| KCK
bestätigt Waffenstillstand
Der Vorsitzende der Gemeinschaft
der Gesellschaften Kurdistans (KCK), Murat Karayilan, hat in seiner Botschaft,
die während der Newroz-Feier in Bonn über Großbildleinwand gezeigt worden
ist, auf den Aufruf Abdullah Öcalans geantwortet. „Ab dem 21. März erklären
wir klar und deutlich als KCK, PKK und HPG einen Waffenstillstand,“ so
Karayilan.
Abdullah Öcalans historische Erklärung wurde am 21. März in der Stadt
Amed/Diyarbakir vor nahezu zwei Millionen Menschen verlesen. Darin verkündet
er einen historischen Frieden und den Abzug der Guerilla vom türkischen
Staatsgebiet.
Im Folgenden einige Aussagen aus der Botschaft Karayilans:
Die Erklärung des Vorsitzenden Öcalans ist sehr wichtig und historisch.
In Amed wurde an Newroz eine neue Seite aufgeschlagen, es wurde Geschichte
geschrieben. Der Inhalt der Botschaft ist sehr reich, tiefgründig und
wertvoll. Nicht nur für Nordkurdistan, sondern für ganz Kurdistan. Es
hat eine Bedeutung für die Türkei und die gesamte Region.
Die Entscheidung des Vorsitzenden Apo ist gleichzeitig auch unsere Entscheidung.
Wir akzeptieren diese Entscheidung und stimmen ihr zu. Wir sehen diese
als den Beginn einer neuen Ära, als den Anfang einer neuen historischen
Phase.
Ab dem 21. März erklären wir klar und deutlich als KCK, PKK und HPG einen
Waffenstillstand. Die Guerilla des freien Kurdistans werden keine militärischen
Aktionen durchführen. Aber wenn unsere Kräfte angegriffen werden, werden
sie sich natürlich selbstverteidigen. Das ist ihr legitimes Recht. Wenn
niemand unsere abziehenden Kräfte angreift, werden unsre Kräfte keine
militärischen Aktionen durchführen.
Unser Volk in Europa muss in dieser Phase seine Rolle spielen. Ihr müsst
eine politische und diplomatische Bewegung starten. Ihr müsst besonders
die Unterschriftenkampagne „Freiheit für Öcalan noch einmal verstärken.
Es ist nun die Zeit für die Freiheit des Vorsitzenden Apo. Deshalb müsst
ihr die Unterschriftenkampagne „Freiheit für Öcalan“ auf der ganzen Welt
verbreiten.
Das Massaker von Paris muss aufgeklärt werden. Mitten in Europa gab es
in Paris einen Angriff gegen uns. Es gab ein Massaker. Dieses muss aufgeklärt
werden. Diese Verantwortung liegt auch bei euch. Die Kurden in Europa
müssen dafür alles Notwendige auf politischer, diplomatischer und rechtlicher
Ebene tun.
Quelle: ANF, 23.03.2013,
ISKU
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