Infoladen Schwarzmarkt
Kleiner Schäferkamp 46
20357 Hamburg
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(Nähe S Sternschanze oder U Schlump)
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telefon: 040-000
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e-mail: schwarzmarkt[at]riseup.net
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Warum es uns gibt...
Der Schwarzmarkt ist ein unkommerzieller, kollektiv betriebener Infoladen, der in
wechselnder Besetzung als Projekt seit über 30 Jahren besteht. Mit dem Entstehen der
autonomen Bewegung Ende der 1970er/ Anfang der 1980er Jahre bildeten sich in vielen
Städten die ersten Infoläden. Diese
Infoläden begriffen sich als Teil des Konzeptes Gegenöffentlichkeit. Das Konzept
Gegenöffentlichkeit geht davon aus, dass im gesellschaftlichen Normierungsprozess
Medien eine zentrale Rolle spielen und will daher kritische und unabhängige
Informationen zugänglich machen. Eine nicht geringe Bedeutung kommt hierbei der
szeneinternen Kommunikation zu – eine Information bekommt ihren Wert dadurch, dass
(im weitesten Sinne) eine Handlung aus ihr resultiert. Es geht also um beides: Um
öffentlichkeitsarbeit und um das Bereitstellen von linker Infrastruktur. Ein
Infoladen ist ein Ort des Austausches und der Vernetzung, ein Ort der Kommunikation
und Diskussion, ein Treff- und Anlaufpunkt für alle
Interessierten an gesellschaftlicher Umwälzung.
Infoläden sind dabei auch eine Schnittstelle verschiedener Teilbereiche
linksradikaler Politik. Für uns als Schwarzmarkt bedeutet dies, dass die
verschiedenen Spektren linker Bewegungen bei uns sichtbar werden sollen. Trotz
vieler Gegensätze und unterschiedlicher Meinungen ist uns eine solche Bandbreite
wichtig, die sich jedoch immer auf Grundlage politischer Grundsätze bewegt –
Vielfalt heißt eben nicht politische Beliebigkeit. Deshalb versuchen wir in der
Funktion eines Kommunikations- und
Informationstreffpunktes Platz für Konflikte und Diskussionen zu bieten und eine
breite Palette an Themen, Aktionen und Kampagnen zu unterstützen. Die Themen, zu
denen ihr bei uns Material finden könnt, reichen von Antirassismus, Anti-AKW,
Repressionen, Knast und Gefangene, Feminismus und (Trans-)Gender, Antifaschismus,
Internationalismus und linker Theorie bis hin zu sozialen Kämpfen, Globalisierung
und vielem mehr.
Ein Infoladen lebt von der Interaktion: Im Austausch mit anderen Projekten und
Gruppen bekommen wir die Informationen, die wir dann wiederum
weitergeben. Das bedeutet aber auch, dass ein Infoladen keine Gäste, sondern
Nutzer_innen hat: nicht Serviceleistung, sondern Eigeninitiative ist gefragt. Bringt
uns also gerne Sachen vorbei, kümmert euch (nach Absprache) um einzelne Bereiche
oder Themenordner und gebt uns Anregungen für neue Zeitschriften oder Broschüren.
...und was es bei uns gibt...
Die Umsetzung von unserer Idee eines Infoladens erfolgt zu einem großen Teil über
das geschriebene Wort: Bei uns gibt es diverse Flugblätter, Flyer und Plakate zu
aktuellen Themen aus Hamburg und Umgebung, aber auch zu bundesweiten und
internationalen Kampagnen. Ergänzt wird dies durch eine große Palette an
Zeitschriften, Zeitungen und Broschüren sowie ausgewählten Bücher und einen kleinen
modernen Antiquariat. Doch nicht jede Zeitschrift muss gekauft werden: In unserer
Leselounge bieten wir über 50 Zeitschriften als Leseexemplare an, in denen bei
Kaffee,
Kaltgetränk und manchmal sogar Kuchen (den ihr auch gerne mitbringen dürft)
gestöbert werden kann. Darüber hinaus gibt es bei uns
Revolutionsbedarf jeglicher Art: Aufnäher, Aufkleber, T-Shirts, Pullis, Musik,
politische Filme, Buttons und vieles mehr. Und wenn der gewünschte Button nicht
dabei sein sollte, könnt ihr euch bei uns auch eine
Buttonmaschine ausleihen. Wir bieten zusätzlich Raum, um bei uns politisch zu
arbeiten, z.B. am PC, mit dem Kopierer, am Internetterminal (der zumindest relativ
anonymes Surfen ermöglicht) oder durch die
Bereitstellung von Postfächern für Gruppen und Projekte. Wir wollen, dass
Informationen möglichst weit verbreitet werden. Deshalb könnt ihr euch bei uns
Infotische für eure Aktionen zusammenstellen und ausleihen.
