Zozani: Es gibt keine positive Entwicklung in Hinsicht auf die erkrankten Gefangenen

Adil Zozani, BDP-Abgeordneter von Colemêrg (Hakkari), hat eine Presserklärung bezüglich des kranken Gefangenen Taylan Cintay abgegeben. Taylan Cintay ist einer der schwerkranken Häftlinge. Er befindet sich seit 15 Jahren im Gefängnis, in dieser Zeit musste er fünf Mal wegen einer Krebserkrankung operiert werden.

In der schriftlichen Erklärung heißt es, dass die Gefängnisleitung Cintay kürzlich nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus unbekleidet durchsuchen wollte. Obwohl Cintay sich geweigert hat, wurde er unter Zwang entkleidet und verprügelt. Dabei kamen neue Wunden hinzu, auch die Operationswunde ging auf. Aufgrund der Folter fing er stark zu bluten an und musste in die Gefängnisnotfallaufnahme gebracht werden. Trotz seines schlechten Gesundheitszustands musste er zwei Tage allein in einer Zelle ohne Matratze verbleiben, was als unmenschlich anzusehen ist.
Zozani betont in der Erklärung, dass sich der Gesundheitszustand der schwer kranken Gefangenen mit jedem weiteren Tag verschlechtert. Insbesondere die zuständigen Behörden, einschließlich des Justizministeriums, haben diesbezüglich nichts unternommen. Vor allem die krebskranken Gefangenen, die dem Tode nahe sind, müssen freigelassen werden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die willkürliche Einstellung der Gerichtsmedizin und der Staatsanwaltschaft führt dazu, dass sich die Situation für die scherkranken Gefangenen jeden Tag verschlimmert. Als ob die schlechten Haftbedingungen nicht reichen würden, sind die Häftlinge auch den rechtswidrigen Praktiken der Mitarbeiter der Strafanstalt ausgesetzt.

Cintay hat eine Strafanzeige gegen die Gefängnisverwaltung und die Mitarbeiter erstattet und wurde danach von der Gefängnisleitung unter Druck gesetzt, so Zozani. Der Gefängnisleiter hat behauptet, dass Cintay selbst mit Absicht seine Arme gegen die Wand geschlagen hat. Dennoch konnte der Leiter eine disziplinarische Untersuchung nicht verhindern.
Zozani erklärte, dass Cintay kein Einzelfall sei und es in allen Gefängnissen zu Rechtswidrigkeiten käme. Die rechtswidrigen Praktiken und Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen sind inakzeptabel! Die Regierung muss so schnell wie möglich etwas unternehmen, sonst wird es bald zu Todesfällen kommen.
„Wir verurteilen diese entwürdigenden Praktiken. Wir fordern von den zuständigen Organen des Ministeriums und vom Justizministerium, dass sie die Gefängnisleitung samt Personal wegen der unmenschlichen Praktiken zur Rechenschaft ziehen“, so Zozani.

Quelle: ANF, 23.05.2013, ISKU

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