| Dokumentation: KCK Pressemitteilung Exekutivrat der Gemeinschaft der Kommunen Kurdistans (KCK) 13.07.2008 Am 9. Juli 2008 haben Kräfte der HPG-Kommandantur der Provinz Serhat von Bergsteigern, die ohne Genehmigung in das Guerillagebiet eingedrungen sind, drei nach Gesprächen festgesetzt. Nach unseren vorliegenden Informationen gibt es kein Problem bei der Gesundheit der Touristen." Die HPG-Kommandantur der Provinz Serhat hat in einer Erklärung mitgeteilt, diese Aktion habe sich als eine Reaktion auf die falsche Politik des deutschen Staates gegenüber dem kurdischen Volk im Allgemeinen und der PKK im Besonderen entwickelt, und weiterhin den deutschen Staat dazu aufgefordert, von dieser falschen Politik abzusehen. Seit Jahrzehnten ist der deutsche
Staat entsprechend seiner eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen
darum bemüht, unser Volk in der Öffentlichkeit zu kriminalisieren und
ihm seine natürlichen Rechte vorzuenthalten. Die ständig organisierten Demonstrationen, Kundgebungen und andere Aktivitäten waren Aufrufe dafür. Auch wir als Bewegung haben kontinuierlich darauf hingewiesen, dass der deutsche Staat mit dieser Politik negative Reaktionen unseres Volkes auf sich zieht. Zwischen dem kurdischen und dem deutschen Volk herrscht nicht die geringste Feindschaft. Im Gegenteil hat sich unsere Bewegung in kontinuierlicher Form dafür eingesetzt, die Freundschaft zu vertiefen. Das wird sie auch in Zukunft tun. Aber der deutsche Staat setzt sich mit seiner Politik gegen das kurdische Volk über alle sensiblen Punkte hinweg. Wie deutlich geworden ist, ist der Vorfall mit den Touristen als Reaktion der Kommandantur der Provinz Serhat gegen die falsche Politik des deutschen Staates in Eigeninitiative entstanden. Aber es ist ein Fakt, dass es schwer ist, diese Art von Reaktionen von kurdischer Seite zu verhindern, solange eine solche Politik Anwendung findet. Es hat keinerlei Lösegeld- oder andere Forderungen für die festgenommenen Touristen gegeben. Der deutsche Staat ist lediglich dazu aufgerufen worden, von seiner falschen Politik abzusehen. Dabei zeigt schon die ablehnende Herangehensweise der Bevollmächtigten des deutschen Staates auf diesen Aufruf, zu welch fixer Idee diese Politik geworden ist. Es zeigt, dass der deutsche Staat nicht mal seinen eigenen Staatsbürgern ausreichend Achtung gegenüberbringt. Für eine sichere Rückkehr der Touristen zu ihren Angehörigen werden auch wir die Initiative ergreifen. Wir werden mit der Kommandantur der Provinz Serhat in Verbindung treten. Aber für eine erfolgreiche Initiative muss der türkische Staat seine Militäroperationen einstellen. Wenn der deutsche Staat den Angehörigen der Touristen behilflich sein will, muss er sich dafür einsetzen, dass die Militäroperationen des türkischen Staates in der betroffenen Region gestoppt werden. Andernfalls wird er nicht zu einer Lösung des Problems beitragen und das Leben der Touristen gefährden. Es ist am richtigsten, in diesem Wissen vorzugehen. Eine Lösung der kurdischen Frage auf demokratischem und friedlichem Weg ist eine einzigartige Grundlage für Stabilität und Frieden in der gesamten Region und insbesondere in der Türkei. Von einer solchen Lösung kann jeder profitieren. Deshalb darf nicht die Gewaltpolitik des türkischen Staates, sondern müssen die friedlichen Bemühungen unserer Bewegung von allen Seiten unterstützt werden. Wir sind davon überzeugt, dass es nicht im Interesse des deutschen Volkes ist, wenn Deutschland den türkischen Staat bei seiner Gewaltpolitik unterstützt, mit der Kurden ermordet werden."
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