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junge
Welt Trickreiches Spiel auf Zeit Prozeß über sexuelle Gewalt in Polizeihaft erneut vertagt
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| Mit Vertagung
mangels Beweismitteln endete dieser Tage auch der dritte Prozeßtag vor dem Istanbuler Strafgericht nach nur 45 Minuten. Nächster Termin ist der 5. Februar 2002. Den 19 Angeklagten wird vorgeworfen, den türki- |
schen
Staat und dessen Sicherheitskräfte ver- leumdet und beleidigt zu haben, indem sie im Sommer letzten Jahres an einem Kongreß zum Thema sexuelle Gewalt in den Gefängnis- sen mitgewirkt haben. |
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| Wie auch
bei den beiden letzten Terminen fehlten immer noch entscheidende Beweis- mittel: Ein Video, das bei dem Kongreß auf- genommen worden sein soll, ist noch immer nicht wieder aufgetaucht. Eine der Angeklag- ten, Fatma Deniz Polattas, befand sich zur |
Zeit des
Kongresses in Polizeihaft, kann also nicht teilgenommen haben. Dies wurde schon beim ersten Prozeßtermin festgestellt, konnte aber laut Aussage des Richters bis jetzt nicht überprüft werden. |
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| Zwei der
Angeklagten machten eine Aussa- ge. Suna Aras berichtete von zwei Beispie- len aus der jüngeren Vergangenheit, bei de- nen Frauen auf offener Straße vergewaltigt worden sind. Jedesmal seien Polizisten da- beigewesen. In einem Land, wo dies möglich sei, fühle sie sich nicht in Sicherheit. Die an- geklagte Schriftstellerin Berin Tas, die den Kongreß mit vorbereitet hat, glaubt, daß se- |
xuelle
Folter undgewaltigung immer wieder vor- kommen werden, da die Täter wüßten, daß sie in der Türkei nicht bestraft würden. Die Aussa- gen wurden von seiten des Richters nicht kom- mentiert. Eine der Angeklagten meinte nach der Verhandlung, der Prozeß würde offensicht- lich absichtlich verschleppt, um betroffene Frau- en einzuschüchtern und sie davon abzubringen, Anzeige zu erstatten. |