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CONTRASTE im Dezember 2008: Peak Oil & Co. - Das Ende des Wachstums · Das Füllhorn versiegt · Frequently Asked Questions · Neue Energien für neue Städte: Transit Towns +++ GIVE - Ein Gespräch mit Franz Nahrada: Globale Dörfer und Mutterstädte  · Fülle und Verzicht +++ 3. Grundeinkommenskongress in Berlin: Rettet das Grundeinkommen in Afrika · Erklärung über emanzipatorisches Grundeinkommen +++ Ticker Repression & Rechtsfälle +++ CONTRASTE-Bilanz 2008: Über den Tellerrand hinwegschauen... +++ Subversive Klangwelten: Rogue Steady Orchestra - Ein Drittel Angst, zwei Drittel Wut +++ "Wir wollen eine umweltverträgliche Landwirtschaft": In den Hügeln des Piemont +++ Videomagazin AK KRAAK: Dein Uterus ist Deutschland +++ Edition AV: Bücher gegen den Markt +++ Netzwerk News: Strategien gegen eine rechte Jugendkultur - Thematischer Netzwerk-Taschenkalender 2009 +++ Berlin - Zur aktuellen Situation des "NewYorck im Bethanien": Keine Aufwertung durch NewYorck +++ Rezension: Im Westen (fast) nichts Neues +++ Artikelserie in Sachen Hausrettung - Erste Folge: Von der Neigung, zu bleiben und der Freiheit, zu gehen +++ Relaxikon: Schlechte Gutscheine +++ Cartoon: Wie funktioniert Geld? +++ Linzer Konferenz: 1968 - 40 Jahre danach aus globaler Perspektive - Ein Blick auf die Protestbewegungen +++ Rezension: Die "1968er"-Jahre in Jugoslawien +++ Hitzefrei! - alaska - Zeitschrift für Internationalismus +++ Stadtteilgenossenschaft GEO eG, Wuppertal: Arbeiten rund ums Haus und Wohnen +++ Rezensionen: Kleine geile Firmen · Linksliberalismus 2.0 · Kulturrevolution als Vorbild · Biographie von Abel Paz · Landwirtschaft und Migration · Fast ganz unten - die Tafeln +++ u.v.m.

Monatszeitung für Selbstorganisation

 

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Aus dem Inhalt

RADIKALENERLASS

32 Jahre nach Einführung des sogenannten "Radikalenerlasses", der 
dazu führte, dass zwischen 1972 und 1990 in der BRD 3,5 Millionen 
"Regelanfragen" bei den Verfassungsschutzämtern und anderen 
Staatsorganen gestellt und 11.000 offizielle Berufsverbotsverfahren 
mit 1.250 endgültigen Ablehnungen durchgeführt wurden, gibt es in 
Baden-Württemberg wiederum ein solches Berufsverbot. Ein 
Realschullehrer wurde nicht zum vorgesehenen Termin eingestellt, 
ein "vertieftes Einstellungsgespräch" zur Ausräumung der Vorwürfe 
fand trotz Ankündigung bisher nicht statt.

Seite 1

CASTOR NIX

Vielleicht schon Anfang März könnten nach dem Willen der 
sächsischen Regierung 18 Castor-Behälter von Dresden ins 
westfälische Zwischenlager Ahaus rollen. Den genauen 
Zeitpunkt verschweigt das Umweltministerium bisher, 
vermutlich, um den Transport ungestört abwickeln zu können.

Seite 2

KURT'S SURFCENTER

"In Deutschland gilt der Meinungsjournalismus immer noch 
mehr als der Recherchejournalismus", so urteilt SZ-Journalist 
Hans Leyendecker und kritisiert den "Rudeljournalismus", 
bei dem ein Thema im "Mainstream" liege, dem alle hinterherlaufen.
Er sagte dies als Mitglied der Jury einer Initiative 
"Nachrichtenaufklärung", die anlässlich ihrer Jahrestagungen 
seit 1997 alljährlich eine Top-Ten der vernachlässigten Themen 
auswählt (www.nachrichtenaufklaerung.de). 2003 waren dies 
die Korruptionsaffäre von Daimler-Chrysler in Ghana zum 
Absatz von Militärfahrzeugen, die Einflussnahme von Brüssel 
auf nationale Gesetzgebung, die antiquierten 
Hochwasserschutzbestimmungen von Chemieanlagen und 
7 weitere Themen...

Seite 2

WELTSOZIALFORUM

Nach der dem Zusammenbruch des Staatssozialismus folgenden Agonie 
in den 90ern wirkte die Einrichtung des Weltsozialforums als 
Gegenveranstaltung zu dem seit 30 Jahren in Davos stattfindenden 
Weltwirtschaftsforum der 2.000 Reichen und Mächtigen wie ein 
Vitaminstoß für die global zersplitterte Linke. In diesem Jahr 
fand das WSF im indischen Mumbai statt.

Seite 3

SELBSTORGANISATION IM ALLTAG

Im zweiten Teil der Rubrik geht es um Voraussetzungen zum
Schnorren, Sachspenden, Tauschen und "Dealen". Diesmal geht
es um praktische Grundlagen erfolgreichen Schnorrens um
Sachspenden.

