YPG: Unsere einzige Bedingung ist, dass sich die bewaffneten Gruppen zurückziehen

Nach den Angriffen bewaffneter Gruppen auf mehrere Dörfer im Gebiet Afrin, haben die Volksverteidigungseinheiten YPG eine breitangelegte Operation gestartet, mit der die bewaffneten Gruppen aus den Dörfern vertrieben werden konnten. In einer Erklärung der YPG wird erklärt, dass die einzige Bedingung für einen Waffenstillstand, dass Verlassen der bewaffneten Gruppen aus den Dörfern sei.
Seit 15 Tagen dauern die Gefechte zwischen der YPG und den bewaffneten Gruppen an, die Resultat der Angriffe der bewaffneten Gruppen auf die Dörfer Ziyaret und Akibe in Afrin (Westkurdistan) sind. Um die Gruppen nun zu vertreiben hat die YPG breitangelegte Operation begonnen. Es wurden demnach dutzende Angreifer getötet und mehrere militärische Fahrzeuge zerstört. Bei den Gefechten verloren sieben YPG-KämpferInnen ihr Leben.
Über die Vorwürfe, dass die YPG einen Vereinbarung mit dem Baath-Regime getroffen habe, erklären die YPG: „Wie allgemein bekannt ist, dauert der Widerstand der YPG gegen das syrische Baath-Regime, der 2004 begonnen worden ist, bis heute an. Aus diesem Grund werden immer noch dutzende unsere Kader und Sympathisanten in den Gefängnissen des Baath-Regimes festgehalten.
Seit dem Beginn der revolutionären Phase in Syrien haben wir gegen das Regime hunderte Menschen verloren. In diesen Tagen gibt es intensive Gefechte zwischen unseren Einheiten und dem Militär des Regimes. Daher sollten alle wissen, dass unsere Kräfte keine Vereinbarung oder Bündnis mit dem Regime schließen wird.“
In der Erklärung wird zudem darauf hingewiesen, dass Gefechte um das Gebiet Afrin nicht von den YPG begonnen worden sind. Man habe bereits früher darauf hingewiesen, dass es nur eine einzige Bedingung für eine Waffenruhe gebe: „Die bewaffneten Gruppen sollen nicht in die Dörfer und Gebiete, die von der YPG kontrolliert werden, eindringen. Wenn die letzten Angreifer das Dorf Ziyaret verlassen haben, werde man wieder in einen Dialog treten“, so die YPG.

Quelle: ANF, 08.06.2013, ISKU

ISKU | Informationsstelle Kurdistan