nicht nur) die Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Verbänden in der
Jugendarbeit beleben soll. Lektion 1 für alle EinsteigerInnen: Das Blog bietet
vieles, aber nicht alles. Was es kann und wo man seine Grenzen akzeptieren
sollte, das lernen die TeilnehmerInnen bei der PNJ Web 2.0-Werkstatt. Am Ende
des Seminarwochenendes gehen Sie mit einem ersten eigenen Testblog nach Hause.
Wir zeigen, welche Software gebraucht wird, wie man ein Weblog anlegt und womit
es gefüllt werden kann. Außerdem gibt’s Infos rund um Podcast, Sprechen
fürs Radio und vieles mehr.
Information & Anmeldung: Pressenetzwerk für
Jugendthemen e.V. (PNJ), Jörg Wild, Beethovenstr. 38a, D-53115 Bonn
Tel.: (02 28) 21 77 86, Fax: 21 39 84
buero(at)pressenetzwerk.de
www.pressenetzwerk.de
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Zwei Jahrzehnte ambivalenter gesellschaftlicher Entwicklung prägen die osteuropäischen Gesellschaften. Sie stehen einerseits für die Liberalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erlangung demokratischer Rechte sowie für den Beitritt zu Nato und Europäischer Union. Andererseits tragen sie Zeichen sozialer, politischer und kultureller Krisen. Diese ambivalenten Züge treten an den osteuropäischen Roma besonders deutlich hervor. Konnten zum einen menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards sowie Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden, so ist zum anderen ihre Lage in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Dieser gesellschaftliche Zustand hat seine Protagonisten und Nutznießer und erfährt öffentliche Rechtfertigung.
Hierbei handelt es sich keineswegs um ein osteuropäisches Phänomen. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 kam es in fast allen westeuropäischen Ländern zu öffentlicher Diffamierung von Roma seitens der Medien und Politik, die auch von rassistischen Übergriffen begleitet wurden. Länderübergreifend zeigen sich vergleichbare Vorurteils- und Diskriminierungsformen.
Was aber lässt Roma regelmäßig zum Ziel von Angriffen seitens der Mehrheitsbevölkerung werden? Erfüllen sie nur eine krisenbedingte Sündenbockfunktion oder handelt es sich um die zeiträumliche Kontinuität eines europaweiten »Antiziganismus«? In beiden Fällen ist nach den historischen wie aktuellen Grundlagen zu fragen. Wie tauglich ist die Beschreibung als europaweites Phänomen und lässt sich ein gemeinsamer Diskursraum von Ost und West empirisch belegen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Wie gestaltet sich vor diesem Hintergrund die soziale Realität, Verwaltungspraxis und Politik? Der Fokus des Workshops liegt auf Rumänien und der Lage rumänischer Roma.
Hierunter sind auch die Situation in westeuropäischen Ländern, der Umgang
mit Roma und der Diskurs darüber zu fassen. Gleichfalls willkommen sind
Beiträge, die der Gleichsetzung von »Rumänen « und »Roma« sowie deren
Rückkopplungen auf Rumänien nachgehen. Die Tagung wird veranstaltet vom
Zentrum für Antisemitismusforschung. Sie findet am 9. und
10. Juli 2010 in den Räumen der Technischen Universität Berlin statt.
Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch. Information: Zentrum für
Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin, TEL 9-1,
Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin
Tel. (0 30) 31 47 98 70
markus.end(at)zfa.kgw.tu-berlin.de
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Auch die herrschende Politik macht den Wandel des Klimas zum Thema. Sie bestreitet jedoch den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Produktions- und Lebensweise und den uns alle bedrohenden ökologischen Katastrophen. Während aber die Regierungskonferenzen tagen, macht die NATO schon Nägel mit Köpfen: die zu erwartenden Flüchtlingsströme aus neuen Dürrezonen oder Überschwemmungsgebieten werden als Gefahr für die Stabilität Europas betrachtet und sollen gegebenenfalls auch militärisch zurückgewiesen werden. Wie in einem Brennglas verdichten sich im Bereich der Ökologie die gesellschaftlichen Widersprüche auf internationaler Ebene: die Interessen der herrschenden Klasse widersprechen den Gattungsinteressen. Die unmittelbar ökologischen Folgen des Klimawandels erzeugen somit auch massive globale politisch-gesellschaftliche Folgen, denen man auch nur auf globaler Ebene begegnen kann. Es handelt sich um eine Herausforderung für einen neuen Internationalismus.
Das Ziel unserer Veranstaltung soll es sein, in der Kooperation von
verschiedenen linken, antikapitalistischen, sozialistischen, kommunistischen
Strömungen, Bewegungen und Parteien konkrete Forderungen und Strategien zu
entwickeln, um international gegen die fortgesetzte Zerstörung unserer
Lebensgrundlagen und die kapitalistische Aufrüstung, die mit Sozialabbau und
Überwachungsstaat einhergeht, vorzugehen. Wir wollen gemeinsam nach
Ansatzpunkten für eine internationale demokratische Zusammenarbeit suchen, wie
sie etwa in der Ökosozialistischen Erklärung von Belém vorausgesetzt wird.
