Kein Unterschied zwischen Erdoğan und Şahin: Für AKP-Regierung Roboski-Massaker erledigt

Nachdem der türkische Innenminister İdris Naim Şahin erklärte, dass es sich beim Massaker von Roboski um keine Angelegenheit handele für die man sich entschuldigen müsse, fügte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan nun hinzu, dass Entschädigungszahlungen erfolgt seien und man als Regierung dem nichts mehr hinzufügen könne.
Als Erdoğan nach seiner Ankunft von einer Auslandsreise in Kasachstan am Istanbuler Flughafen auf die Rede seines Innenministers bezüglich des Massakers von Roboski angesprochen wurde, erwiderte dieser wie folgt: „Der Vorsitzende der AKP ist Recep Tayyip Erdoğan und dieser gibt immer nur Erklärungen ab, nachdem er sie mit seinen Parteifreunden bewertet hat. Bezüglich Uludere [Roboski] haben wir eine Erklärung gemacht. Was hatten wir da gesagt? Wir haben von Anfang an gesagt, dass es sich hierbei um einen Fehler gehandelt haben könnte. Aber wir haben auch gesagt, dass es sich bei dem Gebiet um ein Terrorgebiet handelt.“ Nachdem Erdoğan durch diese Worte versuchte das Massaker durch den Antiterror-Kampf zu rechtfertigen, begegnete er auf die Frage, ob es hinsichtlich des Massakers zu einer Untersuchung und einem Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen kommen werde, wie folgt: „Keiner sollte sich erheben und versuchen den Grenzschmuggel zu legitimieren.“ Mit diesen Worten stellte sich Erdoğan klar hinter die Worte seines Innenministers Şahin.
Was hatte Şahin gesagt?
Der Innenminister Şahin hatte zuvor folgende Erklärung bezüglich des Roboski-Massakers in einer Fernsehsendung abgegeben: „Diese Bürger sind gestorben als sie Grenzschmuggel betrieben. Wären sie lebend festgenommen worden, hätte man sie verurteilt.“

Quelle: atilimhaber.org, 25.05.2012, ISKU

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