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FelS, 27.04.2008
Heraus zum Mayday!
Zum dritten Mal findet am 1.Mai 2008 in Berlin die Mayday-Parade statt. Unter dem Motto
»be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!«
werden wir – hoffentlich gemeinsam mit euch – den unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen den Kampf ansagen!
Auch die neue Ausgabe der arranca!EXTRA steht ganz unter dem Fokus des Maydays. Deshalb ist diese Nummer auch um eine Beilage des Mayday-Bündnisses erweitert. Hier erfahrt ihr alles Wichtige rund um den Mayday 2008 in Berlin.
Viel Spaß beim Lesen, wir sehen uns auf der Parade!
Die arranca!EXTRA #3 wird in Berlin (natürlich auch am 1. Mai!) kostenlos verteilt und kann als PDF-Datei hier runtergeladen werden.
FelS, 09.04.2008
Auch am diesjährigen 1. Mai wird es in Berlin wieder eine Mayday-Parade der Prekarisierten geben! Beginn ist um 14 Uhr auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain, der Abschluss wird auf dem Spreewaldplatz in Kreuzberg statt finden. Unter dem Motto "be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!" wird gemeinsam unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen der Kampf angesagt!
FelS, 01.04.2008
Die undogmatische linksradikale Strömung, die nach neuen Wegen sucht, um gesamtgesellschaftlich interventionsfähig zu werden, gibt es in nahezu allen Orten der BRD. Es gibt sie in post-autonomen Gruppen, in der antifaschistischen und antirassistischen Bewegung, in antimilitaristischen Initiativen, es gehören Leute dazu, die in Gewerkschaften oder Erwerbslosen-Inis aktiv sind, die sich größere soziale oder politische Strukturen als Interventionsfeld gesucht haben, die publizistisch oder wissenschaftlich tätig sind. Zu ihr gehören auch viele junge GenossInnen, die auf der Suche nach einer kollektiven Form für ihre rebellischen Wünsche nach einer ganz anderen Welt sind.
Alle jene, die uns mögen, sich am Prozess beteiligen, sich auch mit uns streiten, sich aber vor allem gemeinsam ins Handgemenge begeben wollen, sind ausdrücklich angesprochen und eingeladen. Kommt vom 25. bis 27. April 2008 zur Zweiten Offenen Arbeitskonferenz der IL nach Marburg und diskutiert mit uns die nächsten und die ferneren Möglichkeit, zusammen zu kommen und gemeinsam aktiv zu werden.
Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich – und zwar spätestens bis zum 15.4.2007 an: anmeldung@interventionistische-linke.de - oder mit diesem Formular.
FelS, 19.02.2008
Am vergangenen Freitag hatten während der Premiere des Wettbewerbsfilms „Die Schwester der Königin" zwei Prekäre Superhelden die Großbildleinwand vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz erklettert, ein Banner entrollt und Glückskekse in die Menge geworfen.
Die prekären Superhelden begannen ihre spektakuläre Kletterpartie just in dem Augenblick, als Scarlett Johansson und Natalie Portman den roten Teppich vor dem Berlinale Palast betraten. Mit ihrer Aktion machten sie auf die prekäre Situation der Beschäftigten in der Kulturproduktion aufmerksam und forderten eine öffentliche Diskussion
über ebendiese ein. Sie unterstützten damit die Kampagne „Mir reicht's ... nicht!", die sich gegen unsichere Arbeits- und Lebensbedingungen wendet.
Ein Video ist im unter
http://de.youtube.com/watch?v=DG_KNFYItec
verfügbar. Ein Bericht bei
http://de.indymedia.org/2008/02/208411.shtml
Informationen über die Kampagne finden sich unter
http://www.mirreichts-nicht.org
FelS Antifa AG, 11.02.2008
Ob in Neukölln, Dresden, Halbe oder anderswo –
Naziaufmärsche blockieren ist unser Recht
Am 01. Dezember 2007 marschierten 600 Neonazis aus der ganzen Bundesrepublik für ein rechtes Jugendzentrum durch Berlin-Neukölln. Am Rande des Aufmarsches kam es immer wieder zu Protesten. Über 1000 Menschen stellten sich auf verschiedenste Art und Weise den Neonazis in den Weg. Auf der von einem breiten Bündnis organisierten Gegenkundgebung redeten u.a. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD) und der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi. Momper und Gysi wiederholten unter dem Beifall der DemonstratInnen ihre Forderungen nach einem Verbot der NPD. Ein Verbot der NPD sei „eine Bringepflicht der Politik in diesem Land", sagte Momper, Gysi bezeichnete die NPD als "verfassungswidrig". Einhellig begrüßten sie das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Neonazis.
AG Soziale Kämpfe, 06.02.2008
„Mir reicht's...NICHT!“ und Mayday Berlin präsentieren Euch die Feierei zur Kampagne gegen miese Arbeitsbedingungen bei der Berlinale.
Wann? Am 15.02.2008 um 22:30 Uhr. Wo? Im Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Strasse 130. Wir sind gespannt, was es bis dahin alles zu feiern gibt. Wer mit uns feiert und weitere Infos findet ihr hier.
