| Lebende
Schutzschilde stoppen Militäroperation
Eine Operation des türkischen
Militärs im Raum Amed wurde am 26. April durch die Aktion der „lebenden
Schutzschilde“ erfolgreich gestoppt. Nachdem die DTK-Co-Vorsitzende Aysel
Tuğluk öffentlich machte, dass im Operationsgebiet Gasmasken an die Zivilbevölkerung
verteilt worden sei, entschlossen sich kurzerhand hunderte Menschen ins
Operationsgebiet zu laufen. Das Verteilen von Gasmasken wurde von der
Öffentlichkeit als Indiz für den möglichen Einsatz von Chemiewaffen gegen
die Guerillakräfte der HPG (Volksverteidigungskräfte) gewertet. Infolge
der Aktion zogen sich die Militärkräfte aus dem Operationsgebiet zurück.
Trotz der Versuche des Militärs die Bevölkerung zurückzuhalten, schafften
es die Menschen, unter denen sich auch Abgeordnete, BürgermeisterInnen
und VertreterInnen verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen
befanden, ins Operationsgebiet zu gelangen. Die „lebenden Schutzschilde“
marschierten insgesamt rund 13 km, bis sie ins Gebiet der Militäroperation
gelangen.
Als die Menschen das Gebiet erreicht hatten, waren die Militärs bereits
abgezogen. Die dort ansässigen DorfberwohnerInnen erzählten, dass die
Militäreinsatzkräfte zuvor mit Hubschraubern in das Gebiet verlegt worden
seien. Doch nach Beginn der Aktion der „lebenden Schutzschilde“ hätten
sie sich zurückgezogen.
Im Anschluss an die Aktion wurde eine Pressekonferenz abgehalten, in der
unter anderem Aysel Tuğluk zu den Anwesenden sprach. Sie bedankte sich
in ihrer Rede bei allen TeilnehmerInnen der Aktion, insbesondere bei den
Müttern, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters und aller Schwierigkeiten
für ein Ende der Militäroperationen demonstriert haben.
Quelle: DIHA, 27.04.2012,
ISKU
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