Der technische Machbarkeitswahn der bürgerlichen Ideologen verkennt, dass es um
gesellschaftliche Verhältnisse geht, die es zu ändern gilt. Es ist
erforderlich, ein weltweites Forderungsprogramm aus den sozialen und
ökologischen Bewegungen, aus den Gewerkschaften und antikapitalistischen
Organisationen zu entwickeln. Die soziale Dimension der ökologischen Krise
erfordert eine internationale Solidarität von unten, um die kapitalistische
Globalisierung von oben zurückzudrängen. Diese Solidarität muss auf ein neues
Verhältnis von Ökonomie und Ökologie gerichtet sein, das allein mit dem Ende
der verantwortungslosen, auf blinder Profitlogik beruhenden kapitalistischen
Herrschaft über die Natur und die Menschen erreicht werden kann. Dazu gehört
ein neues Verständnis von Arbeit und Produktivität, welches das Verhältnis
von Arbeiten und Leben und die Wirkungen von Erwerbsarbeit auf Gesundheit und
Wohlbefinden der Menschen berücksichtigt. Wir steuern auf die nächste
ökologische Krise zu, aber was kann politisch getan werden, um nicht die
absehbare Katastrophe, sondern ein menschenwürdiges Leben im Einklang mit der
Natur anzusteuern?
Termin: 13.-14.3.2010, Kassel
Information & Anmeldung: SALZ e.V., Oberonstr. 21, 59067 Hamm
E-Mail: salzkreis(at)yahoo.de
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»Europa überrollt Afrikas Kleinbauern«
Ausstellung zu den geplanten Freihandelsabkommen (EPA‘s) zwischen der EU
und u.a. den Staaten Afrikas, die akut das Recht auf Nahrung afrikanischer
Kleinbauernfamilien bedrohen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen
Tomatenbauern aus Ghana und Milchbauern aus Sambia. Die Ausstellung ist bis 17.
April 2010 zu sehen, ab 14.3.2010, 16
Uhr
RegenbogenCafé, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin
Weitere Infos zur Kampagne gegen die EPA’s gibt
es unter: www.stopepa.de
»Geraubte Zukunft«:
Von der Kontrolle des Saatguts und der Zukunft unserer Lebensmittelproduktion
Bei der Veranstaltung wird der Film »Geraubte Zukunft« (2009, 45 min, engl.
mit dt. UT) und die europaweite Saatgut- Kampagne »Vielfalt säen – Zukunft
ernten « vorgestellt.
Termin: 17.3.2010, 19.30 Uhr
Galerie Zeitzone, Adalbertstr. 79, 10997 Berlin
Für mehr Informationen über die Kampagne siehe: www.saatgutkampagne.org
Filmvorführung:
»Alptraum im Fischerboot«
Afrikas Flüchtlinge und Europas Fischereipolitik: Die Reportage thematisiert
die Überfischung westafrikanischer Küstengewässer und Migrationströme nach
Europa.
Termin: 18.3.2010, 20 Uhr
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin
Mehr Informationen: www.inkota.de
Filmvorführung:
»Kein Brot für Öl – Palmöl in Kolumbien«
Ein Film über den Biospritboom in Kolumbien, der die Lage der Opfer von
Landvertreibung und Lebensmittelpreisexplosion deutlich macht. Anschließend
Vortrag der Regisseurin. Für den Film wurde die Regisseurin mit dem Medienpreis
der Deutschen Geographie und dem Medienpreis der Entwicklungspolitik
ausgezeichnet.
Termin: 25.3.2010, 20 Uhr
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin
Für mehr Informationen siehe: www.inkota.de
Schlafender Riese Afrika?
Rolle von Agrobusiness, Weltbank und Stiftungen. Die Veranstaltung beschreibt
die Gefahr einer neuen »Grünen Revolution «, die selbstbestimmte
Lösungsansätze für die Landwirtschaft in Afrika zu überrollen droht.
Termin: 26.3.2010, 19 Uhr
Mehringhof, Versammlungsraum, Aufgang 3, 1.Stock, Gneisenaustr. 2a, 10961
Berlin
Für mehr Informationen siehe: www.globespotting.de
Erst das Fressen, dann die Moral ...?
Ernährungsautonomie zwischen Krise, Utopien und Realität
Ein Austausch über Stadtgärten, kollektive Landwirtschaft und andere
Gegenentwürfe.
Termin: 29.3.2010, 19.30 Uhr
Cafe Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin
Filmvorführung: »Monsanto mit Gift und Genen«
Der Film enthüllt die krasse Einflussnahme des Konzerns auf Politik und
Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser
Essen.
Termin: 7.4.2010, 19 Uhr
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin
Buchvorstellung:
»Die Politik des Hungers« von Walden Bello
Bellos Buch fragt nach den Ursachen des Hungers und der Brotaufstände und
verortet sie v.a. in der Kapitalisierung der Landwirtschaft. Buchvorstellung und
Diskussion.
Termin: 9.4.2010, 20 Uhr
Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin
Mehr Informationen: www.assoziationa.de/vor/Politik_des_Hungers.htm
Weitere Informationen: www.globalelandwirtschaft.net/veranstaltungsreihe
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»Der Anarchismus ist veraltet und unterkomplex «, behaupten Staatsfreunde
gerne. Wir versuchen, die Bandbreite und Aktualität anarchistischer Ideen
anhand folgender Themen aufzuzeigen: Staatskritik, Medienkritik, Ökologie,
Perspektiven des Anarchismus und libertäre Philosophie. Termin:
26.3.2010, 19 Uhr
Info: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der
Demokratie, Greifswalder Str. 4, 2. Hof, Raum 1102, 10405 Berlin
E-Mail: DieFreien(at)BibliothekderFreien.de
www.BibliothekderFreien.de
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