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CONTRASTE im März 2010: Photovoltaikgenossenschaften - Energiewende mit Bürger-Energie · fairpla.net eG, Münster: Klimaschutzbrücken zwischen Arm und Reich - Internationale Genossenschaft für Klima, Energie & Entwicklung · Energiegenossenschaft Odenwald eG: Ausgeprägte Kooperation verschiedener Akteure als Erfolgsfaktor · Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Energie eG: Jedem Dorf seine Energie eG - ein Modell zur Vervielfältigung · Wärme-Strom-Gemeinschaft eG: Vom gemeinsamen Solarkraftwerk zur individuellen Energieversorgung - Energiegenossenschaftliche Ansätze weitergedacht +++ Tarifkonflikt eskaliert - Basisgewerkschaft: Verboten! +++ Jubiläums-Tour de Natur 2010: ... und kein bisschen leiser ... +++ Subversive Klangwelten: Murder. Songs from the dark side of the soul +++ Anarchismus 2.0: Wende und Ende der Bildungspolitik - Chancengleichheit als staatliches Dauerprogramm!? +++ Frankreich: 5. Kongress der "Sud-Rail" Bahngewerkschaften: Solidarische und libertäre Gesellschaftlichkeit leben +++ Netzwerk News: Wohnen, Würde, Widerstand - Gegen Zwangsumzüge +++ Roma in Südosteuropa - Ein Reisebericht aus Serbien: Land im Aufbruch in eine neue Zeit +++ Das besetzte Landgut "Kan Pasqual" in Barcelona: Der steile Weg zur Autonomie +++ Der Leipziger Umsonstladen: Gegen Wegwerfmentalität und für mehr Solidarität - Gratis einkaufen +++ Ticker Repression & Rechtsfälle +++ 10. Sozialforum in Porto Alegre: "Buen Vivir" - Gemeingüter für ein Gutes Leben · 5. Stuttgart Open Fair: Eine andere Welt ist möglich - auch in Stuttgart! +++ Stuttgart: Widerstand gegen Bahnprojekt - Montags-Demos der Zivilgesellschaft +++ Chiapas: Frauentreffen kündigte organisierten Widerstand gegen Machismo, Unterdrückung und kapitalistische Politik an - "Wir können viel vom Mut der Zapatistinnen lernen" · Buch-DVD Edition: "Das Recht glücklich zu sein - El derecho de ser feliz" +++ Buch- und Zeitschriftenbesprechungen: Soziale Bewegungen und ihr Protestrepertoire · Widersprüche in Bildern: 70 Jahre alpine Welt · Staat und Krise · Rechtspopulisten an der Macht · Gemeinschaften und Ökodörfer ·Nazi Pradise · Die Wahrheit sitzt im Backstage · Ein Tag im Gefängnis von Virginia +++ u.v.m.

Monatszeitung für Selbstorganisation

 

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Terminkalender

Tagungen, Seminare, Treffen...

ALTERNATIVE ÖKONOMIE

NIEDERKAUFUNGEN

Wir können auch anders! 
Leben in der Kommune

Die Kommune Niederkaufungen ist eine seit über 20 Jahren bestehende Lebensund Arbeitsgemeinschaft von derzeit etwa 75 Personen. An diesem Wochenende wird es um Fragen gehen wie:

Eine Kasse – und das funktioniert? 
Entscheidungen treffen ohne ChefIn und Abstimmungen? 
Geht im Kollektiv nix oder alles schief?
Die Kleinfamilie – Hort des letzten Glücks oder Beziehungssackgasse? 

