Angst bei der AKP vor einem zweiten Semdinli Während offizielle Stellungnahmen zum Massaker in Beytüssebap weiter ausbleiben, herrscht bei der AKP die Sorge, der Vorfall könne zu einem zweiten Semdinli werden. Nachdem zunächst der PKK die Verantwortung für den Mord an zwölf Dorfbewohnern zugeschoben worden war, finden jetzt stille Nachforschungen dazu statt. Wie es heißt, sollen kurdischen AKP-Abgeordneten Informationen zugespielt worden sein, demnach innerstaatliche Banden in den Vorfall verwickelt sein sollen. Die Ähnlichkeit mit dem Massaker von Güclükonak im Jahr 1996 und dem Bombenanschlag von Semdinli im November 2005, bei denen die Urheberschaft staatlicher Kontrakräfte zutage getreten war, ist nicht zu übersehen. Eine parlamentarische Abordnung wird weitere Untersuchungen in der Region anstellen. Besonderen Schwerpunkt bei der Untersuchung wird auf Aussagen gelegt, demnach kurz vor dem Vorfall zwei Kleinbusse mit Zivilisten die Umgebung ausgespäht haben sollen. Verstärkt wird der Verdacht auch durch die Tatsache, dass es sich bei der betroffenen Region um militärisches Sperrgebiet handelt, das vollkommen unter militärischer Kontrolle steht. Bei den Opfern handelte es sich um Arbeiter, die täglich den gleichen Weg zu einem Wasserkanal fuhren, was den dort stationierten Militärs unzweifelhaft bekannt war. Ein weiterer Faktor betrifft die Tatsache, dass bei den Parlamentswahlen im Juli im Dorf Besagac, aus dem die Opfer ausnahmslos stammten, der Großteil der Stimmen für die von der DTP unterstützten unabhängigen Kandidaten abgegeben wurde. Quelle: Gündem, 16.10.2007,
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