* * * * * * * * * * Wunsiedel 2007 * * * * * * * * * *
Antifaschistischer Aktionstag am 18. August
Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 18. August zu zeigen, dass wir jeder Form der Verherrlichung des Nationalsozialismus entschieden entgegentreten - egal wann und egal wo! Und endlich geht´s los: Hier findet ihr unseren diesjährigen Aufruf und das neue Plakat. Zum 2o. Todestag von Rudolf Hess versuchen Nazis wieder in Wunsiedel aufzumarschieren, nachdem ihn dies in den letzten zwei Jahren gerichtlich untersagt wurde. Zu der juristisch recht unübersichtlichen Situation hier ein Text, der ein bißchen bis Licht ins rechtliche Durcheinander bringen soll. Mobilisierungs CD teil1 teil2 teil3 Reader heft Aufruf pm1 vorderseite rueckseite Paragraph Plakat pgp Video Aufruf_HH Plakat_HH Jingle Interview
antifa heisst
* * * * * * * * * * Mittenwald 2007 * * * * * * * * * *
Angreifbare Traditionspflege - Endlich Schluss mit dem Gebirgsjägertreffen in Mittenwald
Unter dem Motto "Berg frei! Nie wieder Faschismus, nie wieder Horrido!
Schluss mit dem Pfingsttreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald!" ruft die Mittenwald Kampagne auf, sich an den für Pfingsten (26.05-27.05.07) stattfinden Demonstration und Aktionstagen in Mittenwald zu beteiligen. Am Pfingstsonntag wollen, wie die letzten Jahre auch, alte und junge Gebirgsjäger den Hohen Brendten besteigen. Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! ruft dazu auf, sich an den antifaschistischen Aktionstagen in Mittenwald zu beteiligen. Aktuelle Information findet ihr auf der Internetseite der Mittenwald Kampagne.
Dort könnt ihr auch Infomaterial, wie Plakat Mittenwald
* * * * * * * * * * Dresden 2007 * * * * * * * * * *
13.Feburar Dresden - Naziaufmarsch stoppen - NS-Verherrlichung Stoppen!
Nach internen Streitigkeiten der Nazis, an welchem Datum sie ihren sog. "Trauermarsch" abhalten wollen, wird es am 13. Feburar einen Naziaufmarsch in Dresden geben, darauf haben sich die JLO (Junge Landmannschaft Ostpreussen) und die NPD Sachsen geeinigt.
Zum 62. mal jährt sich am 13. Feburar die Bombardierung der Stadt Dresden durch die Allierten Streitkräfte. Die Nazis benutzen diesen Tag, um Geschichtrevisionismus zu betreiben, indem sie die deutschen Täterinnen und Täter zu Opfern stierillisieren.
Am Heidefriedhof treffen sich morgens Vertreter der NPD Sachsen in trauter Eintracht mit Parteien, bürgerlichen Verbänden und Organisationen, um den gefallenen deutschen Soldaten zu gedenken.
Am späten Nachmittag treffen sich Alt- und Neonazis, wie die letzten 9 Jahre zuvor, an der Semperoper, um von dort ihren "Trauermarsch" zu begehen. Dorthin kommen jährlich einige tausend Alt- und Neonazis, um ihrer "Trauer" Ausdruck zu verleihen.
Für die Nazis ist dieser Termin eine feste Größe in ihrem Terminkalender, so kamen 2005 an die 6000 Alt- und Neonazis sowie Revanchisten nach Dresden.
In diesem Jahr werden wieder über 1000 Nazis erwartet, obwohl der 13. Feburar kein Wochenendtag ist.
Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! ruft alle Antifaschisten/Innen auf, sich am 13. Feburar den Nazis in Dresden entgegen zu stellen und die Route der Nazis zu blockieren!
Den Aufruf der Kampagne zur Blockade findet ihr HIER und hier ein Banner/Plakat. Aktulles zu Infoveranstaltungen erfahrt ihr unter der Rubrik Termine.
