home  --> Geschichte aktualisiert: 23.07.2006 
Geschichte
Entstehung   Aufbau des Infoladens   Ausbau   1998-2000   2001   2002   2003/2004   ab 2005

Dieser Text stellt die Geschichte des Infoladen Leipzig vor; Texte und Informationen zur allgemeinen Geschichte von Infoläden befinden sich auf den bundesweiten Infoladenseiten.

ab 2005

2005 erweitert der Infoladen seine Öffnungszeiten um einen weiteren Tag, den Dienstag 17-20:00, und steht nun an drei Tagen in der Woche zur Verfügung (Dienstag, Donnerstag und Sonntag).
Das Angebot der Online-Datenbank Dataspace wird stetig erweitert (Übersicht der Entwicklung) und geht durch die Zusammenarbeit mit anderen Infoläden, die ihren Bestand eingeben, schrittweise dem Ziel, eine Bestandsdatenbank von Infoläden darzustellen, entgegen.
Ab Februar 2006 werden die Materialien der JBI (Jugendbildungsinitiative) im Infoladen Leipzig z.T. mit Unterstützung der Europäischen Union finanziert, die für den Inhalt keine Haftung übernimmt. Auch die Renovierung eines Infoladen-Raums wird durch die Unterstützung ermöglicht - dieser steht nun als Leseraum und Raum für Treffen zur Verfügung. Die Jugendbildungsinitiative führt in diesem Rahmen Veranstaltungen im B12 und dem Conne Island durch.
Schließlich wird ab April 2006 mit einem Newsletter über Neuerwerbungen, Veranstaltungen etc. berichtet (Abonnieren)

2003/2004

Die Online-Eingabe von Dataspace ist fertig programmiert und kann von anderen Archiven und Infoläden genutzt werden. Die beiden Beratungsstellen im Infoladen stellen ihre Beratung ein (Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär) bzw. auf Beratung per Email um (Grüne Hilfe: benny@gruene-hilfe.de)
Am 07.05.2004 wird die Online-Datenbank Dataspace mit dem 3. Platz beim Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. An der Rede zur Preisverleihung übt der Infoladen Kritik.

2002

Der Bestand des Antifa-Presse-Archivs geht nach dessen Schließung in den Infoladen über. Aus Platzgründen wird der Infoladen neu strukturiert und eingerichtet. Das Zeitungsarchiv landet endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte. Der Infoladen setzt verstärkt auf CD-Roms und die Recherche im Internet - daneben wird natürlich weiterhin das Zeitschriften-Archiv und die Bibliothek mit Büchern und Broschüren gepflegt.

2001

Nach der Schließung des Antira-Archivs Anfang 2001 wird der entsprechende Artikel-, Bücher- und Broschürenbestand wieder in den Infoladen-Bestand integriert.
Die Möglichkeiten der Online-Recherche werden intensiviert: dataspace, die Datenbank linksradikaler Publikationen mit dem Bestand des Infoladens, Zeitschriften-Aufsätzen und Internetressourcen, wird ins Internet gesetzt.
Anstatt eigene Termin- und Linkseiten zu pflegen, nutzt der Infoladen das linksradikale Internetportal aus Leipzig left-action.