Wir haben zwar keine fertigen Antworten, aber mittlerweile viele Erfahrungen im kommunitären Miteinander gesammelt und richten uns mit diesem Seminar an Leute, die Anregungen für ihre eigene weitere Lebensgestaltung suchen und Lust haben, sich mit alternativen Lebensformen auseinander zusetzen. 
Termin: 30.4.-2.5.2010
Information & Anmeldung: 

Tagungs- und Begegnungshaus Niederkaufungen, Kirchweg 1, D-34260 Kaufungen 
Tel.: (0 56 05) 80 07 30, Fax 80 07 40 
E-Mail: tagungshaus(a)t-online.de 
www.kommune-niederkaufungen.de

KOMMUNIKATION

Gewaltfreie Kommunikation

In angespannten Konfliktsituationen konstruktiv im Gespräch zu bleiben und aufrichtig und gelassen zu reagieren, ist für viele Menschen ein wichtiges Ziel. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – entwickelt von Marshall Rosenberg – ist ein sehr wirksamer Ansatz, genau dies zu lernen. Sie fördert und entwickelt Fähigkeiten und Haltungen, die es ermöglichen:

potenzielle Konflikte in friedliche Gespräche umzuwandeln; 
sich über Interessen und Bedürfnisse auszutauschen, ohne Abwehr und Feindseligkeiten; 
Kritik so zu äußern, dass sie nicht verletzt; 
Beziehungen zu gestalten, die auf Verständnis und Wertschätzung beruhen; 
Lösungen zu finden, bei denen möglichst die Bedürfnisse aller berücksichtigt werden.

In der Kommune Niederkaufungen gibt es ein eigenes Kollektiv, das ganz verschiedene Veranstaltungen zur Gewaltfreien Kommunikation anbietet: Einführungs- und Vertiefungsseminare, Bildungsurlaube, Jahrestrainings, Tagungen, Beratung und Mediation. Die meisten davon finden in unserem Tagungshaus statt, wir kommen aber auch mit unseren Angeboten zu Euch. 

Die nächsten Termine hier bei uns sind: 9.-14.3.: Intensivseminar für Fortgeschrittene 18.-21.3. : GFK und Gefängnisarbeit 27.4.-2.5.: Vertiefungsseminar 9.-13.6.: GFK als kreativer Prozess 18.-20.6. Einführungsseminar 
Weitere Infos auf unserer Homepage: www.gewaltfrei-niederkaufungen.de

PERMAKULTUR

Permakultur und Lebensraumgestaltung

In diesem Permakultur-Einführungsseminar legen wir einen Schwerpunkt auf das Thema Lebensraumgestaltung, mit Blick auf die spezifischen Gegebenheiten Schleswig-Holsteins und der Kommune Hof Rossee. Schutz vor Wind und neugierigen Blicken sind dabei genauso erwünscht, wie ein Beitrag zur Selbstversorgung der Kommune. Das Seminar beinhaltet sowohl eine allgemeine Einführung in Hintergründe und Grundsätze der Permakultur und die Arbeit mit diesem Gestaltungsansatz, als auch eine Vorstellung der Kommune Hof Rossee. 
Termin: 12.-14.3.2010 Kommune Hof Rossee bei Kiel 
Info: www.hof-rossee.de 
www.permakultur-akademie.net

BUKO

BUKO-Kongress

Der BUKO33 wird vom 13.-16.5.2010 in Tübingen stattfinden und es haben sich zwei Schwerpunktideen herauskristallisiert: 

1. Wir in Europa, die EU in der Welt:

Oder: Der innere und äußere Kolonialismus Europas. Das Wissen über die EU, über ihre Funktions- und Herrschaftsweise ist lückenhaft. Und das Verhältnis einer internationalistischen, herrschaftskritischen Linken zur EU ist unklar. Vielleicht weil wir die Utopie einer »postnationalen Konstellation«, eines Europas von unten in einer Welt von unten nicht weitergedacht haben?

Gibt es eine europäische Linke und welche Rolle spielt diese in Europa? Wie tragen wir zu Diskursen um Entwicklung, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Klimawandel usw. bei, die der EU zur Durchsetzung eigener Interessen nutzen? Um das herauszufinden, müssen wir zunächst in Erfahrung bringen, wie die EU im Rest der Welt, von den Bewegungen des globalen Südens, wahrgenommen wird, was dort an der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, der Entwicklungs-, Umwelt/ Klima- und Migrationspolitik kritisiert wird. 125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz bietet sich hierfür als Anlass an.