Die Ordnungsbehörde Dresden und die örtliche Polizei versucht, die von der Kampagne unterstüzte Blockade, gegen den Naziaufmarsch durch eine Kriminalisierung zu delegitimieren. Die Kampagne lässt sich jedoch nicht verbieten ihren Protest durch ein Blockade zu äußern. Pressemitteilung.
Die momentane Route der Nazis (gepunktet), sowie die Antifaktivitäten findet ihr auf der Karte.
Das lokale Antifa Bündnis 13.Feburar mobilisiert mit einem Video und einem eigenen Aufruf zu den Gegenaktivitäten. Über den Aktuellen Stand der Mobilisierung könnt ihr euch auch beim Antifa Bündnis 13. Feburar informieren.Link
* * * * * * * * * * Halbe 2006 * * * * * * * * * *
300 AntifaschisteInnen störten erfolgreich das Heldengedenken in Seelow
Der "Heldengedenktag" der Neonazis musste 2006 in Seelow bei Frankfurt/ Oder stattfinden. Das Verfassungsgericht hatte ihnen kurzfristig den Marsch durch Halbe untersagt.
Über 300 Antifaschistinnen und Antifaschisten kamen am 18.11.2006 zur Kundgebung: "NS-Verherrlichung stoppen" nach Seelow. Einige Menschen mehr, waren es auf der bürgerlichen Gegenkundgebung in Seelow. Dennoch konnte der Aufmarsch von ca. 1 000 Neonazis zum Friedhof in Seelow nicht gestoppt werden.
Das war auch nicht zu erwarten, nachdem die Brandenburger Landesregierung und ihr Aktionsbündnisündnis in Halbe den "Tag der Demokraten" feierte, statt den Protest in Seelow zu unterstützen.
Dennoch war der antifaschistische Protest in Seelow ein Erfolg. Wir waren lauter und wir hatten natürlich die bessere Musik - dank dem "Berlin Boom Orchestra". Es gelang zeitweise anreisende Nazis zu blockieren. Im Gegensatz zu Halbe beteiligten sich an den Protesten zahlreiche Seelowerinnen und Seelower.
Danke an alle, die sich den Nazis in den Weg gestellt haben.
Wir sehen uns am 3. März 2007 in Halbe!
NS-Verherrlichung stoppen - überall
Antifaschistischer Aktionstag am 18. November in Halbe oder Seelow
Nachdem das Verwaltungsgericht Franfurt/ Oder den vom Freudeskreis Halbe angemeldeten Nazi-Trauermarsch durch das brandenburgische Halbe verboten hat und den Faschisten lediglich eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz erlaubte,
hat der Hamburger Neonazi Christian Worch im ca. 100 km weit entfernten Seelow einen weiteren Aufmarsch
angemeldet. Ob dieser dort statt finden kann und den Nazis somit erlaubt wird, ihr Gedenken an tausende tote
NS-Verbrecher durchzuführen, bleibt abzuwarten. Die gerichtliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes
wird in den kommenden Tagen erwartet.
Unabhängig vom endgültigen Nazi-Aufmarsch- oder Kundgebungsort wird die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen!
dort auf der Straße sein, wo die Nazis marschieren werden. Wir lassen kein stilles Nazi-Trauergedenken zu!
Für die letzen Updates könnt ihr euch auf der Internetseite von redhalbe.de.vu informieren.
In Halbe beginnt um 10:00 Uhr die Kundegebung des berlin-brandenburger Bündnis NS-Verherrlichung stoppen mit ZeitzeugInnen, Bands und Redebeiträgen. Die Nazis wollen um 12:00 Uhr mit ihrer "Trauerveranstaltung" beginnen. Das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ruft für 15:00 Uhr zu einer Kundgebung im Rahmen des "Tag der Demokraten" auf.
Näheres zu Seelow findet ihr auf der redhalbe-Seite.
Auf nach Halbe - Gegen das nationalsozialistische Heldengedenken!