Seite 3

AKTIONSKONFERENZ

Ende März beginnen die nächsten großen Proteste gegen den 
sozialen Kahlschlag. Damit setzt sich fort, was die typische 
Orientierung breiter angelegter Aktionen in Deutschland war: 
Die Inszenierung von Events, die zwar zunehmend mehr Masse 
mobilisieren, aber keinen kontinuierlichen Druck aufbauen. 
Friedensaktionen, der 1. November (Demo gegen Sozialabbau in 
Berlin) und die Uni-Streiks 2003 zeigten das deutlich. Ein 
Bericht von der Aktionskonferenz.

Seite 4

MARSHALLPLAN RELOADED?

In den oft selbst elitär aufgebauten politischen 
Organisationen Deutschlands herrscht seit Jahrzehnten 
ein starker Hang dazu, auch für die Rettung der Welt 
auf gesellschaftliche Eliten zu setzen. Die einen fordern 
mehr Staat, stärkere Kontrollen bis hin zu einer 
schlagkräftigen Weltregierung. Die anderen hoffen mehr 
auf die Kräfte des entfesselten Marktes, wollen aber die 
Geldflüsse zum Guten umlenken - von Windkraftanlagen 
bis zur diffusen Hoffnung auf Investitionen in armen 
Ländern. Zum dritten Mal wird nun in die Klamottenkiste 
der Geschichte gegriffen: Der gute alte Marshallplan soll 
neu aufgebrüht werden, d.h. der Aufbauplan für Europa 
nach dem zweiten Weltkrieg, der starke finanzielle Anreize 
mit strikten Vorgaben und Ordnungspolitik verband.

Seite 4

KOMMUNE-INFO-TOUR

Wie seit jetzt schon acht Jahren sind auch dieses Jahr 
KommunardINNen aus verschiedenen Projekten unterwegs 
gewesen, um die Idee der Politischen Kommunen zu verbreiten, 
neue Impulse zu geben und allen Interessierten einen 
Einblick in unseren jeweiligen Alltag zu vermitteln. 
Bericht auf

Seite 4.

ZWIELICHT

Ein Buch zum Erleben. Ein Buch zum Bedenken. Ein Buch 
zum Erinnern. Ein Buch zum Amüsieren. Auch ein Buch 
zum Nach-Fragen: Erasmus Schöfer ist es mit dem zweiten 
Band seines Zeitromans wieder gelungen, Lesevergnügen 
und Historie eindrucksvoll zu verknüpfen. "Zwielicht" 
schildert den vielfältigen außerparlamentarischen Widerstand 
der Siebziger Jahre mit seinen Höhepunkten wie mit seinen 
Widersprüchen.

Seite 5

ARCHIVE

Im seit letzten Jahr vorliegenden neuen Verzeichnis von 
Archiven sozialer Bewegungen wurden insgesamt 276 
alternative Archive und Bibliotheken nachgewiesen. Die 
Szene dieser Archive ist schwer zu überschauen, da sich 
immer wieder Archive neu gründen und andere auflösen, 
deshalb kann ein solches Verzeichnis nicht vollständig sein. 
Hinzu kommen Abgrenzungsprobleme: Was ist überhaupt ein 
"Archiv sozialer Bewegungen", welche Einrichtungen sind also 
aufzunehmen?

Seite 6

KRITISCHER AGRARBERICHT

In der Gesellschaft wie auch in der Landwirtschaft gehen 
fortschreitend Arbeitsplätze verloren. Gleichzeitig 
nimmt die Arbeit respektive die Arbeitsbelastung auf 
den verbleibenden Höfen zu. Eine Arbeit, die von 
Bäuerinnen und Bauern zunehmend als "sinnentleert" und 
angesichts ständig sinkender Preise für bäuerliche Erzeugnisse 
auch als "wertlos" empfunden wird. Dem setzen die 
Autorinnen, beide praktizierende Bäuerinnen, ihr Plädoyer 
für eine Aufwertung der bäuerlichen Arbeit entgegen.

Seite 11

WHAT'S COPYLEFT?

Ein juristischer "Hack" - genannt "copyleft" - bringt 
den Widerspruch auf den Punkt: Reichtum muss nicht 
Wertform annehmen. Was steckt dahinter?

Seite 12

OPEN-CRAFT.ORG

Open-Craft.org will größer werden: Es soll seinem Namen 
gerecht werden und zu einer Gemeinschaft von Handwerkern 
heranwachsen, die im freien Informationsaustausch die 
Möglichkeit wahrnehmen, weiter zu kommen als durch Abgrenzung 
voneinander.

Seite 12

GENOSSENSCHAFTEN

Der Kräutergarten Pommerland ist nicht nur ein kleiner Hersteller 
von Kräutertees, Fruchtaufstrichen und Getränken. Vor allem ist 
die Genossenschaft der Traum von einem neuen, besseren Leben. 
Ein durchaus realistischer Traum. Somit bieten ökologische 
Produktionsweisen auch 30 Jahre nach Beginn der Naturkostbewegung 
noch Platz für alternative Lebensentwürfe.

Seite 13

Außerdem in jeder Ausgabe: Buchbesprechungen, der "Marktplatz" mit Projektanzeigen, Jobs und Jobgesuchen sowie ein aktueller Terminkalender u.v.m.

 

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Copyright © 1999 CONTRASTE Monatszeitung für Selbstorganisation
Stand: 07. August 2008