2. Commons, Allmende, Gemeingüter

– Gemeingüter, das kann vieles sein: Boden, Wasser, Luft, Wissen, Geschichten, die Räume der Städte, die soziale Infrastruktur für Gesundheit, Materielles und Immaterielles, sehr altes oder ganz neu geschaffenes. Wo liegt überhaupt das emanzipatorische Potential einer DiskussionumGemeingüter? Wie kann das neoliberale Dogma entzaubert werden, Wissen und Wohlstand entfalte sich dort am besten, wo jeder frei vor sich hin programmiert? Viele Fragen – all das wollen wir weiter gemeinsam diskutieren. Ein Einstieg in den Vorbereitungsprozess ist jederzeit möglich und erwünscht. 
Kontakt: mail(at)buko.info 
Tel. (0 40) 39 31 56

LIBERTÄRE BUCHMESSEN

Letzten Februar in Winterthur, nächsten Mai in Biel: Zum zweiten Mal findet in der Schweiz die Libertäre Buchmesse statt. Nicht mehr im beschaulichen Osten des Landes, sondern mitten auf der deutschfranzösischen Sprachgrenze wird sie diesmal über die Bühne gehen. Und Bühne ist im wortwörtlichen Sinne gemeint: Am Wochenende vom 14. bis 16. Mai 2010 soll nicht nur wieder das Programm von Dutzenden anarchistischen Verlagen, Bibliotheken, Vertrieben und Organisationen zu bestaunen sein, sondern auch Platz geboten werden für zahlreiche kulturelle und politische Veranstaltungen an verschiedenen idyllischen Orten in der Stadt zwischen grünem Jura und blauem See.

Was letztes Mal in Winterthur erst angedacht werden konnte, soll nun in Biel Realität werden: Eine vielsprachige Buchmesse als Treffpunkt von Anarchistinnen und Anarchisten aus ganz Mitteleuropa, und, wer weiß, möglicherweise darüber hinaus. Und damit noch nicht genug: Beinahe in den Stammlanden der legendären Fédération Jurassienne gelegen, lebt auch heute noch in Biel die libertäre Tradition fort: Trotz der lediglich 50.000 EinwohnerInnen gibt es hier besetzte Häuser, ein autonomes Jugendzentrum mit mehr als vierzigjähriger Geschichte, den »Chat Noir« als einer der ganz wenigen anarchistischen Infoläden in der Schweiz, eine selbstverwaltete Gassenküche mit täglichen warmen Mahlzeiten, eine autonome Druckerei... Darüber hinaus ist die Stadt dank ihrer günstigen geographischen Lage schon seit langem beliebter Treffpunkt für Anarch@s aus dem ganzen Land. 
Info: www.buechermesse.ch

LiMesse 

Vom 3. bis 5. September 2010 wird in Oberhausen im westlichen Ruhrgebiet die erste libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum stattfinden. Im größten europäischen Ballungsgebiet mit mehr als 8 Millionen Menschen im näheren Umkreis, werden drei Tage lang libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vorstellen und dafür sorgen, dass den BesucherInnen Hören und Sehen inmitten der globalen kapitalistischen Krise nicht vergeht. 2010 wird das Ruhrgebiet europäische Kulturhauptstadt sein. Die LiMesse sieht sich in diesem Rahmen als Teil einer widerständigen Kultur gegen die industriegesponserte Kommerz und Schönwetterkultur des offiziellen Kulturhauptstadtprojektes.

