| Journalisten
zu langjährigen Haftstrafen verurteilt
İbrahim Güvenç, ehemaliger Chefredakteur der kurdischsprachigen Wochenzeitung
Azadiya Welat, ist am Mittwoch in Amed (Diyarbakir) zu einer Haftstrafe
von zehn Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Ihm wurde die „Verbreitung
von Progaganda für eine illegale Organisation“ vorgeworfen.
Auch der jetzige Chefredakteur der Zeitung, Aydın Atar, steht derzeit
wegen des gleichen Vorwurfs in Amed vor Gericht.
In Istanbul wurde zeitgleich der Sprecher der „Plattform für die Solidarität
mit den inhaftierten JournalistInnen“, Necati Abay, zu einer Haftstrafe
von 11 Jahren und drei Monaten wegen „Mitgliedschaft in einer illegalen
Organisation“ verurteilt.
Abay machte in einer nach dem Urteil verbreiteten Erklärung Ministerpräsident
Erdogan für die Verhängung der Haftsrafe verantwortlich: „Erdogan hat
im März 2012 unsere Plattform beschuldigt, eine gefälschte Liste der zum
damaligen Zeitpunkt 105 inhaftierten JournalistInnen zu verbreiten. Ich
glaube, dass diese Verleumdung Erdogans direkten Einfluss auf das Urteil
gegen mich hat.“
Er erklärte weiter, dass er niemals aufhören werde, für Gerechtigkeit
einzutreten und dass die wahren Gründe für seine Verurteilung seine Eingaben
vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen folternde Polizeibeamte
und den türkischen Staat seien.
Quelle: ANF, 22.05.2013,
ISKU
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