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Monatszeitung für Selbstorganisation

 

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Der Sack ist auf: Staatsknete für alternative Projekte

Wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag? - Sicherlich nicht! Der Bericht aus Bremen zeigt: Staatsknete gibt es nicht ohne Mühe. Meist geht ein monatelanges Hick-hack sowohl zwischen den Projekten  als auch mit den Politikern voraus. Was unterm Strich in Bremen übrig blieb, ist ein Sack voller Erfahrungen und weniger Geld als gebraucht wird mit anderen, schlechteren Vergabekriterien als gefordert wurde. Vielleicht sind diese Erfahrungen aber nutzbar, damit es in anderen Bundesländern besser läuft?

Die große AN-Mache

Einen Kollektivbetrieb zu gründen, ist schon eine Sache für sich. Einen Kollektivbetrieb sozial, politisch und ökonomisch lebendig oder gar lebensfähig zu halten, ist eine ganz andere Sache. Eine wieder ganz andere Sache ist es, einen "ganz normalen Betrieb" in die "ganz normalen Hände" seiner "ganz normalen Belegschaft" überführen zu wollen.

Außerdem: Drucker-Info, Neues von der Ökobank, aus den Regionen, von verschiedenen Branchen, Selbstdarstellungen, Termine und Berichte von Seminaren, Stellenanzeigen ...und ...und...

Lieber arm, aber sauber...

Was ist die Zukunft eines selbstverwalteten und unabhängigen Zentrums, das seit 10 Jahren existiert und davon lebt, Bestandteil und zugleich Träger von Gegenkultur und politischer Kultur von unten zu sein? Wie stellt sich ein selbstverwaltetes Zentrum heute dar, welches jederzeit im Brennpunkt der Höhen und Tiefen der Bewegung(en) der letzten Jahre stand?

Ein Dorn im Auge derer, die die Hebel der Macht bedienen, war es wohl immer, und denoch: Klein zu kriegen war es bisher nicht, vielleicht gerade deswegen, weil Auseinandersetzungen ausgetragen und als Bestandteil existenzieller Bedrohung des Hauses aufgefaßt wurden.

Exemplarisch für andere Zentren und dennoch mit einem eigenen außergewöhnlichen Werdegang  versehen, bringen wir in dieser Ausgabe, auf Seite 8 und 9, eine Bestandsaufnahme des Eschhaus in Duisburg.

Die nächsten WINTERTAGE kommen bestimmt:

Das Berliner Organisationskomitee hat jetzt den Termin für die 2. Berliner Wintertage festgelegt: Vom 24. bis 27. Januar 1985 soll es wieder einen großen Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Betrieben und Projekten geben.

Wer an der inhaltlichen Vorbereitung mitwirken will, sollte uns das bitte mitteilen - vor allen Dingen - ein kurzes Papier für die Dezember-Ausgabe vom Wandelsblatt machen, die gleichzeitig "Vorbereitungsbroschüre" für die Wintertage ist. Also, wir möchten nochmals darauf hinweisen, daß nur solche Themen zu kurz kommen, die keiner vorbereitet. das bestimmte Themen wieder ein Übergewicht bekommen, liegt dann nicht an der Organisationsgruppe.

Meldet Euch bei: STATTwerke, Paul-Lincke-Ufer 44a, D-1000 Berlin 36, Tel. (0 30) 611 59 04.
Redaktionsschluß für die Vorbereitungspapiere ist der 15. November 1984.

 

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Stand: 07. August 2008