An der Schnittstelle zu den Niederlanden und Belgien und in einer Region mit traditionell vielfältigen Communities wird es auch Kostproben libertärer Literatur in verschiedenen anderen Sprachen geben. Während der LiMesse wird es eine Vielzahl von Lesungen und Buchvorstellungen durch die beteiligten Verlage geben. Darüber hinaus werden Medienprojekte ihre Arbeit in Bild und Ton vorstellen. Im Rahmen der Libertären Medienmesse wollen wir auch über die zunehmend prekären Arbeitsbedingungen und das PraktikantInnen- Unwesen bei den Medien-ArbeiterInnen sprechen und werden dafür Möglichkeiten zum Austausch und zur (Selbst-)Organisation in Kooperation mit der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft »Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union« (FAU) anbieten.

Für die vielen auswärtigen BesucherInnen geben wir Hilfestellung bei der Suche nach günstigen Unterkünften. Für Essen, Kaffee und Getränke auf dem Messegelände sorgen libertäre Kollektive aus diesem Bereich.

Die Libertäre Medienmesse ist ein Non- Profit-Projekt, das von verschiedenen Gruppen in der Region organisiert wird. Zur Deckung der Unkosten werden wir von den AusstellerInnen eine kleine Standgebühr erheben. Der Eintritt zur Messe selbst ist frei. 
Info: Erste libertäre Medienmesse: www.limesse.de

FRAUEN

Goldmarie oder Pechmarie?

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf Frauen. Vortrag Gisela Notz zum Internationalen Frauentag. Termin: 8. 3. 2010, 16 Uhr, Trier 
Anmeldung: Stephanie.Hepper(at)fes.de

Frauenarmut 

Vortrag von Gisela Notz 
Termin: 26.3.2010, Frauenzentrum 
Weitere Informationen: fz(at)frauenzentrum-mainz.de

Sind Frauen das friedlichere Geschlecht?

»Der Mann soll zum Kriege erzogen werden und das Weib zur Erholung des Kriegers: alles andere ist Torheit« (Friedrich Nietzsche). Dahinter steht eine Vorstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit die Teil der Kriegslogik ist. Wir wollen den Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen in Friedens- und Kriegszeiten von der Zeit des Nationalsozialismus bis heute nachgehen. Wir arbeiten vormittags und wandern nachmittags, Filme bereichern das Programm. 
Mit Gisela Notz und Monika Jarosch 
Termin: 14. bis 21.8.2010 Ort: Stiftung Salecina (Majola Schweiz) 
Information: info(at)salecina.ch

JUNGE LINKE

Krieg den Hütten, Paläste für alle!

Tagesseminar zur Einführung in die Kapitalismuskritik

Vor einer unbewohnten Bleibe haust ein Obdachloser: Guckt man sich genauer um, stößt man auf einen Haufen Reichtum in dieser Gesellschaft. Und auf noch viel mehr Armut. Wie kommt es, dass es so viele Produktionsmittel und Produkte gibt und trotzdem Leute hungern? Sind daran gierige ManagerInnen schuld, einfach das ungerechte System oder alle, weil alle viel zu viel konsumieren wollen? Wir wollen mit euch diskutieren, was diese Ökonomie am Laufen hält und welche Rolle Menschen und ihre Bedürfnisse darin spielen und warum das Problem kein »Zuviel« ist – weder an Produkten, noch an Bedürfnissen. Wir hielten übrigens auch dann nichts vom Kapitalismus, wenn die Armen reicher und die Reichen armer wären. 
Termin: 13.3.2010, Salzburg

Fickt das System?!

2-Tagesseminar zu Liebe, Sex und Lohnarbeit – Sexismus und Sexualität unter bürgerlich-kapitalistischen Verhältnissen

Wollen Menschen Kinder bekommen oder nicht bekommen, so ist ein Bezug auf ihre geschlechtsspezifischen biologischen Eigenschaften notwendig. Sexualität dagegen ist eine spezifisch gesellschaftlich geprägte Sache. Und um letztere soll es auf unserem Seminar gehen: Um die Sexualität in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, um romantische Liebe, »Frigidität«, Ehe, Orgien, Haushalt, »Perversionen«, Lohnarbeit, Affären, Pornos, das Strafgesetzbuch und wie um diesen ganzen Bereich eine geschweifte Klammer gesetzt ist, welche sie zur »Sexualität« zusammenfasst. Eine Sphäre, in der das bürgerliche Individuumeine Identität sucht und vielleicht findet, in der Autonomie und Freiheit staatlich garantiert und reglementiert werden und der trotz rasanten Wandels immer noch eine Aura des Ursprünglich-Natürlichen anhaftet. Und deren Praxis sich auch in ihren liberalsten Formen sexistisch reproduziert.

