HPG: Verantwortlich für Beytüşşebap-Massaker ist die türkische Armee Wie das HPG-Hauptquartier in einer schriftlichen Erklärung öffentlich gemacht hat, hat die Guerilla nichts mit dem Massaker in Beytüşşebap zu tun. Im Kreis Beytüşşebap in der Provinz Şırnak waren vorgestern zwölf Personen, darunter sieben Dorfschützer, durch den Beschuss eines Kleinbusses ums Leben gekommen. Nach HPG-Angaben ist dafür die türkische Armee und die illegale militärische Organisation JITEM verantwortlich. Weiter wird in der Erklärung darauf aufmerksam gemacht, dass seit der Ausrufung eines einseitigen Waffenstillstandes am 1. Oktober 2006 genau ein Jahr vergangen ist. Das türkische Militär habe seit diesem Tag die Intensität der Angriffe gesteigert und dabei alle denkbaren schmutzigen Methoden des Krieges eingesetzt. Innerhalb dieses einen Jahres habe die Armee 483 Militäroperationen durchgeführt. Dabei seien chemische Waffen und Streubomben eingesetzt sowie systematisch Wälder niedergebrannt worden. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit seien Kriegsverbrechen begangen worden. Dieses Kriegskonzept, das nach den Wahlen vom 22. Juli intensiviert worden sei, sei Ergebnis einer Einigung zwischen der Regierungspartei AKP und dem Militär. Bereits zuvor sei aus Militärkreisen verlautbar geworden, die "Ausrottung des Terrors" sei am ehesten über die "Unterstützung leistenden Kollaborateure" erreichbar. Damit sei nahezu die gesamte Gesellschaft auf die Zielscheibe gesetzt worden. Die darauf folgende Vorgehensweise habe gezeigt, dass diese Methode auch umgesetzt werde. Die schmutzigen Beziehungen zwischen Institutionen des Staates, der Armee und der Regierung seien beim Bombenanschlag auf einen Buchladen in Şemdinli von der ansässigen Bevölkerung aufgedeckt worden. "Der auf frischer Tat ertappte Staat und seine mafiösen Strukturen setzen erneut auf das Netz von Banden, JITEM und Spitzeln und wenden Terror in Kurdistan an, um die Bevölkerung einzuschüchtern. Wurden Mitte der neunziger Jahre verstärkt Kontras in Form der Hizbullah eingesetzt, so sind es heute mehr Organisationen wie JITEM und TIT", heißt es weiter in der Erklärung. Zweck dieser Vorgehensweise sei es, die Guerilla zu isolieren und dem Ansehen der PKK zu schaden. Bewusst seien in Beytüşşebap Dorfschützer als Ziel des Angriffes gewählt worden, um die Passivität dieser Kreise zu brechen und erneut gegen die kurdische Bewegung zu wenden. "Im Bewusstsein dieser Realität hat die HPG-Guerilla bei ihren letzten Aktionen einen Schwerpunkt auf Angriffe gegen den JITEM gelegt. Es besteht keinerlei Zusammenhang zwischen dem jüngsten Vorfall und der Guerilla. Wir rufen die Öffentlichkeit der Türkei dazu auf, dieser Kriegspropaganda, die die Tatsachen verdreht, keinen Glauben zu schenken. Weiter fordern wir die politischen Parteien, Menschenrechtsvereine und demokratischen zivilgesellschaftlichen Organisationen dazu auf, den Vorfall zu untersuchen, die wirklichen Täter herauszufinden und zur Rechenschaft zu ziehen.' Quelle: ANF, 01.10.2007,
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aus dem Türkischen |
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