24 Oberstufenschüler_innen wegen Unterstützung der TEKEL-Arbeiter_innen von der Schule geworfen

ISTANBUL - In Çekmeköy in Istanbul wurden 24 Oberstufenschüler_innen, die Aktionen für die TEKEL-Arbeiter_innen gemacht haben, mit der Begründung „Boykott vom Unterricht“, „Parolen rufen“ und „sich gegen Lehrer aufbegehren“ von der Schule geworfen.
200 Schüler_innen von Mehmetçik Gymnasium versammelten sich am 25.2. zwischen den zwei Schulgebäuden mit dem Ziel, die andauernden Aktionen der TEKEL-Arbeiter_innen in Ankara zu unterstützen und riefen „Die Arbeiter_innen von TEKEL sind nicht allein“. Etwas später hielten einige der Schüler_innen Reden. Die Schulleitung hatte im Voraus die Aktion untersagt. Während der Aktion forderten sie nochmals die Schüler_innen auf, die Aktion zu beenden. Während die Mehrheit der Schüler_innen in ihren Unterricht zurückkehrte, führten 24 Schüler_innen die Aktion fort. Im Anschluss an die zweistündige Aktion sprach die Schulleitung eine Verwarnung aus. Die Schüler_innen wurden zunächst zum Rektor gebracht. Daraufhin wurden die Schüler_innen dem Bezirksdirektorat „Nationale Bildung Disziplinierungsrat“ übergeben.
Das Bezirksdirektorat „Nationale Bildung“ Çekmeköy entschied am 16.3., dass den 24 Schüler_innen gemäß des §13/C der Schulordnung ein Abgangszeugnis ausgestellt werden soll. Eine der Betroffenen erklärte:„Wir haben im Schulhof eine Aktion gemacht. Dafür sind wir unberechtigterweise von der Schule geworfen worden. Sie wollten eine Unterschrift von uns haben, um uns diese Abgangszeugnisse zu geben. Das werden wir garantiert nicht akzeptieren. Sondern wir gehen weiterhin zur Schule. Wir werden aber nicht zu Prüfungen oder zum Unterricht gelassen. Wir haben erfahren, dass sie die Zeugnisse zu uns nach Hause geschickt haben. Wir werden alle unsere Rechte nutzen. Wir sind aufgrund einer politischen Aktion von der Schule geworfen worden.“

Quelle: ANF, 17.03.2010, ISKU

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