Wer mit uns darüber diskutieren möchte, warum Menschen unter kapitalistischen Produktionsbedingungen eine solche Sphäre der Sexualität zur Bestätigung der eigenen Autonomie brauchen, wo die Grenzen zwischen »Normalität« und »Perversion« gesetzt werden und was sie bedeuten, wie Pornographie und postmoderne Körperfeindlichkeit zusammenhängen, wieso Sexualität und Gewalt so oft verknüpft sind, ob Heterosexuell- Monogame die herrschenden Verhältnisse affirmieren oder ob eine kritische Sexualität möglich ist, sollte sich anmelden. 
Termin: 6./7.3.2010, Bremen 
Information & Anmeldung: 

junge linke, Postfach 91 24 09 30424 Hannover 
info(at)junge-linke.de 
www.junge-linke.de

COMIC

»Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics«

Die NPD und andere Rechtsextreme nutzen bei ihrem »Kampf um die Köpfe« ein vielfältiges Medienangebot als Transportmittel für ihre Ideologie, darunter auch Comics. Comics sind ein wichtiges Mittel der rechtsextremen und rassistischen Propaganda, aber auch ein Medium der schulischen wie außerschulischen politischen Bildung, um Rechtsextremismus und rassistische Vorurteile zu entlarven und historisches Wissen zu vermitteln, wie etwa der berühmte »Maus«-Comic von Art Spiegelman eindrucksvoll gezeigt hat. Doch beschränkt sich ihr Einsatz aktuell auf wenige Fälle. Und für einige »Comics gegen Rechts« gilt: Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht.

Generell herrscht ein großer Mangel an Wissen über die gesellschaftspolitische Bedeutung, über die Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten von Comics. Zum ersten Mal greift nun eine internationale Fachtagung das Thema in seiner Gesamtheit auf. Das Berliner »Archiv der Jugendkulturen« organisiert vom 29. bis 31. März 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Boll die Tagung »Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics«, bei der über 20 hochkarätige ExpertInnen referieren werden. Im interdisziplinären Rahmen werden dort Inhalte, Funktionen, Mechanismen und Wirkungen von entsprechenden Comics vorgestellt und diskutiert sowie modellhaft Möglichkeiten für die Bearbeitung des Themas und den Einsatz entsprechender Comics in Schule und politischer Bildung erarbeitet. Parallel ist die Wanderausstellung »Holocaust im Comic « zu sehen. Die Tagung richtet sich u. a. an LehrerInnen, ErzieherInnen und Mitglieder von Aus- und Fortbildungsinstitutionen, MedienmitarbeiterInnen und andere MultiplikatorInnen, WissenschaftlerInnen und Studierende. 
Detaillierte Programminfos und Anmeldemöglichkeiten findet ihr auf www.jugendkulturen.de 
unter »Termine/Veranstaltungen«.

MEDIEN

Der Countdown läuft

Die 7. LiMA – Akademie für Journalismus, Bürgermedien, Öffentlichkeitsarbeit & Medienkompetenz« findet vom 11. bis 14. März 2010 in Berlin statt. Der jährlich in Berlin stattfindende Medienkongress bietet spannende Workshops für Starter, Fortgeschrittene und Experten – zum Weiterbilden, Diskutieren und Netzwerken.

