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Monatszeitung für Selbstorganisation

 

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Hurra - wir werden 25

AKTION 2009 – GEBURTSTAGSVORBEREITUNG

Hurra – wir werden 25!

Waaas – ein viertel Jahrhundert CONTRASTE – das können wir ja selbst kaum glauben! Aber 25 – das ist doch eigentlich ein jugendliches Alter. Da ist man aus der Phase der größten Tiefpunkte und über die größten Höhenflüge hinweg und wird langsam »erwachsen« (?).

Redaktion Heidelberg # Höhenflüge gab es beim sich über die Jahre immer wieder neuformierenden Redaktionskollektiv genug – natürlich immer mit dem Anspruch, CONTRASTE bekannter zu machen und den in ihr vertretenen Ideen einen größeren Verbreitungsgrad zu verschaffen, sowie der Zeitung eine solide finanzielle Basis zu geben.

»CONTRASTE soll im Magazinformat erscheinen«, hieß es da.

»Glanzvoll und am besten mit vielen Anzeigen, von deren Auftraggebern man sich abhängig macht?« fragten Andere.

Wie sieht es mit der redaktionellen Unabhängigkeit einer Zeitung aus, die sich den Anspruch auf die Fahnen geschrieben hat, kritisch und unabhängig zu sein? Alles und jeden ohne Druck von außen, kritisieren zu dürfen? Von dem Beispiel der taz, die aus finanzieller Not Anzeigen der Atom- und Rüstungslobby abdruckt, kann man sich jedenfalls nur mit Ekel abwenden.

Oder: »CONTRASTE soll an Bahnhofskiosken verkauft werden, um mehr Menschen zu erreichen«. Was die einen in euphorische Stimmung versetzt hatte, ließ wiederum andere nur mit dem Kopf schütteln und schmunzeln. CONTRASTE am Bahnhofskiosk im Zeitungsständer direkt neben der Bildzeitung? Kann man das finanziell leisten (höhere Vertriebs- und Druckkosten), soll man das und ... will man das überhaupt?

Oder: CONTRASTE sollte doch öffentliche Fördergelder in Anspruch nehmen. Aber hat nicht gerade das Streichkonzert öffentlicher Fördergelder Anfang der 90er Jahre und der Einsatz von immer mehr ABM-Kräften (oftmals ohne ideellen Bezug zum Projekt) in alternativen Projekten zur Schließung derselben (damit einher ging übrigens auch eine Kündigungswelle von CONTRASTE-Abonnements) geführt?

Ziel und Zweck war und ist es bis heute geblieben, Gegenöffentlichkeit zu schaffen, über die Aktivitäten der vielen kleinen und großen Alternativprojekte zu berichten, damit Vernetzungsarbeit zu leisten und Grundsatzdiskussionen über die herrschenden Verhältnisse in der Zeitung zu führen (und somit nicht »erwachsen « im Sinne des Systems zu werden).

Die Aufbruchstimmung selbstverwalteter Betriebe Anfang der 80er Jahre, mit der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und Arbeiten und Zeit für politische Aktionen, hat einiges bewegt – auch wenn viele Betriebe im Laufe der Zeit erkennen mussten, dass es keine Inseln im kapitalistischen Wirtschaftsgefüge geben kann. Geblieben ist dennoch der politische Anspruch eines anderen Wirtschaftens, einer Solidarischen Ökonomie.

Viele neue selbstorganisierte Projekte haben aus den gemachten Erfahrungen der Selbstverwaltungswirtschaft profitiert und ihre Konzepte im Rahmen einer Solidarischen Wirtschaft weiterentwickelt. Die erfolgreichen Kongresse »Anders Arbeiten – oder gar nicht?!« (1999), »Solidarische Ökonomie« (2007 in Berlin und 2009 in Wien) verdeutlichen das große Interesse am anderen Wirtschaften und Leben.

Um diesen Weg auch die nächsten 25 Jahre fortsetzen und begleiten zu können, haben wir als Zeitungsprojekt den Wunsch, möglichst ohne finanzielle Probleme über die Runden zu kommen und wünschen uns selbst zum Geburtstag im Oktober eine stabile Abo-Situation. Nötig sind hierzu noch 140+ neue Abos und bis dahin viele Spenden. Geburtstagsanzeigen von Betrieben, Projekten und Initiativen für unsere Jubiläumsausgabe im Oktober sind übrigens auch willkommen.

AKTUELLE SITUATION

Im Monat Juni gab es drei neue Abos – darunter zwei Auslandsabos (Österreich und Schweiz), und ein Buchhandelsabonnement. Leider aber auch eine Abo-Kündigung und die Kündigung einer Fördermitgliedschaft über 100 EUR.

Auf unserem Spendenkonto gingen 133 EUR ein. Zusammen mit dem Minderertrag aus der gekündigten Fördermitgliedschaft benötigt das Zeitungsprojekt nun noch 1.322 EUR in diesem Jahr. Nachfolgend die Spenden:

K.B., Göttingen (60 EUR) 
H.H., Neckarbischofsheim (3,20 EUR) 
M.W., Oberhausen (27 EUR) 
R.H., Karstädt (10 EUR) 
St.P., Ulm (33 EUR) Herzlichen Dank!

Eine Bitte noch an diejenigen LeserInnen, die an diversen Tagungen und Veranstaltungen teilnehmen: Wir verschicken gerne kostenlose Überdrucke zur Werbung für unsere Zeitung. Versandkostenfreie Bestellungen unter: contraste(at)online.de

Spendenkonto: Contraste e.V., Volksbank Bergstraße BLZ 508 900 00, Kto-Nr. 64076

 

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Copyright © 1999 CONTRASTE Monatszeitung für Selbstorganisation
Stand: 30. Juni 2009