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1998-2000

Der Infoladen wird renoviert und erhält zwei neue Räume innerhalb des Conne Island. Der Materialbestand hat einen hohen und ausreichenden Stand erreicht und die Anzahl der Abos bzw. Neuanschaffung von Büchern sinkt. Der Infoladen wird als Arbeits- und Treffenraum für politische Projekte ausgebaut; die Computertechnik wird erweitert und verstärkt genutzt (neue Datenbank für Bücher; Zeitschriften und Zeitungen auf CD-Rom, Computerkurse), Internetanschluß, TV und Video eingerichtet; Projekte und Gruppen können ihre Post über den Infoladen beziehen und erhalten Info- und Zeitschriftenartikelmaterial; ein Raum wird als Beratungsraum eingerichtet.
Die Zusammenarbeit mit anderen Archiven wird intensiviert, um Arbeits- und Materialdoppelung zu vermeiden; den Artikelbestand zu den Themen "Rassismus, Migration, Flüchtlinge" und "Asien, Afrika" des Infoladens erhält das Infobüro, dann das Antira-Archiv.
Es findet wieder Öffentlichkeitsarbeit statt (Flyer, Plakate, Anzeigen, Büchertische in Zusammenarbeit mit dem Buchladenprojekt Bruchsteine, Internetseiten).
Seit Anfang 1999 beteiligt sich der Infoladen Leipzig an der bundesweiten Vernetzungsstruktur von Infoläden (BILT - bundesweites Infoladentreffen)

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Ausbau

Conne Island
Mitte 1995 zieht der Infoladen wegen geplanter Sanierung des ZORO und wegen der ungünstigen Räumlichkeiten in das Conne Island, ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum in Connewitz; dort befindet sich schon die Lesebude, eine alternative Bibliothek. Die Verleihbücher des Buchladen- und Bibliotheksprojektes Bruchsteine befinden sich in Ermangelung eigener Räume zwischenzeitlich im Infoladen; nach deren Auszug wird ein eigener Bücherbestand angelegt und die Anzahl der Zeitschriften-Abos auf 50 erhöht, die thematische Sammlung der Artikel wird verbreitert und intensiviert. Die zunehmende Menge des Materials wird nun in Datenbanken erfaßt. Die Szene nimmt das Material, die Technik und die Räumlichkeiten stärker an.
Es gründet sich das Antifa-Presse-Archiv, an das der komplette Antifa-Bestand des Infoladens übergeht und nun in Arbeitsteilung zu diesem Thema sammelt; die Frauenbibliothek Mona Liesa erhält den Artikelbestand zum Thema Frauen. Nach der Auflösung des Dritte-Welt-Archivs Leipzig geht dessen gesamtes Material in den Infoladenbestand über.
Es entstehen im Infoladen zwei Beratungsstellen, die einmal wöchentlich in den Räumen Beratung anbieten: die (T)KDV-Beratung für (totale) Kriegsdienstverweigerer, später die Grüne Hilfe für Menschen, die mit dem BtMG in Konflikt geraten sind. Von beiden Projekten gehen Öffentlichkeitsarbeit, Infoveranstaltungen und Aktionen aus.
Der Infoladen selbst führt keine Öffentlichkeitsarbeit durch; im Conne Island finden zwei große Benefizkonzerte für den Infoladen statt.
[Selbstdarstellung 1995 im Cee Ieh #06]

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Aufbau des Infoladens

ZORO Nach der polizeilichen Räumung der gesamten Ernestistraße im April 1993 zieht der Infoladen in das Atelierhaus ZORO, ein besetztes Kulturzentrum in Connewitz; einige Leute der alten Infoladenbesatzung arbeiten in anderen Projekten mit, die zum Teil eigene Archive aufbauen; neue Leute kommen dazu. Die Struktur und der Bestand des Ladens wird ausgebaut: es gibt nun einen Computer- und E-mail-Anschluß, ca. 10 Zeitschriften werden abonniert und thematisch in Ordnern gesammelt. In den gleichen Räumen befindet sich ein alternatives Bibliotheks- und Buchladenprojekt. Durch das Cafe und das Offene Antifaschistische Plenum im ZORO wird der Infoladen durch die Szene akzeptabel genutzt.

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Entstehung

Ernestiestraße1992 entsteht ein Info- und Lesecafe in einem besetzten Haus der Ernestistraße in Leipzig-Connewitz, das von der Idee her an ähnliche Projekte in Weststädten anknüpft. Der Schwerpunkt soll auf Infoveranstaltungen und Trikontbezug liegen. Getragen wird das Projekt von 4-6 BewohnerInnen des Hauses.

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