In entspannter Atmosphäre direkt an der Spree teilen über 100 Dozenten und Referenten in den Räumen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) ihr Wissen mit Medienmachern und -interessierten. Von Onlinejournalismus über modernes Zeitungslayout und Schreibwerkstätten bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit widmen sich die Kurse allen Mediengattungen und individuellen Zielgruppen. 
Informationen: www.lima-akademie.de

Web 2.0 Werkstatt

Ohne das Web 2.0 geht in der Jugend- und in der Medienarbeit nicht mehr viel. Deshalb bietet das Pressenetzwerk für Jugendthemen vom 16.-18. April 2010 in Berlin eine »Web 2.0 Werkstatt« an, die vor allem (aber nicht nur) die Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Verbänden in der Jugendarbeit beleben soll. Lektion 1 für alle EinsteigerInnen: Das Blog bietet vieles, aber nicht alles. Was es kann und wo man seine Grenzen akzeptieren sollte, das lernen die TeilnehmerInnen bei der PNJ Web 2.0-Werkstatt. Am Ende des Seminarwochenendes gehen Sie mit einem ersten eigenen Testblog nach Hause. Wir zeigen, welche Software gebraucht wird, wie man ein Weblog anlegt und womit es gefüllt werden kann. Außerdem gibt’s Infos rund um Podcast, Sprechen fürs Radio und vieles mehr. 
Information & Anmeldung: Pressenetzwerk für Jugendthemen e.V. (PNJ), Jörg Wild, Beethovenstr. 38a, D-53115 Bonn 
Tel.: (02 28) 21 77 86, Fax: 21 39 84 
buero(at)pressenetzwerk.de 
www.pressenetzwerk.de

ANTIZIGANISMUS

Fachtagung: 
Vorurteil, Diskriminierung, »Antiziganismus« am Beispiel rumänischer Roma

Zwei Jahrzehnte ambivalenter gesellschaftlicher Entwicklung prägen die osteuropäischen Gesellschaften. Sie stehen einerseits für die Liberalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erlangung demokratischer Rechte sowie für den Beitritt zu Nato und Europäischer Union. Andererseits tragen sie Zeichen sozialer, politischer und kultureller Krisen. Diese ambivalenten Züge treten an den osteuropäischen Roma besonders deutlich hervor. Konnten zum einen menschen- und minderheitenrechtliche Mindeststandards sowie Elemente gesellschaftlicher und politischer Teilhabe durchgesetzt werden, so ist zum anderen ihre Lage in weiten Teilen von extremer Verarmung, Diskriminierung und rassistischer Gewalt geprägt. Dieser gesellschaftliche Zustand hat seine Protagonisten und Nutznießer und erfährt öffentliche Rechtfertigung.

Hierbei handelt es sich keineswegs um ein osteuropäisches Phänomen. Im Zuge der Ost-West-Migration seit 1990 kam es in fast allen westeuropäischen Ländern zu öffentlicher Diffamierung von Roma seitens der Medien und Politik, die auch von rassistischen Übergriffen begleitet wurden. Länderübergreifend zeigen sich vergleichbare Vorurteils- und Diskriminierungsformen.

Was aber lässt Roma regelmäßig zum Ziel von Angriffen seitens der Mehrheitsbevölkerung werden? Erfüllen sie nur eine krisenbedingte Sündenbockfunktion oder handelt es sich um die zeiträumliche Kontinuität eines europaweiten »Antiziganismus«? In beiden Fällen ist nach den historischen wie aktuellen Grundlagen zu fragen. Wie tauglich ist die Beschreibung als europaweites Phänomen und lässt sich ein gemeinsamer Diskursraum von Ost und West empirisch belegen? Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Wie gestaltet sich vor diesem Hintergrund die soziale Realität, Verwaltungspraxis und Politik? Der Fokus des Workshops liegt auf Rumänien und der Lage rumänischer Roma.