...und was sonst noch Teil von uns ist:
Das Archiv:
Seit unseren Anfängen archivieren wir den Großteil dessen, was uns an Informationen
so erreicht. Unser Archiv wurde in der Vergangenheit zwar mal mehr, mal weniger
gepflegt, aber ihr findet hier trotzdem eine große Fülle an Texten und Flugblättern
zu diversen Themen und viel
Zeitschriftensammlungen, nicht selten ab der ersten Ausgabe. Dabei begreifen wir
unser Archiv als Ergänzung zum Archiv der Sozialen
Bewegungen in der Roten Flora und freuen uns, wenn wir euch bei eurer Recherche
helfen können.
Bis 2008 gab es einen PGA Infopunkt im Schwarzmarkt. Dieser diente als Ort der Kommunikation über Aktivitäten des Netzwerkes
peoples global action sowie der öffentlichmachung von
Kampagnen, internationalistischen Basisbewegungen und Basisgruppen. Er wurde
aufgelöst, aber Archivmaterial ist weiterhin vorhanden.
Der FrauenLesbenTrasgenderraum:
Mit unserem FrauenLesbenTransgenderraum bieten wir einerseits einen Rückzugsraum,
der für Männer nicht zugänglich ist, andererseits findet ihr hier noch mal spezielle
Informationen, Themenordner und Literatur zu Sexismus und Patriarchat,
feministischen Theorien sowie zu verschiedenen Diskussionen und Debatten und anderes
mehr. Der FrauenLesenTransgenderraum bestand bei uns lange Jahre parallel und in
Ergänzung zum
FrauenLesbenTransgendertag. Solange sich kein Zusammenhang findet, der Lust hat,
diesen Tag zu übernehmen, bleibt der Infoladen donnerstags geschlossen.
Der Jugendantifatag:
Jeden Dienstag findet im Infoladen Schwarzmarkt der Jugendantifatag statt. An diesem
Tag bieten wir einen Anlaufpunkt für alle Jugendlichen, die sich für
antifaschistische Politik interessieren. Hier könnt ihr euch die neuesten Infos
abholen, euch mit anderen Menschen organisieren oder einfach nette Leute treffen.
Darüber hinaus findet alle zwei Wochen ab 18:30 Uhr das offene Jugendplenum AHOJ
statt, bei dem ihr euch aktiv an antifaschistischer Politik beteiligen könnt.
Wann und wo wir für euch da sind:
Ihr findet uns im Schanzenviertel, im Kleinen Schäferkamp 46, in
unmittelbarer Nähe zum U/S-Bhf Sternschanze bzw. U-Bhf Schlump. Wir haben am Montag
und Dienstag von 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr sowie am Mittwoch und Freitag von 15:00 Uhr
bis 19:00 Uhr geöffnet.
Für unsere Eigenständigkeit finden wir es richtig und wichtig, auch finanziell
unabhängig zu sein. Deshalb finanzieren wir uns quasi
ausschließlich über Spenden. Da das alles andere als einfach ist und wir leider
chronische Geldsorgen haben, freuen wir und – neben tatkräftiger Unterstützung –
immer auch über finanzielle Hilfe. Das können Spenden sein, aber auch beispielsweise
Parties oder Konzerte, deren Erlös ihr uns zu Verfügung stellt.