EUROMAYDAY


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Geschichte und Hintergründe

redaktions-team , 10.03.2005 00:18

Euromayday basiert auf einer langen Tradition des 1. Mai als ArbeiterInnenkampftag, aber auch als Aktionstag linker und progressiver Bewegungen und als "Feier"-Tag ihrer Geschichte und Erfolge. Die aktuellen Euromayday Mobilisierungen begannen mit einer Maydayparade in Mailand im Jahr 2001, die erstmals das Thema prekarisierter Arbeits- und Lebensverhältnisse in den Vordergrund rückte und hierfür statt eine traditionelle Demo eine bunte und kreative Parade wählte. In den darauffolgenden Jahren wuchs die TeilnehmerInnenzahl (80.000 im Jahr 2004), aber auch in anderen Städten und Ländern wurden am 1. Mai Paraden der Prekarisierten gestartet. Im Jahr 2004 fanden erstmals in 5 europäischen Städten koordinierte Aktionen statt - unter dem gemeinsamen Label "Euromayday". Im Jahr 2005 sind es schon über ein Dutzend Städte...

In den folgenden Artikeln auf dieser Seite werdet ihr weitere Informationen und Geschichten rund um den 1. Mai lesen können...



Ergaenzungen



wikipedia hat dazu zu sagen:
01.05.2005 - 19:28

Link:
 http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Special%3ASearch&search=prekär&fulltext=Suche

Beispiel text 1:
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Unter Prekarisierung (von prekär lat.-fr.; durch Bitten erlangt; widerruflich, schwierig) wird unter Anderem der Prozess der Zunahme prekärer Arbeitsbeziehungen in der Erwerbsarbeit verstanden. Prekäre Arbeitsbeziehungen sind ökonomisch und historisch in Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis bestimmt.


In der Soziologie ist der Begriff Prekarisierung auch auf sämtliche lebensweltliche Aspekte, die nicht unmittelbar ökonomischen Mechanismen unterworfen sind, anwendbar. Beispielsweise wird die Verdrängung von alteingesessenen Bewohnern eines Stadtteils durch die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen bzw. die Erhöhrung des Mietzinses ebenfalls unter den Begriff Prekarisierung subsumiert.


Ökonomisch sind prekäre Arbeitsbeziehungen solche, die die Reproduktion der sozialen Existenz der in ihnen für ihren Erwerb Arbeitenden (und weiterer Personen, deren Reproduktion von deren Erwerbsarbeitseinkommen abhängig ist – zusammen kurz: Lohnabhängige) im Vergleich zu Personen, deren Erwerbsarbeit als Normalarbeitsverhältnis organisiert ist, prekär werden lassen. Aus diesem Vergleich ergibt sich der historische Aspekt der Bestimmung prekärer Arbeitsbeziehungen: Nur dort, wo das Normalarbeitsverhältnis als normierend etabliert wurde, kann dessen prekäre Auflösung als Prekarisierung verstanden werden (Lit.: AG "Neue Heimat" im Bündnis kritischer GewerkschafterInnen Ost/West 1998). Prekarisierung existiert demzufolge nur in industrialisierten Ländern.


Das fordistische Normalarbeitsverhältnis bietet den in ihm erfassten Lohnabhängigen nicht einfach Versicherungen gegen den Ausfall des Lohnes (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitslosen- und Rentenversicherung), sondern kollektive Regelungen, die Risiken der konkret nützlichen Arbeit (Berufsgenossenschaften, Krankenkassen) sowie deren Gestaltung (Arbeitsschutz, Betriebsräte), Entlohnung (Tarifverträge) und Kontrolle der Verausgabung der Arbeit (Gewerkschaftsvertretung, Kündigungsschutz bzw. Abfindungen, regelmäßige Vollarbeitszeit, bezahlter Urlaub) betreffen. Prekäre Arbeitsbeziehungen zeichnen sich durch das Fehlen solcher Elemente und/oder durch niedrige und unsichere Einkommen aus und werden oft als atypische Arbeitsverhältnisse bezeichnet.

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