Hierunter sind auch die Situation in westeuropäischen Ländern, der Umgang mit Roma und der Diskurs darüber zu fassen. Gleichfalls willkommen sind Beiträge, die der Gleichsetzung von »Rumänen « und »Roma« sowie deren Rückkopplungen auf Rumänien nachgehen. Die Tagung wird veranstaltet vom Zentrum für Antisemitismusforschung. Sie findet am 9. und 10. Juli 2010 in den Räumen der Technischen Universität Berlin statt. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch. Information: Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin, TEL 9-1, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin 
Tel. (0 30) 31 47 98 70 
markus.end(at)zfa.kgw.tu-berlin.de

SONST NOCH

Konferenz für Ökologie & Sozialismus

Auch die herrschende Politik macht den Wandel des Klimas zum Thema. Sie bestreitet jedoch den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Produktions- und Lebensweise und den uns alle bedrohenden ökologischen Katastrophen. Während aber die Regierungskonferenzen tagen, macht die NATO schon Nägel mit Köpfen: die zu erwartenden Flüchtlingsströme aus neuen Dürrezonen oder Überschwemmungsgebieten werden als Gefahr für die Stabilität Europas betrachtet und sollen gegebenenfalls auch militärisch zurückgewiesen werden. Wie in einem Brennglas verdichten sich im Bereich der Ökologie die gesellschaftlichen Widersprüche auf internationaler Ebene: die Interessen der herrschenden Klasse widersprechen den Gattungsinteressen. Die unmittelbar ökologischen Folgen des Klimawandels erzeugen somit auch massive globale politisch-gesellschaftliche Folgen, denen man auch nur auf globaler Ebene begegnen kann. Es handelt sich um eine Herausforderung für einen neuen Internationalismus.

Das Ziel unserer Veranstaltung soll es sein, in der Kooperation von verschiedenen linken, antikapitalistischen, sozialistischen, kommunistischen Strömungen, Bewegungen und Parteien konkrete Forderungen und Strategien zu entwickeln, um international gegen die fortgesetzte Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und die kapitalistische Aufrüstung, die mit Sozialabbau und Überwachungsstaat einhergeht, vorzugehen. Wir wollen gemeinsam nach Ansatzpunkten für eine internationale demokratische Zusammenarbeit suchen, wie sie etwa in der Ökosozialistischen Erklärung von Belém vorausgesetzt wird. Der technische Machbarkeitswahn der bürgerlichen Ideologen verkennt, dass es um gesellschaftliche Verhältnisse geht, die es zu ändern gilt. Es ist erforderlich, ein weltweites Forderungsprogramm aus den sozialen und ökologischen Bewegungen, aus den Gewerkschaften und antikapitalistischen Organisationen zu entwickeln. Die soziale Dimension der ökologischen Krise erfordert eine internationale Solidarität von unten, um die kapitalistische Globalisierung von oben zurückzudrängen. Diese Solidarität muss auf ein neues Verhältnis von Ökonomie und Ökologie gerichtet sein, das allein mit dem Ende der verantwortungslosen, auf blinder Profitlogik beruhenden kapitalistischen Herrschaft über die Natur und die Menschen erreicht werden kann. Dazu gehört ein neues Verständnis von Arbeit und Produktivität, welches das Verhältnis von Arbeiten und Leben und die Wirkungen von Erwerbsarbeit auf Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen berücksichtigt. Wir steuern auf die nächste ökologische Krise zu, aber was kann politisch getan werden, um nicht die absehbare Katastrophe, sondern ein menschenwürdiges Leben im Einklang mit der Natur anzusteuern? 
Termin: 13.-14.3.2010, Kassel 
Information & Anmeldung: SALZ e.V., Oberonstr. 21, 59067 Hamm 
E-Mail: salzkreis(at)yahoo.de

BERLIN

Veranstaltungsreihe

Frisch serviert vom Krisenherd: 
Über Agarpolitik von Oben und Widerstand von Unten 
Viva La Via Campesina!

