Le Sabot – eine vegane Küche

Was heisst das? Vegan: Verzicht auf tierische Produkte aller Art, sowohl beim Essen als auch bei Kleidung und anderen Konsumgütern. Und warum?

5 Gründe für einen veganen Lebensstil

Welternährungssituation
Unterernährung in der sogenannten 3. Welt: obwohl die weltweite Getreideproduktion in den letzten Jahren kaum unter 1 kg pro Tag für jeden Menschen gefallen ist, stirbt alle 2 Sekunden ein Kind an Hunger (12-13 Mio. im Jahr). Gut 40% der Weltgetreideernte, 40-50% der weltweiten Fischereierträge sowie 25-40% der Molkereiprodukte werden als Tierfutter verwendet. Viel von dem Eiweiss, dass zur Tierfütterung verwendet wird, stammt aus Ländern, wo die Menschen hungern (z.B. Fischmehl aus Peru oder Soja aus Brasilien).

Nahrungsmittelindustrie
Ineffiziente Produktion: ein Grossteil der Ernte wird ans Vieh verfüttert. Wasser wird als kostbarer Rohstoff vergeudet: die Fleischproduktion verbraucht Unmengen zur Bewässerung des Futtergetreides. Verschiffung von Tierfutter um die halbe Erde schafft enorme Kosten und Umweltbelastung.

Ethik
Vermeidung von Ausbeutung von Tieren: in der Massentierhaltung werden durch unnatürliche Nahrung, Bewegungsentzug und genetische Kontrolle Fleisch-, Milch- und Eier-Erträge in die Höhe getrieben. Dabei wird in Kauf genommen, dass sich Krankheiten unter den Tieren rasend schnell verbreiten (z.B. BSE durch Verfütterung von hochkonzentriertem Protein) und die Tiere getötet werden müssen. Grausame Schlachtung findet im Akkord statt. Ganze Fischbestände werden durch Überfischung ausgerottet.

Gesundheitlicher Aspekt
Es besteht ein nachweislicher Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Verdauungsstörungen. Im Fleisch gibt es viele chemische Rückstände durch Nahrungszusätze wie Medikamente (zur Bekämpfung von Infektionen), Drogen (z.B. Tranquilizer), Hormone. Antibiotika-Resistenzen werden geschaffen. Im menschlichen Körper kommt es zur Anreicherung von Schadstoffen, die z.B. Krebs hervorrufen können.

Umweltzerstörung
Hauptgrund für die Zerstörung der Wälder in Lateinamerika und für die Ausbreitung der Wüsten ist die Ausweitung der Weideflächen und der Flächen um Tierfutter anzubauen. Ausserdem findet Erosion durch Überweidung statt. Viehherden produzieren in manchen Ländern mehr Dung als der Boden aufnehmen kann. Dung ist Hauptverschmutzer unserer Gewässer. Der Ausstoss von Methangas ist 20-25 mal schädlicher als CO2.

Die gesamte Ernährungswirtschaft ist auf Fleischproduktion ausgerichtet. Das verstärkt die Unausgeglichenheit des Nahrungsverbrauchs zwischen reichen und armen Ländern und unterstreicht das Ungleichgewicht der Rohstoffnutzung. Dahinter steht eine marktwirtschaftliche Verwertungspolitik.


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