Initiative Anders Arbeiten, Berlin

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Kongreß 1999

Wer wir sind

Wir haben uns im Herbst 1998 in Berlin auf Initiative von NETZWERK SELBSTHILFE und in Kooperation mit CONTRASTE – MONATSZEITUNG FÜR SELBSTORGANISATION zur Vorbereitung des Kongresses "Anders Arbeiten – oder gar nicht?!" zusammengefunden.

Nach dem Kongress haben wir eine regelmäßige Zusammenarbeit als loses, aber doch verbindliches Netzwerk unterschiedlichster Menschen beschlossen. Wir kommen aus verschiedenen Projekten, Netzwerken, Initiativen und suchen nach gesellschaftlichen und auch persönlichen Alternativen.

Was wir tun

Wir führen in Berlin Veranstaltungen durch zu verschiedenen Themen rund um "Anders Arbeiten". Zum Beispiel zum Bündnis für Arbeit, zu New Work oder zu den Leiden der neuen Professionellen. Wir stellen damit eine Öffentlichkeit her sowohl für Kritik an den herrschenden (Arbeits-) Verhältnissen, als auch für Ansätze anderer, selbstbestimmter Arbeitsformen.

Mit dem Kongress "Anders Arbeiten – oder gar nicht?!" im April 1999 in der Humboldt-Universität haben wir in verschiedenen Arbeitsgruppen und Podiumsveranstaltungen ein "Berliner Frühlingspapier" zu aktuellen Themen rund um Arbeit, Arbeits-Förderung, Nicht- Arbeit, Arbeits-Zwang, Grundsicherung etc. erarbeitet.

Auf unserem monatlichen Plenum, das an jedem 2. Dienstag im Monat im Kreuzberger Mehringhof öffentlich tagt, organisieren wir unsere Arbeit und führen inhaltliche Diskussionen im kleineren Kreis. Das Plenum ist auch spannend als Info-Börse für interessante Termine, Themen, Berichte usw., die von den TeilnehmerInnen eingebracht werden.

Was wir wollen

Angesichts der aktuellen Entwicklungen von Erwerbslosigkeit, Individualisierung, Armut und Ausgrenzung wollen wir verschiedene Ansätze und Erfahrungen von Widerstand und praktischen Alternativen zusammenführen. Für den Ausbau einer sozialen Ökonomie und die Zukunft der Arbeit sind wir uns in folgenden Zielen einig:

  • dem Recht auf Existenz im Sinne einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ohne Arbeitszwang,
  • der Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten, und von Nord nach Süd,
  • der gleichen Verteilung und Bewertung von Arbeit zwischen den Geschlechtern,
  • der Bereitstellung von Möglichkeiten zur selbstverwalteten und kollektiven Arbeit,
  • der Notwendigkeit einer Neubewertung von Arbeit, die sich am Gebrauchswert orientiert.

Diese Vorstellungen einer sozialen Ökonomie wollen wir gesellschaftlich stärken. Wir werden unsere Utopien für ein anderes Arbeiten weiterentwickeln und Strategien zu ihrer Verwirklichung diskutieren.

Wir freuen uns über Neue, die mitmachen, mitdiskutieren oder ihre eigenen Impulse und Ideen einbringen möchten.

Kontakt: andersarbeiten@t-online.de

Initiative Anders Arbeiten c/o Netzwerk Selbsthilfe, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin

mehr Infos zur Initiative Anders Arbeiten:
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