| Şenoba Kerem Gün auf offener Straße hingerichtet ŞIRNAK – Von Soldaten des in
Şırnak Balveren stationierten Bataillons ist der ehemalige Vorsitzende
der DTP-Jugendbewegung-Şırnak und Aktivist der linken Jugendbewegung YDG,
Şenoba Kerem Gün, zusammen mit Freunden ins Kreuzfeuer genommen worden.
Gün wurde getötet, zwei weitere verletzt. Die Ermordung des 27-Jährigen wurde von Menschenrechtaktivist_innen und BDP-Abgeordneten scharf verurteilt. Die BDP-Abgeordnete Emine Ayna charakterisierte den Mord als staatlichen Terrorismus gegen die kurdische Bevölkerung. Ein Freund und Verwandter des Ermordeten, Azad Gün, erklärte, dass der Getötete Şenoba Kerem Gün schon zwei Tage zuvor von Soldaten der gleichen Einheit festgenommen und mit dem Tode bedroht worden sei. Der Gouverneur von Şırnak behauptete, der Getötete sei im Rahmen von Zigarettenschmuggel in einem Gefecht mit den Soldaten gefallen. Warum allerdings, dann die sechs Überlebenden nicht festgenommen wurden, war er nicht bereit zu kommentieren. Auch die Aussagen von Augenzeug_innen und Verwandten strafen ihn Lügen. Der Bruder des Getöteten, Salih Gün, der ebenfalls am Ort des Angriffs gewesen war, erklärte, dass die Soldaten wussten, dass sie unbewaffnet gewesen waren und auch kein Befehl zum Stehen bleiben gegeben worden war: „Wir waren 7 Personen. Bevor die Soldaten das Feuer eröffneten, wurde eine Leuchtkugel abgeschossen. Danach schossen sie. Infolge der Schüsse blieb mein großer Bruder liegen. Danach versuchten wir, ihn auf unseren Rücken ins Krankenhaus zu bringen. Der Krankenwagen, den wir gerufen hatten, kam nicht." Der Krankenwagen wurde an Armeekontrollen aufgehalten. An der Beerdigung von Kerem Gün nahmen viele BDP Bürgermeister_innen und Stadtratsmitglieder der BDP teil. Schon am 8. Februar war der 22-jährige Kurde Hecer Usluunter ähnlichen Umständen, ebenfalls mit dem Vorwurf des angeblichen Schmuggels, zwischen Şırnak und Hakkari von Soldaten getötet worden, als diese seinen Minibus mit Kugeln durchsiebten. Auch er war vorher von Soldaten mit dem Tod bedroht worden, weil er aktiv an DTP-Demonstrationen und Autokonvois teilgenommen hatte. Quelle: ANF, YÜKSEKOVAHABER, ÖP, 13.03.2010, ISKU |
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