Die Verherrlichung des Nationalsozialismus hat mehr als eine Heimat. Wunsiedel, Dresden, Mittenwald – und auch Halbe.
Unter dem Deckmantel eines Trauermarsches planen Neonazis am 18.11. durch das kleine brandenburgische Örtchen zu marschieren und dort den auf dem Friedhof begrabenen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Auf dem größten deutschen Soldatenfriedhof liegen mehr als 20 000 tote deutsche Soldaten, von Wehrmacht und SS-Einheiten bis hin zu den Angehörigen des Volkssturms und Mitgliedern der HitlerJugend, die in der sogenannten Kesselschlacht bei Halbe lieber für Nazideutschland starben, als den verlorenen Krieg und die nahende Kapitulation zu akzeptieren. Im Falle eines Naziaufmarsches am 18.11. steht der nächste Höhepunkt der nationalsozialistischen Szene vor der Tür. In den letzten Jahren bot der Aufmarsch in Halbe den Faschisten einen Anknüpfungspunkt, um den Nationalsozialismus zu verherrlichen, um Kriegsverbrechen zu relativieren und ihre rassistische und menschenverachtende Ideologie zu propagieren. Darüber hinaus ermöglicht das sogenannte Heldengedenken den Nazis einen positiven Bezug auf Vertreter des Nationalsozialismus, vielmehr ist das Totengedenken für die Nazis eine feste Tradition in ihrer Erlebniswelt. Durch die Form der Trauerveranstaltung wird auch versucht, eine emotionale Bindung an das Thema heraus zu bilden, was sich besonders bei der braunen Jugend sehr identitätsstiftend auswirkt. Das gilt es zu bekämpfen! Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! hat es sich zur Aufgabe gemacht, politischen Widerstand gegen jene nationalsozialistischen Großveranstaltungen voran zu treiben.
Es gibt kein Ende der Geschichte! Am 18.11. findet in Halbe ein Antifaschistischer Aktionstag statt, denn das Ziel bleibt, den Naziaufmarsch zu verhindern!
Material gegen das Heldengedenken in Halbe
Das berlin-brandenburger Bündnis NS-Verherrlichung stoppen hat eine Pressemitteilung veröffentlicht und außerdem eine informative Broschüre über die Hintergründe in Halbe herausgebracht, die auch online zu lesen ist. Weitere Infos findet ihr unter redhalbe.de.vu. Darüber hinaus mobilisiert die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen mit einen
* * * * * * * * * * Wunsiedel 2006 * * * * * * * * * *
Rudolf-Hess-Ersatzdemonstrationen in drei bundesdeutschen Städten mit nur geringer Beteiligung! Antifaschistischer Protest behindert Nazidemonstrationen!
Die in mehreren Städten im Bundesgebiet für den 19. August 2006 angemeldeten und erlaubten Nazidemonstrationen zum Gedenken an den Kiegsverbrecher und Hitlerstellvertreter Rudolf Hess verliefen für die Anmelder enttäuschend und blamabel. Begleitet wurden sie von starken Protesten antifaschistischer Gruppen und empörter Anwohnerinnen und Anwohner. Ganze Stellungnahme.
Jena
Etwa 400 Nazis sind durch Jena demonstriert. Unterwegs gab es eine Zwischenkundgebung. Nachdem Jürgen Rieger bei einer zweiten Kundgebung eine Stunde lang geredet hatte, wurde er von der Polizei unterbrochen und die Versammlung anschließend beendet.
Rund um den Zug waren etwa 400 Antifas in kleineren und größeren Gruppen unterwegs, die schon auf einer zuvor stattgefundenen Demonstration gewesen waren.
Ausführlicher Bericht
Berlin
Die Polizei hat den Aufmarsch von 200-250 Nazis durchgesetzt. Unter ihnen auch Nazi-Prominenz wie Christian Worch und Siegfried Borchardt. Sie hat aber nicht verhindert, daß mehr als 600 Antifas den Aufmarsch durchgängig und lautstark begleiteten. Es kam immer wieder zu Blockadeversuchen, die recht rabiat aufgelöst wurden. Kurz vor der Abschlußkundgebung wurden die Gruppen getrennt und die Nazis konnten komplett abgeschirmt ihre Veranstaltung beenden.
