| Erklärung
zur Haftsituation von Abdullah Öcalan
An die Presse und
die Öffentlichkeit
Bei der Konsultation mit unserem
Mandanten Abdullah Öcalan am 18. November 2009 auf Imrali gab unser Mandant
folgende Erklärungen bezüglich seiner Verlegung in das dortige, neu erbaute
Gefängnis ab:
„Ich wurde am 17. November
verlegt. Hier ist es schlechter als vorher. Sie versuchen, dies als einen
Fortschritt zu präsentieren, aber in Wirklichkeit handelt es sich um eine
Verschärfung der Isolation. Der jetzige Raum ist 6 Quadratmeter groß,
nur halb so groß wie vorher. Hier wollen sie mich noch mehr einengen,
meine Haftbedingungen noch weiter verschärfen und mich in die Kapitulation
treiben.
Ich hatte ohnehin Atemprobleme, aber hier kann ich überhaupt nicht atmen.
Die Luft in der Zelle stellt meine Atemwege vor große Probleme. Die alte
Zelle war besser belüftet. Die Sonne brennt direkt durch das Fenster.
Um atmen zu können, muss ich mich ans Fenster lehnen, aber dort brennt
die Sonne, und ich muss es aushalten, um überhaupt atmen zu können.
Das Fenster ist nach oben ausgerichtet, so dass ich nichts als den Himmel
sehen kann. Das Fenster war vorher besser, sowohl wegen der Lüftung als
auch, weil ich draußen etwas sehen konnte.
Ich hatte noch keine Gelegenheit, die hierher Verlegten zu sehen. Die
Beamten haben erklärt, dass ich sie frühestens in einem Monat sehen kann.
Das Leben hier strengt mich physisch sehr an. Die Isolation und die Haftbedingungen
sind hier ganz offensichtlich schlimmer. Ich weiß nicht, ob ich mich daran
überhaupt gewöhnen kann. Es gibt keine Verbesserung, sondern nur einen
weiteren Rückschritt.
Sie verkaufen meine Verlegung hierher als eine positive Initiative, aber
die Realität sieht anders aus. Der einzige Zweck der Verlegung ist, den
Druck der ausländischen Öffentlichkeit zu reduzieren.“
Asrin Rechtsbüro,
19.11.2009
Asmalı Mescit Mahallesi
Şeh Bender Sokak N:18 D:3
Tünel BEYOĞLU – İSTANBUL
Türkei
Tel: 0090-212-292 95 50 – 51
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