»Europa überrollt Afrikas Kleinbauern«

Ausstellung zu den geplanten Freihandelsabkommen (EPA‘s) zwischen der EU und u.a. den Staaten Afrikas, die akut das Recht auf Nahrung afrikanischer Kleinbauernfamilien bedrohen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Tomatenbauern aus Ghana und Milchbauern aus Sambia. Die Ausstellung ist bis 17. April 2010 zu sehen, ab 14.3.2010, 16 Uhr 
RegenbogenCafé, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin 
Weitere Infos zur Kampagne gegen die EPA’s gibt es unter: www.stopepa.de

»Geraubte Zukunft«: 
Von der Kontrolle des Saatguts und der Zukunft unserer Lebensmittelproduktion

Bei der Veranstaltung wird der Film »Geraubte Zukunft« (2009, 45 min, engl. mit dt. UT) und die europaweite Saatgut- Kampagne »Vielfalt säen – Zukunft ernten « vorgestellt. 
Termin: 17.3.2010, 19.30 Uhr 
Galerie Zeitzone, Adalbertstr. 79, 10997 Berlin 
Für mehr Informationen über die Kampagne siehe: www.saatgutkampagne.org

Filmvorführung: 
»Alptraum im Fischerboot«

Afrikas Flüchtlinge und Europas Fischereipolitik: Die Reportage thematisiert die Überfischung westafrikanischer Küstengewässer und Migrationströme nach Europa. 
Termin: 18.3.2010, 20 Uhr 
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin 
Mehr Informationen: www.inkota.de

Filmvorführung: 
»Kein Brot für Öl – Palmöl in Kolumbien«

Ein Film über den Biospritboom in Kolumbien, der die Lage der Opfer von Landvertreibung und Lebensmittelpreisexplosion deutlich macht. Anschließend Vortrag der Regisseurin. Für den Film wurde die Regisseurin mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie und dem Medienpreis der Entwicklungspolitik ausgezeichnet. 
Termin: 25.3.2010, 20 Uhr 
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin 
Für mehr Informationen siehe: www.inkota.de

Schlafender Riese Afrika?

Rolle von Agrobusiness, Weltbank und Stiftungen. Die Veranstaltung beschreibt die Gefahr einer neuen »Grünen Revolution «, die selbstbestimmte Lösungsansätze für die Landwirtschaft in Afrika zu überrollen droht. 
Termin: 26.3.2010, 19 Uhr 
Mehringhof, Versammlungsraum, Aufgang 3, 1.Stock, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin 
Für mehr Informationen siehe: www.globespotting.de

Erst das Fressen, dann die Moral ...? 
Ernährungsautonomie zwischen Krise, Utopien und Realität

Ein Austausch über Stadtgärten, kollektive Landwirtschaft und andere Gegenentwürfe. 
Termin: 29.3.2010, 19.30 Uhr 
Cafe Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin

Filmvorführung: »Monsanto mit Gift und Genen«

Der Film enthüllt die krasse Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen. 
Termin: 7.4.2010, 19 Uhr 
RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin

Buchvorstellung: 
»Die Politik des Hungers« von Walden Bello

Bellos Buch fragt nach den Ursachen des Hungers und der Brotaufstände und verortet sie v.a. in der Kapitalisierung der Landwirtschaft. Buchvorstellung und Diskussion. 
Termin: 9.4.2010, 20 Uhr 
Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin 
Mehr Informationen: www.assoziationa.de/vor/Politik_des_Hungers.htm

Weitere Informationen: www.globalelandwirtschaft.net/veranstaltungsreihe

Was ist Anarchismus?

»Der Anarchismus ist veraltet und unterkomplex «, behaupten Staatsfreunde gerne. Wir versuchen, die Bandbreite und Aktualität anarchistischer Ideen anhand folgender Themen aufzuzeigen: Staatskritik, Medienkritik, Ökologie, Perspektiven des Anarchismus und libertäre Philosophie. Termin: 26.3.2010, 19 Uhr 
Info: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 2. Hof, Raum 1102, 10405 Berlin 
E-Mail: DieFreien(at)BibliothekderFreien.de 
www.BibliothekderFreien.de

 

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Copyright © 1999 CONTRASTE Monatszeitung für Selbstorganisation
Stand: 23. Februar 2010