Stellungnahme der HPG: Die Deutschen wurden aufgrund der Bemühungen der NGO’s frei gelassen

Das Hauptquartier der HPG nahm Stellung zu den näheren Umständen der Freilassung der drei deutschen Bergsteiger. In ihrer Erklärung hieß es dazu: man hätte mit der Freilassung der drei Deutschen dem Aufruf von Seiten des IHD, MAZLUM DER, DTP und des Friedensrates der Türkei Folge geleistet. „Am 9. Juli sind am Ararat drei deutsche Staatbürger, die im Guerillagebiet Ferien machten, auf Eigeninitiative der Gebietskommandantur Serhat von dieser inhaftiert worden.“ Dieses sei laut Erklärung „als Reaktion auf die feindliche Haltung der deutschen Regierung gegenüber dem kurdischen Volk und der Freiheitsbewegung zu bewerten“. In der Erklärung wurde versichert, dass man den drei Bergsteigern gegenüber „alles getan hätte um ihr Leben zu schützen“.
Am 19. Juli erreichte eine Delegation bestehend aus IHD, MAZLUMDER, DTP sowie des Friedensrates der Türkei Doğubayazıt. Als Ergebnis der Zusammenarbeit mit dieser Delegation wäre dann beschlossen worden die drei Bergsteiger am Abend des 20. Juli frei zu lassen. Aufgrund der fortdauernden Operationen allerdings war es nicht möglich für Leib und Leben der Teilnehmer der Delegation so wie der Deutschen zu garantieren. Deshalb konnten die Deutschen nicht zum vereinbarten Zeitpunkt freigelassen werden. Die drei Deutschen seien dann bereits um 12 Uhr mittags des selbigen Tages in der Nähe des Dorfes Güngören, welches zu Doğubayazıt gehört, freigelassen worden.
Die HPG wies in ihrer Erklärung darauf hin, dass sie sich den internationalen Regeln des Krieges wie sie der Genfer Vertrag vorsieht auch weiterhin verbunden fühle und betonte dass es bisher nie zu Angriffen auf Zivilisten gekommen sei und auch in Zukunft Zivilisten nicht Ziel von Angriffen seien.
Die HPG würde aber unter Beachtung aller internationalen Regeln und Verträge gegen jegliche Art von Angriffen das Volk und die Werte der Freiheitsbewegung unter Zuhilfenahme des Rechts auf Selbstverteidigung zu schützen wissen. Sie möchte aber auch gesagt haben, dass, sollte sich die deutsche Regierung auch weiterhin negativ gegen das kurdische Volk und die Freiheitsbewegung verhalten, es schwierig für sie sein dürfte, Reaktionen die außerhalb ihrer Kontrolle stünden immer vermeiden zu können.

Quelle: ANF 21.07.08., ISKU

Übersetzung aus dem Türkischen
ISKU | Informationsstelle Kurdistan