München
Nur knapp 100 Neonazis fanden sich statt der vollmundig angekündigten 1.500 Teilnehmer in München zu einem Aufmarsch ein. Auch die angekündigte Prominenz blieb aus: Die Auftaktkundgebung am Stachus mussten Thomas Wittke (JN, "Kameradschaft München") und Roland Wuttke (NPD Oberbayern) bestreiten, die auch sonst bei fast jeder Münchner Kundgebung am Start sind. Einen kurzen Redebeitrag hielt Lars Käppler (BDVG).
An der Spitze des Aufmarschs war ein Transparent der JN München mit dem Aufmarsch-Motto "Nur ein Esel glaubt noch an den Sozialstaat in der BRD! - Rückführung statt Integration" , das vier Neonazis mit Eselsmasken trugen.
Über 500 AntifaschistInnen protestierten lautstark entlang der gesamten abgesperrten Aufmarschroute, so dass von den Reden außerhalb der Absperrung nichts zu verstehen war.
Mehr unter www.aida-archiv.de/wunsiedel.
Grünstadt/Kirchheim
Gleich zwei Veranstaltungen Seitens der Nazis waren in der Rhein-Neckar-Region angekündigt. Am Mittag rief das Aktionsbüro Rhein Neckar zu einem Aufmarsch in Grünstadt auf, für den Nachmittag war vom selben Kreis ausgehend ein sogenanntes Totengedenken im nahe gelegenen Kirchheim angemeldet. Beide Veranstaltungen wurden jedoch verboten, wogegen die Nazis wiederum Widerspruch einlegten.
Erst im Laufe des Samstages entschied das Verwaltungsgericht: Beide Veranstaltungen durften nicht stattfinden. Stattdessen demonstrierten etwa 100 AntifaschistInnen unter dem Motto "NS-Verherrlichung stoppen - immer und überall !" am Nachmittag durch Grünstadt.
Altenburg
Obwohl zwischenzeitlich von der Presse berichtet wurde, in Altenburg würde ebenfalls ein Naziaufmarsch stattfinden, stellte sich dies als Fehlmeldung heraus. Der Aufmarsch in Altenburg wurde zu Gunsten einer Teilnahme der Nazis an dem Aufmarsch in Jena abgesagt.
Fulda
Wohl um die verbleibenden Demonstrationen zu stärken, sagte der Veranstalter den geplanten Aufmarsch kurzfristig ab - obwohl dieser vorher noch durchgeklagt worden war. Zu den Gegenaktivitäten kamen dennoch mehrere hundert Menschen.
Das war auch noch
In Lauenburg bei Hamburg ist ein kleiner Haufen von ca. 50 Nazis am späten Nachmittag für kurze Zeit über den dortigen Marktplatz gelaufen. Die Pläne skandinavischer Nazis für einen Aufmarsch in Dänemark fielen unterdessen ins Wasser: Aufgrund von mangelndem Interesse sagten die Nazis ihre Veranstaltung von sich aus ab.
Aktuelle Erklärung der Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! Absage der zentralen antifaschistischen Veranstaltung - Aufruf zur Teilnahme an den vielzähligen regionalen Mobilisierungen!
Wir, die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen!, haben uns dazu entschlossen, unsere zentrale Mobilisierung gegen den Rudolf-Hess-Gedenkmarsch zurückzunehmen. Wie wir bereits mehrfach im Vorfeld betonten, geht es uns um die zentrale Ausrichtung, die der Hessmarsch in den Jahren vor den Verboten hatte. Und vorneherein haben wir angekündigt unsere Mobilisierung im Falle einer dezentralen Nazimobilisierung zu beenden. Dieser Fall ist nun eingetreten. Hier könnt Ihr die ganze Erklärung lesen.
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