IHD Diyarbakir veröffentlicht
Jahresbericht 2003
Der Vorsitzende des IHD Diyarbakir hat den Jahresbericht für das
Jahr 2003 über Rechtsverletzungen
im Osten und Südosten veröffentlicht. Der Bericht stellt eine
starke Zunahme an Rechtsverletzungen fest. Im Jahr wurden insgesamt 7.100
Rechtsverletzungen festgestellt; in der Zweigstelle haben 1.677 Menschen
einen Antrag auf Hilfe gestellt. “Ich hoffe, dass der Generalstaatsanwalt
die notwendigen Schritte einleitet, dass diese Rechtsverletzungen nicht
noch einmal auftreten” sagte Demirtas, Vorsitzender des örtlichen
IHD.(...)
Bilanz der Menschenrechtsverletzungen
im Osten und Südosten der Türkei 2003
Verletzungen gegen das Leben
Tote bei militärischen Gefechten: 105 Tote, 31 Verletzte
Tod durch "Morde unbekannte Täter" und extralegale Hinrichtungen:
84 Tote 22 Verletzte
Minenopfer und Opfer von Explosionsmaterialien: 24 Tote und 41 Verletzte
(6 Schafe getötet)
Verletzungen der individuellen Rechte
Festnahmen: 3014
Vorwurf von Folter und Misshandlung: 502
a) durch Gendarmeriepersonal 109
b) durch Sicherheitskräfte 357
c) durch Dorfschützer 8
d) durch Vollstreckungsbeamte 9
Vorwurf des Verschwindenlassens: 7
Verhaftungen: 574
Eingriff in gesellschaftliche Ereignisse
a) Anzahl der Ereignisse: 90
b) Festnahmen: 1000
c) Verletzte 160
Verletzungen des Eigentumsrecht
3096
Verletzungen des Arbeitslebens
Verbannung: 34
Einleitung eines Verfahrens und Strafen: 418
Verletzung der Gedanken- und Meinungsfreiheit
Eingeleitete Verfahren und Verurteilungen: 880
Schließung von Radio und TV 1
Schließung von zivilgesellschaftlichen Einrichtungen: 2
Verbote von Aktivitäten (Theater, Kino u.a.): 36
Eingesammelte/Verbotene Publikationen (Zeitung, Buch u.a.) 42
Folter – Misshandlungen im Gefängnis 26
Suizid und Suizidversuche: 151
Anzahl der Verletzungen die dem IHD Diyarbakir gemeldet wurden 1677
Anzahl der Gesamten Verletzungen: 7100