AG Soziale Kämpfe, 29.01.2008
Die diesjährige Berlinale möchte „hingehen, wo es weh tut“ – zumindest in einer der Reihen des Filmfestivals, der „Perspektive Deutsches Kino“. Dieser Anspruch könnte von uns stammen: Auch wir wollen bei der diesjährigen Berlinale Themen aufgreifen, die allzu gerne verdrängt werden. Sozialkritische Filme im Programm ändern nämlich nichts daran, dass bei dem Großereignis nicht über die prekäre Wirklichkeit hinter dem roten Vorhang gesprochen wird – über die Situation der PraktikantInnen und JobberInnen, der prekären Kulturschaffenden, der KartenabreißerInnen, Caterer und Putzleute, ohne die der Glamour nicht inszeniert werden könnte.
FelS, 24.01.2008
„Hingehen, wo es weh tut“ möchte die diesjährige Berlinale erklärtermaßen – zumindest in einer der Reihen des Filmfestivals, der „Perspektive Deutsches Kino“. Dieser Anspruch könnte von uns stammen: auch wir wollen bei der diesjährigen Berlinale Themen aufgreifen, die gerne verdrängt werden. Sozialkritische Filme im Programm ändern nämlich nichts daran, dass bei dem Großereignis nicht über die prekäre Wirklichkeit hinter dem roten Vorhang gesprochen wird – über die Situation der PraktikantInnen, JobberInnen, Caterer und Putzleute, ohne die der Glamour nicht inszeniert werden könnte.
Die Filmbranche ist allerdings längst nicht das einzige Ziel unserer politischen Aufmerksamkeit in diesem Frühjahr: Es gibt Naziaufmärsche zu verhindern. Bei einer Konferenz von Polizei und Sicherheitsindustrie aus ganz Europa möchten sich die Stasi 2.0 mit ihren Lieferanten inszenieren. Und auch ganz praktisch sollten wir uns mit der zunehmenden Überwachung auseinandersetzen: Die Vorratsdatenspeicherung erfordert Vorsichtsmaßnahmen. Außerdem: Die absurden Terrorismusverfahren, mit denen 2007 willkürliche Verhaftungen und Razzien gegen Linke begründet wurden, sind immer noch nicht aus der Welt.
Zu all dem ist etwas in der neuen arranca! EXTRA zu lesen. Sie wird in Berlin kostenlos verteilt und kann auch als pdf-Datei runtergeladen werden.
FelS, 09.12.2007
Es ist schon bitter, wenn man sich inzwischen über die Umsetzung geltenden Rechts freuen muss. Mit der Entscheidung des Bundesgerichthofs (BGH) von voriger Woche, nach der die Anschläge der "Militanten Gruppe" (mg) nicht nach der aktuellen Fassung des §129a verfolgt werden können, ist ein Teilerfolg errungen. Die Haftbefehle gegen Axel H., Florian L. und Oliver R. mussten augesetzt werden. Die Solidaritätsarbeit war erfolgreich! Nach den ersten Wochen war nicht zu erwarten, dass der öffentliche Druck groß genug sein würde, um die Anschuldigung nach §129a zu kippen. Die Konzentration auf den "Terrorparagrafen" §129a und eine breite Öffentlichkeitsarbeit war richtig und effektiv. Erst diese hat die durch das BGH formulierte Auslegung ermöglicht. Der öffentliche Druck war groß genug, dass der Kompromiss, den Rot-Grün bei der Reform des Paragrafen 129a formulierte, nicht im Sinne von sicherheitspolitischen Hardlinern ausgelegt wurde. Die geradezu irrsinnige Praxis der Verfolgungsbehörden, die mit zur breiten Solidarisierung beitrug, und die politische Ausrichtung des zuständigen Strafsenats taten den Rest.
FelS, 06.12.2007
Im Februar 2004 ist der Tarifvertrag u.a. bei CinemaxX ausgelaufen. CinemaxX trat aus dem Arbeitgeberverband aus und senkte massiv die Einstiegslöhne (jetzt 6,50) sowie diverse Zulagen. Dies betrifft ca. die Hälfte der 120 Beschäftigten am Potsdamer Platz. Großes Problem ist, dass der Organisierungsgrad in den 45 zu CinemaxX gehörenden Kinocentern sehr niedrig ist. In den vergangenen Jahren waren die Kinos in Bremen und Göttingen, darüber hinaus, aber in weitaus geringerem Maße Hannover und Hamburg streikfähig. In Berlin gibt es jedoch auch eine lange Tradition von Widerstand und Aktionen gegen die Lohnabsenkungen, an die wir jetzt anknüpfen können.
FelS, 19.11.2007
Sechs Monate nach den Durchsuchungen vom 9. Mai 2007, bei denen auch die Gruppe FelS betroffen war, liegt eine Zwischenbilanz vor. Auf der website zum Buch "Autonome in Bewegung" ist neben einer Einleitung der Berliner Beschuldigten auch eine ausführlichere Auswertung der Akten zu finden. Am erfreulichsten ist jedoch die Mitteilung, dass durch die "vorübergehende Kontrolle eines Wurmloches" ein Dokument aus dem Jahre 2008 aufgetaucht ist. Danach wird das Verfahren eingestellt! Nach diesem Teilerfolg bleibt nur noch eines: Freiheit für Axel, Florian und Oliver und der Paragraf 129a muss weg!
07.05., 20:00: »1968 und die ArbeiterInnen in Europa«
27-04-2008
09.05., 19:30: »Heuschrecken sind keine Lösung«
27-04-2008
16.05., 23:00: »Bordercrossing«
27-04-2008
27.05.,20:00: »Last Tuesday« - FelS-Stammtisch, Berlin-Kreuzberg
27-04-2008